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Ergebnis 136 bis 150 von 480
  1. #136
    ist nur zum meckern hier Avatar von Trellomfer
    Ort: Bedford Falls
    Ernstgemeinte Frage: Wie sähe es denn mit der Entsendung von US-Soldaten nach Venezuele bzw. an die Grenzen Venezuelas, wenn noch Haushaltssperre wäre, bzw. bald wieder ist?
    Die in diesem Beitrag enthaltenen Schreibfehler sind gewollt, und dienen der allgemeinen Erheiterung

  2. #137
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Das Volk hat 2015 ein Parlament gewählt, in dem es eine Zwei-Drittel-Mehrheit gegen die Regierungspartei und Maduro gab. Daraufhin hat Maduro mit Hilfe der Justiz (die wenigen Unabhängigen wurden entfert) das Parlament entmachtet. Bei der Präsidentenwahl 2017 trat die Opposition aus Protest gegen Represalien und Bedrohungen im Wahlkampf nicht an, die Mehrheit der Wähler blieb aus Angst von Maduros Schlägertrupps zu Hause. Die Opposition und die Wähler der Opposition wurden massivst bedroht. Demonstrantionen von Polizei, Militär und Schlägertrupps der Regierungspartei brutal niedergeschlagen.
    Nun versucht ein Venezulaner Maduro zu entmachten und kündigt freie und faire Wahlen an. Warum sollte ich mich darüber aufregen? Da gratuliere ich doch dem venezulanischen Volk, dass man ihm seine demokratischen Rechte wieder geben will.
    Nur weil ein Diktator und seine Anhänger behaupten links zu sein, macht sie das noch nicht zu den Guten.
    Sollte der "Aufrührer" seine Versprechen (freie Wahlen, Wiederherstellung der Demokratie) nicht wahr machen, werde ich auch das anprangern. Ich habe was gegen Diktatoren, egal ob sie von links oder von rechts kommen!
    Gebe ich dir doch recht eigentlich. Trotzdem hatte Maduro bei der letzten Wahl 68% und knapp 6 Millionen Stimmen. Glaub nicht, das die alle gezwungen wurden, die hätten zu Hause bleiben können oder auch aus Protest jemand anderes wählen können, da gab es noch andere. 6 Millionen sind jetzt auch nicht wenig. Und 68% klingen auch nicht so, als wäre dort falsch ausgezählt wurden. Und ich bleibe dabei, das was sich gerade abspielt, nützt eher Maduro, denn Staaten und Menschen rücken zusammen, wenn von außen sich andere Staaten einmischen und vorschreiben wollen was zu tun ist.
    Wie gesagt, wir waren doch die letzten Jahre nicht auf dem Mond, wir haben doch alle gesehen was die Amerikaner für Spielchen spielten um unliebsame Diktatoren auszuschalten, sie sind angetreten um die ganze Welt, speziell die Staaten mit vielen Bodenschätzen unter ihre Kontrolle mit fadenscheinigen Begründungen zu bekommen. Es ist doch immer das gleiche Schema, sie reden von Demokratie, von Menschenrechten, von dem armen Volk. Am Ende kommt immer das Gegenteil heraus.
    Wer das Wohl von Menschen im Auge hat verhängt keine Sanktionen, die das Volk treffen, gerade die Armen. Was Sanktionen in Venezuela bewirken kann man im aktuellen UN Bericht des Menschenrechtsrates lesen. Gerade die, die sie herunterspielen. Und genau das möchte ich auch bei Tagesschau oder heute mal thematisiert haben, da werden die Sanktionen durchaus erwähnt, aber nicht die Auswirkungen. Und das gehört dazu, wenn man ein detailiertes Bild von der Lage in Venezuela haben möchte. Das gleiche auch bei den Gelbwesten, da wird die Hälfte einfach weggelassen. Gut anderer Thread.
    Und genauso muss die Frage beantwortet werden, warum Amerikaner und EU sich immer so unterschiedlich bei Staaten einbringen, unterscheiden zwischen uninteressanten und interessanten Staaten abhängig von Bodenschätzen oder ihrer Ausrichtung. Das macht das ganze doch gerade unglaubwürdig.
    FRAKTAL der Kapitalismus hat sicher Fortschritte gebracht, aber er hat auch dazu geführt, daß es sozialistische Experimente gab. Weil er war nicht nur Segen, gerade in Mittel- und Südamerika nicht. Und die da heute Richtung Trump Grenze marschieren entstammen mehrheitlich nicht sozialistischen Ursprungs, denn so viele Staaten gibt es gar nicht. In Südamerika gerade zwei die sich auf den Sozialismus berufen. Bolivien und Venezuela. Der Rest ist eher rechts ausgerichtet. Das sind Opfer, die die heutige Zeit mit sich bringen. Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form hat sich überlebt und ist auch für Venezuela nicht die beste Lösung, denn dann werden gerade auch wieder die Armen die Opfer sein.
    Im Kapitalismus muss man was leisten, aber man muss ihn sich auch leisten können und viele die was leisten, können ihn sich nicht mehr leisten.
    Geändert von Manitu (31-01-2019 um 00:00 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  3. #138
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Glaub nicht, das die alle gezwungen wurden, die hätten zu Hause bleiben können oder auch aus Protest jemand anderes wählen können, da gab es noch andere. 6 Millionen sind jetzt auch nicht wenig. Und ich bleibe dabei, das was sich gerade abspielt, nützt eher maduro, denn Staaten und Menschen rücken zusammen, wenn von außen sich andere Staaten einmischen und vorschreiben wollen was zu tun ist.
    Also Du meinst diesen Maduro, der sich in 2017 als Support noch eine "verfassunggebende Versammlung" wählen ließ?
    In Kurz: Maduro hat hier Die zu wählenden ausgesucht/vorgegeben, und das Wahlvolk durfte dann noch zwischen Manduro Kandidaten A, B oder C auswählen.
    Hier mal als Artikel aus der NZZ: https://www.nzz.ch/international/ven...ion-ld.1308539
    Ja, die Menschen in "Sozialistischen Regimen" haben es wahrlich gut...

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    ....der Kapitalismus hat sicher Fortschritte gebracht, aber er hat auch dazu geführt, daß es sozialistische Experimente gab.
    Oh bitte... das ist quasi die Opferrolle in Gold mit Platin-Krone.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Der Kapitalismus in seiner jetzigen Form hat sich überlebt und ist auch für Venezuela nicht die beste Lösung, denn dann werden gerade auch wieder die Armen die Opfer sein.
    Bitte was?
    In den nächsten 10 Jahren übernimmt China die "Weltherrschaft".
    Und da gibt es keinen Kapitalismus, stimmt.
    Sondern da herrscht der maximale Raubtierkapitalismus.
    Also wovon redest Du bitte?

  4. #139
    Zitat Zitat von Trellomfer Beitrag anzeigen
    Ernstgemeinte Frage: Wie sähe es denn mit der Entsendung von US-Soldaten nach Venezuele bzw. an die Grenzen Venezuelas, wenn noch Haushaltssperre wäre, bzw. bald wieder ist?
    Das ist kein Problem, denn es sind nur ein Viertel der US-Ministerien vom Shutdown betroffen. Das Verteidigungsministerium hat noch Geld bis zum Ende des US-Fiskaljahres, also bis zum 30. September.

  5. #140
    fraktal
    unregistriert
    Zitat Zitat von Dom Basaluzzo Beitrag anzeigen

    Bisher gab es noch keinen Staat, der sozialistisch war, es gab nur welche, die sich so nannten.
    Ja, und warum ist das wohl so?
    Die Leute die es versuchten waren anfangs bestimmt guten Willens und naja, "reinen Herzens"
    Warum funktioniert das nicht, auch wenn man es so oft und mit soviel Engagement versucht???

    Weil die Idee an sich, die Ideologie von einem Menschenbild ausgeht, dass der Realität widerspricht!
    Übrigens ist das bei den Grünen und Teilen der SPD hierzulande nicht anders.
    Die Menschen sind nicht so, wie von der Ideologie beschrieben und erwartet.
    Darum hat man es ja auch mit Umerziehung oder gar Massenmord an den "Klassenfeinden" versucht.

    Erstaunlich finde ich immer bei unseren Salonkommunisten von Grün-Links bis rot, dass man eigentlich dem kleinen Mann von der Strasse zur Seite stehen möchte. Kommt es wirklich drauf an, so wird ebendieser aber zutiefst verachtet, oder sich zumindest hinterrücks, bei einem guten Glas Wein, über ihn lustig gemacht, was er doch für ein dummer Tropf wäre, unfähig die hehren Ideen der linken Elite zu verstehen und zu würdigen.
    Geändert von fraktal (31-01-2019 um 11:37 Uhr)

  6. #141
    fraktal
    unregistriert
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    fraktal wenn du keine zeit hast die links hier nachzulesen, ist es natürlich besser, wenn du beim klopapier bleibst und bei den zeitungen der atlantikbrücke..
    aber erklär trotzdem, was du meinst ob die bauern und die landlosen wanderarbeiter faul sind.
    Nö, hab ich nie behauptet.

    Fakt ist, dass in sozialistischen Systemen kein Anreiz zu Spitzenleistungen gewünscht ist (ist bei unseren Linken und Grünen auch nicht anders)
    Infolgedessen hat der am meisten Vorteile, der sich ruhig verhält, und weder durch besonderen Fleiß, noch durch besondere Faulheit auffällt. Unteres Mittelmass halt.
    Das ist so offensichtlich, dass es einem geradezu ins Auge springt.

    Soziale Marktwirtschaft ist bisher der Kompromiss, der am meisten Vorteile für die meisten Leute brachte. Allerdings auch mit einem gehörigen Mass an Mittelmass und Inovationsfeindlichkeit. Funktioniert aber wohl für die allermeisten ganz prima.

    Die USA, deren System wieder sehr viel näher am "kalten" Kapitalismus ist, produziert neben Armut und einer breiten "Unterschicht" allerdings auch Spitzenleistungen auf vielen Gebieten. Dadurch werden einige superreich, allerdings profitiert oft genug die ganze Welt von diesen Entwicklungen und Erfolgen.

    Z.B. kann man in Internetforen auf der ganzen Welt diese Dinge diskutieren, weil Ultrakapitalisten es geschafft haben, billige Computer auf den Markt zu bringen.
    Ultrakapitalisten überschwemmen die Welt mit leistungstarker Internet-Infrastruktur.
    Ultrakapitalisten liefern preiswerte Hardware die sich fast jeder leisten kann, vom Fabrikarbeiter, über den verlogenen Spiegelredakteur, bis zum linken-Politiker oder einfach ganz gewöhnlichen Leuten.
    Ultrakapitalisten versuchen E-Autos auf den Markt zu bringen oder den Weltraum billig erreichbar zu machen.

    Die Welt und die Menschheit ist eben nicht so einfach, dass sie mit einer simpel gestrickten Westentaschenideolgie ins Paradies zu verwandeln wäre.

  7. #142
    fraktal, wir scheinen sehr unterschiedliche ansätze zu haben.
    zuerst mal, einen technokratischen ansatz reduziere ich absichtlich auf rein technische probleme, wo mathematik und wiederholbare empirie ausreichen.

    ich seh dieses beharren auf die definitionsmacht und gutheit oder schlechtigkeit oder versagen von ideologien als technokratisches denken weissester form.
    bezüglich venezuela gilt für mich niemals das gleiche wie für europa.
    die erste überlegung ist, was ist denn für mich oder für europa überhaupt die gefahr? maduro gewiss nicht.
    die zweite überlegung, dann wer ist in dem land am stärksten gefährdet, und welchen zusammenhang hat das mit den nachbarn? (hab ich bezüglich der landlosen und ihrer argumente gepostet).
    also was ist deren bedarf und problem, und welche einzelnen massnahmen und werkzeuge halten sie für notwendig? darüber haben sie seit generationen nach gedacht, und ausreichend viele von ihnen haben trotz armut aber dank der bolivarier die uni besucht und können zumindest rechnen.
    es geht nicht aus von einer aufgesetzten, kopflastigen ideologie, sondern von ihrer von natur aus kollektivistischen tradition und gesellschaft, und von der direkten problematik der sklaverei und ausbeutung, und - wie von ferguson erläutert weil leich aufzufinden - das problem des spanischen grossgrundbesitzes, der sich mit milizen absichert, sogar gegen die eigene regierung.

    mich interessieren nicht die wenigen, die oben sitzen, und deren formeln und prozeduren. klar dass die sich medial irgendwie verwirklichen müssen, und dafür gibt es die bekannten parolen, so wie auf wsws bei oft brillantem inhalt immer als letzte zeile drin steht, das proletariat muss und wird siegen oder so ähnlich, wie das amen.
    eine verfassung allein erzeugt keinen funktionierenden staat, wenn die sich nicht einig sind, und mich interessieren nicht die formalen verfassungsprobleme.
    mich interessiert, was die leute wollen, die nun von der eskalation unmittelbar gefährdet sind, und was ihre situation ist.
    die armut ist nicht so wie in mitteleuropa, wo man sagen kann, ach es wird immer arme leute geben.

    sondern sie ist eine strukturelle, und wie marx sagt, ausdruck der produktionsverhältnisse. die stimmen nicht, und drum gabs eine kommunistische revolution, und dazu trug auch die verübte gewalt von seiten der todesschwadronen und früher, kolonialsoldaten bei.
    die marxistische theorie erklärt für sie das problem, aber sie ist kein kochrezept dafür, was man machen muss, damit es ein paradies wird. sie wäre nur eine von mehreren wichtigen richtlinien und positionsbestimmungen für eine coevolution der vorhandenen faktoren.

    so sieht das heute auch china, nach mehreren rundreisen durch alle niederungen und politischen wirrnisse.
    der faktor ist also, dass die trotz kapitalismus eine übergeordnete staatliche lenkung pflegen, die aber die probleme der soviets vermeiden will, und sich nur für die geostrategische bedeutung der firmen und ihrer erfolge oder misserfolge interessiert. damit sind die konzerne der nation verpflichtet, oder sie können nicht existieren.
    und das ist ein zustand, den viele betroffene in venezuela ebenfalls für notwendig halten.
    weil das tun der multis die systemische armut und die informelle kasten- und klasseneinteilung nicht behoben hat, trotz dem gerede von frieden und demokratie.
    auch hier wieder hilft es, die äusserungen der kommunistischen organisationen der nachbarländer zu analysieren, die die zusammenhänge über den ganzen kontinent aufzeigen.

    und es ist keine debatte über westliche konzepte sichtbar, die das wirklich einbeziehen, und was bewirken.
    sondern - siehe weiter oben - rein formales gedisse über wahlen, misswirtschaft, und heuchlerische schuldzuweisungen.
    ich erinnere hier, dass den juden restitution zugestanden wurde, sodass sie nicht mit leeren taschen anfangen mussten.
    die schwarzen kriegten höchstens ein wenig alimentation. für die indigenen war überhaupt chavez der einzige, der ein praktisches konzept hatte. all die westliche entwicklungshilfe änderte niemals die grundsituation. (drüben am amazonas gabs dann hochzeiten zw yamomani und "anthropologen" die das yellow press publikum unterhielten. und das änderte auch nix.)

    wenn es der guaido ohne die hilfe der amis schafft, die leute für sich zu überzeugen, ist das was anderes. aber jetzt hat der monateland mit den transatlantikern und wer weiss wem verhandelt, und müsste sich erst komplett von denen distanzieren, um überhaupt seine aufgabe bei der verzweifelten klientel von maduro zu erfüllen. denn die haben das problem, drum halten sie an dem fest. die probleme der opposition sind schnell behoben, das ist das verführerische an der sache.

    aber die taktik, die klientel der commies in breiten massen unter den bus zu werfen, hat sich überlebt. das geht sowas von ins auge.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  8. #143
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Gebe ich dir doch recht eigentlich. Trotzdem hatte Maduro bei der letzten Wahl 68% und knapp 6 Millionen Stimmen.
    6 Millionen Stimmen von 19 Millionen Wahlberechtigten! Das klingt jetzt nicht so, als ob er die Mehrheit der Wähler hinter sich gehabt hat?

    Wer ist denn nun eigentlich der neue Herausforderer, der ihn abgesetzt hat? Er wird als Mischung aus Liberalem und Sozialdemokraten eingeschätzt und gehört der Partei Voluntad Popular (Volkswille) an.

    ...Nach Ansicht von Geoff Ramsey vom Forschungsinstitut Washington Office on Latin America (WOLA), gibt es viele Fragen zur politischen Identität Guaidós. "Was wir wissen, ist, dass er wie die Mehrheit der oppositionellen Fraktionen in Venezuela eine Mischung aus Liberalem und Sozialdemokrat ist."

    Der Diplom-Ingenieur und Vater einer kleinen Tochter aus der Hafenstadt La Guaira zählt zu den jungen Politikern der Opposition, die als Generation der Studentenproteste 2007 bekannt wurde.

    Im Parlament sitzt er für die Partei Voluntad Popular (Volkswille), zu dessen Mitbegründern er zählt. Anfang Januar wurde er zum Parlamentschef gewählt. An vorderste Front seiner Partei rückte er, weil andere Oppositionelle ins Ausland geflohen sind oder - wie sein politischer Ziehvater Leopoldo López - in Haft oder Hausarrest sitzen. ...
    Quelle


    Und noch was:

    ...In Venezuela sind erneut tausende Menschen gegen den umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro auf die Straße gegangen. Sie schwenkten venezolanische Flaggen und zeigten Transparente mit der Aufschrift "Freiheit" und "Respektiert die Menschenrechte". "Wir wollen in einem freien Land leben", sagte eine Demonstrantin am Mittwoch in Caracas. "Das Volk ist aufgewacht. Wir wollen einen Wechsel."

    Parlamentschef Juan Guaidó hatte sich am vergangenen Mittwoch selbst zum Übergangsstaatschef erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. "Venezuela ist eine Diktatur", sagte Guaidó am Mittwoch bei einem Protestmarsch in der Zentraluniversität in Caracas. "Wir wollen ein Ende der unberechtigten Machtübernahme und Neuwahlen." Er rief das Militär dazu auf, die Seiten zu wechseln und die dringend benötigten humanitären Hilfsleistungen ins Land zu lassen. ...
    Geändert von Little_Ally (31-01-2019 um 09:06 Uhr)

  9. #144
    Mir ist nicht ganz klar, warum man sich hier so sehr auf die USA kapriziert. Natürlich haben die USA machtpolitisch ein großes Interesse an dieser Region. Seit Fracking ist Öl aber längst nicht mehr so wichtig für die USA wie früher. Viel wichtiger ist Öl für China und Russland. Für China, weil es in besonderem Maße abhängig vom Erdöl ist, für Russland, weil ihre Wirtschaft nach wievor zu abhängig vom Erdöl ist.

    In den letzten Jahren waren es China und Russland, die diese Kleptokratie wirtschaftlich massiv durch Kredite gestützt haben. Ohne die Kredite, die aus marktwirtschaftlicher Sicht hochriskant waren, wäre Venezuela schon viel früher zusammengebrochen.

    Sowohl China als auch Russland sind in Vorleistung ohne gleichzeitige Gegenleistung, also Erdöl, gegangen und haben sich zur Absicherung ihrer Kredite das venezuelanische Tafelsilber überschreiben lassen. Dieses Tafelsilber ist gerade akut gefährdet. China und Russland haben bei einem Umsturz sehr viel zu verlieren.

    Russland hat ca. 17-20 Millarden reingepumpt, China irgendwo 50-60 Milliarden. Viele dieser Kredite sind noch offen. Verlässliche Zahlen sind schwer zu erhalten.

    Businessinsider:
    „Russland hat Venezuela viele Kredite bereitgestellt“, erklärt die Forscherin. „Diese wurden teilweise in russische Rüstungsexporte investiert. Als Gegenleistung hat Russland zudem Zugriff auf die Ölindustrie von Venezuela bekommen.“ Tatsächlich sollen sich die Kredite und Kreditlinien, die Moskau und der Ölkonzern Rosneft seit 2006 bereitstellten, nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auf mindestens 17 Milliarden US-Dollar (14,9 Milliarden Euro) belaufen. „Bei einem Regimewechsel hätte Russland Angst, sein Geld nicht mehr zurückzubekommen“, sagt Pagung.
    Handelsblatt:
    China ist mit mehr als 62 Milliarden Dollar der größte Kreditgeber des Landes.

    20 Milliarden an Krediten stehen noch aus, die Venezuela mit Erdöllieferungen begleichen soll. Ein direkter Zugang zu Erdölreserven ist von strategischer Wichtigkeit für den größten Erdölimporteur der Welt.
    Geändert von Dost (31-01-2019 um 09:22 Uhr)

  10. #145
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    6 Millionen Stimmen von 19 Millionen Wahlberechtigten! Das klingt jetzt nicht so, als ob er die Mehrheit der Wähler hinter sich gehabt hat?

    Wer ist denn nun eigentlich der neue Herausforderer, der ihn abgesetzt hat? Er wird als Mischung aus Liberalem und Sozialdemokraten eingeschätzt und gehört der Partei Voluntad Popular (Volkswille) an.



    Quelle


    Und noch was:
    Das habe ich auch nicht gesagt, das er die Mehrheit hat, ich sagte er hat noch genug Unterstützung und die Pro Maduro Demos haben auch ziemlich großen Zulauf, davon ist natürlich nicht viel zu sehen und zu hören.
    Geändert von Manitu (31-01-2019 um 15:13 Uhr)

  11. #146
    Zitat Zitat von Edelstahl Beitrag anzeigen
    Also Du meinst diesen Maduro, der sich in 2017 als Support noch eine "verfassunggebende Versammlung" wählen ließ?
    In Kurz: Maduro hat hier Die zu wählenden ausgesucht/vorgegeben, und das Wahlvolk durfte dann noch zwischen Manduro Kandidaten A, B oder C auswählen.
    Hier mal als Artikel aus der NZZ: https://www.nzz.ch/international/ven...ion-ld.1308539
    Ja, die Menschen in "Sozialistischen Regimen" haben es wahrlich gut...


    Oh bitte... das ist quasi die Opferrolle in Gold mit Platin-Krone.


    Bitte was?
    In den nächsten 10 Jahren übernimmt China die "Weltherrschaft".
    Und da gibt es keinen Kapitalismus, stimmt.
    Sondern da herrscht der maximale Raubtierkapitalismus.
    Also wovon redest Du bitte?
    Was für Opferrolle ?
    Hast du dich mal mit der Geschichte vor den sozialistischen Experimenten in Venezuela oder Kuba befasst ? Es musste ja quasi dazu kommen. Und wenn wir schon auch bei Fortschritten sind, hat selbst auch der Sozialismus Fortschritte erbracht. Ich hatte es ja schon erwähnt, der Analphabetismus wurde ich diesen Ländern, speziell Kuba nahezu besiegt und Armen wurde gesundheitliche Vorsorge zu teil, die es vorher so nicht gab. Das waren große Errungenschaften.
    Und wenn wir schon mal dabei sind, der erste Mensch im All war ein Kommunist, der erste Deutsche im All war ein Kommunist.
    China ist kein Sozialismus, hatte ich ja schon mal erwähnt. Raubtierkapitalismus bringt die Globalisierung hervor, jeder will der beste und billigste sein. Und das wird auf Dauer nicht mehr gut gehen, wer da der Global Player Nr. 1 ist, ist erst mal zweitrangig. Genauso wenig die Weltbeherrschende Vorgehensweise der Amerikaner. Und ja werden wieder welche spucken, ich bin sogar recht froh, das es Länder gibt, die so stark sind, das sie den Amerikaner Paroli bieten können, sozusagen ein Gleichgewicht, wie zu Zeiten des kalten Krieges.
    Bild:
    ausgeblendet

  12. #147
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Mir ist nicht ganz klar, warum man sich hier so sehr auf die USA kapriziert. Natürlich haben die USA machtpolitisch ein großes Interesse an dieser Region. Seit Fracking ist Öl aber längst nicht mehr so wichtig für die USA wie früher. Viel wichtiger ist Öl für China und Russland. Für China, weil es in besonderem Maße abhängig vom Erdöl ist, für Russland, weil ihre Wirtschaft nach wievor zu abhängig vom Erdöl ist.

    In den letzten Jahren waren es China und Russland, die diese Kleptokratie wirtschaftlich massiv durch Kredite gestützt haben. Ohne die Kredite, die aus marktwirtschaftlicher Sicht hochriskant waren, wäre Venezuela schon viel früher zusammengebrochen.

    Sowohl China als auch Russland sind in Vorleistung ohne gleichzeitige Gegenleistung, also Erdöl, gegangen und haben sich zur Absicherung ihrer Kredite das venezuelanische Tafelsilber überschreiben lassen. Dieses Tafelsilber ist gerade akut gefährdet. China und Russland haben bei einem Umsturz sehr viel zu verlieren.

    Russland hat ca. 17-20 Millarden reingepumpt, China irgendwo 50-60 Milliarden. Viele dieser Kredite sind noch offen. Verlässliche Zahlen sind schwer zu erhalten.

    Businessinsider:


    Handelsblatt:
    Welches Interesse haben die Amerikaner dann an dem Land ? Menschenrechte, Demokratie, Humanität ? Warum dann aber nur für spezielle Staaten, diese amerik. Segnungen ? Das das Land Öl hat ist dann sicher nur ein Zufall.
    Auch wenn man das Öl nicht braucht, ist die Kontrolle über das Öl sicher auch recht lukrativ und für den Dollar ein Segen. Sicher kein Zufall, das die letzten Staaten, wo man sich einmischte alle irgendwie mit Öl oder Gas zu tun hatten.
    Bild:
    ausgeblendet

  13. #148
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Nö, hab ich nie behauptet.

    Fakt ist, dass in sozialistischen Systemen kein Anreiz zu Spitzenleistungen gewünscht ist (ist bei unseren Linken und Grünen auch nicht anders)
    Infolgedessen hat der am meisten Vorteile, der sich ruhig verhält, und weder durch besonderen Fleiß, noch durch besondere Faulheit auffällt. Unteres Mittelmass halt.
    Das ist so offensichtlich, dass es einem geradezu ins Auge springt.

    Soziale Marktwirtschaft ist bisher der Kompromiss, der am meisten Vorteile für die meisten Leute brachte. Allerdings auch mit einem gehörigen Mass an Mittelmass und Inovationsfeindlichkeit. Funktioniert aber wohl für die allermeisten ganz prima.

    Die USA, deren System wieder sehr viel näher am "kalten" Kapitalismus ist, produziert neben Armut und einer breiten "Unterschicht" allerdings auch Spitzenleistungen auf vielen Gebieten. Dadurch werden einige superreich, allerdings profitiert oft genug die ganze Welt von diesen Entwicklungen und Erfolgen.

    Z.B. kann man in Internetforen auf der ganzen Welt diese Dinge diskutieren, weil Ultrakapitalisten es geschafft haben, billige Computer auf den Markt zu bringen.
    Ultrakapitalisten überschwemmen die Welt mit leistungstarker Internet-Infrastruktur.
    Ultrakapitalisten liefern preiswerte Hardware die sich fast jeder leisten kann, vom Fabrikarbeiter, über den verlogenen Spiegelredakteur, bis zum linken-Politiker oder einfach ganz gewöhnlichen Leuten.
    Ultrakapitalisten versuchen E-Autos auf den Markt zu bringen oder den Weltraum billig erreichbar zu machen.

    Die Welt und die Menschheit ist eben nicht so einfach, dass sie mit einer simpel gestrickten Westentaschenideolgie ins Paradies zu verwandeln wäre.
    Ein Diagramm sagt mehr als 1000 Worte. Die tatsächliche Vermögensverteilung in den USA. Und da haben manche erst Angst, wenn die Chinesen ihr Potential voll ausgeschöpft haben. Es zeigt wohin der Hase läuft.

    https://www.facebook.com/MenschundPo...4860722444246/


    Bild:
    ausgeblendet
    Geändert von Manitu (31-01-2019 um 16:29 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  14. #149
    fraktal
    unregistriert
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Ein Diagramm sagt mehr als 1000 Worte. Die tatsächliche Vermögensverteilung in den USA.

    Und, bei denen ist das halt so, mit allen Vor und Nachteilen. Nichts anderes hab ich geschrieben.
    Wieviel amerikanische Produkte und Dienstleistungen benutzt Du , die von diesen "Superreichen" stammen?


    Übrigens:
    Wenn Du diese Grafik nicht auf die USA, sondern auf die ganze Welt erstellst, dann wirst Du persönlich an einer Stelle auftauchen die Dir vermutlich ein wenig unangenehm ist.

  15. #150
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Und, bei denen ist das halt so, mit allen Vor und Nachteilen. Nichts anderes hab ich geschrieben.
    Wieviel amerikanische Produkte und Dienstleistungen benutzt Du , die von diesen "Superreichen" stammen?


    Übrigens:
    Wenn Du diese Grafik nicht auf die USA, sondern auf die ganze Welt erstellst, dann wirst Du persönlich an einer Stelle auftauchen die Dir vermutlich ein wenig unangenehm ist.
    Nein dann wird's mir gar nicht unangenehm. Ungleichheit gibt es auf der ganzen Welt, auch durch Einmischungen von außen. Die USA stellt sich immer so dar, als wären sie das beste Land auf der Erde, die Frieden, Wohlstand, Demokratie für alle garantieren. Aber das sind sie nicht, ihre Politiker sind Heuchler.
    Ich habe hier nur den Eindruck, das es für manche schon reicht, das jemand demokratisch gewählt wird und das gleichbedeutend ist mit Wohlstand. Und dann hat sich die ganze Diskussion erledigt, weil es dann für die Venezolaner viel besser wird, dann interessiert es keinen mehr, was aus den Menschen wird, denn es ist ja jetzt eine Demokratie. Aber selbst in einer Demokratie, kann es Armut geben. Und ich bezweifle, das es für die meisten, gerade für die Armen viel besser wird, wenn da jemand anderes an das Ruder kommt.
    Geändert von Manitu (31-01-2019 um 16:57 Uhr)


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