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  1. #1
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen

    Der (magnetische) Nordpol spinnt

    Stehen wir möglicherweise vor einer rapiden Polumkehr/Polsprung?

    Der magnetische Nordpol wandert momnentan mit einem rasanten Tempo umher.
    So rasant, daß die Geowissenschaftler, welche eigentlich das Magnetfeldmodell der Erde alle 5 Jahre anpassen (mit der nächsten Anpassung eigentlich anno 2020) sich dazu entschlossen haben, die Aktualisierung schon jetzt vorzunehmen. Im Moment bewegt sich der Nordpol schurstracks
    auf Russland (Sibirien) zu, mit mehr als 50 km pro Jahr.
    Einioge Wissenschaftler vermuten deswegen, daß eine Polumkehr kurz bevorsteht ... andere widersprechen mit dem Hinweis darauf, daß der Südpol im Gegensatz zum Nordpol ziemlich ruhig in seiner Position verharrt.

    https://www.heise.de/newsticker/meld...t-4297805.html
    https://www.ncei.noaa.gov/news/world...-cycle-release

    Eine Polumkehr könnte in jedem Fall gravierende Folgen für unsere technologische Zivilisation haben, schützt das Erdmagnetfeld doch auch unsere ganze Elektronik vor der hochenergetischen Strahlung der Sonne
    "After sleeping through a hundred million centuries we have finally opened our eyes on a sumptuous planet, sparkling with color, bountiful with life.
    Within decades we must close our eyes again.
    Isn’t it a noble, an enlightened way of spending our brief time in the sun, to work at understanding the universe and how we have come to wake up in it?"

    Richard Dawkins

  2. #2
    Die Polumkehr ist ja etwas was die Erde turnusmäßig durchläuft und schon seit längerer Zeit wurde der Start der nächsten erwartet. Die Krux ist, dass wir uns wohl in der Zeit mit einem erheblich geschwächten Magnetfeld abplagen werden müssen. Allerdings gibt es auch hier viele variierende Modelle, sodass uns wohl nur die Realität so richtig klug machen wird.

  3. #3
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Jep ... bei den vorherigen Polumkehrungen hatte die lokale Fauna noch das Glück, daß sie keine hochtechnisierte Zivilisation hervorgebracht hatte ...
    also zumindest soweit man annehmen kann ... falls es wider Erwarten doch schon mal eine technologische Zivilisation vor dem Menschen gab, hat die Erosion alle Spuren restlos beseitigt
    "After sleeping through a hundred million centuries we have finally opened our eyes on a sumptuous planet, sparkling with color, bountiful with life.
    Within decades we must close our eyes again.
    Isn’t it a noble, an enlightened way of spending our brief time in the sun, to work at understanding the universe and how we have come to wake up in it?"

    Richard Dawkins

  4. #4
    ist nur zum meckern hier Avatar von Trellomfer
    Ort: Bedford Falls
    Zitat Zitat von Proteus Beitrag anzeigen
    falls es wider Erwarten doch schon mal eine technologische Zivilisation vor dem Menschen gab, hat die Erosion alle Spuren restlos beseitigt
    Wer weiß, was wir dazu in ein paar Jahren lesen werden


    Vielleicht:

    "Vor 65 Millionen Jahren hatte ein Meteoriteneinschlag das Ende der Dinosaurier besiegelt. Jetzt fanden Forscher heraus, daß es schon weit vor dem uns bekannten Evolutionszyklus einen solchen Zyklus gegeben hat. Dieser wurde seinerseits ebenfalls von Meteoriten ausgelöscht, nicht nur von einem, sondern von einem wahren Hagel, der teils mehrere hundert Meter Erdkruste zerstörte, und somit alle eventuellen Spuren von Leben und Zivilisation auslöschte. Alle? Nein! Forscher entdecken gerade in..."

    Mehr darf ich nicht zitieren, wegen des Urheberrechts aus dem Jahre 2054, welches durch einen EU-Beschluß aus dem Jahre 2061 auch rückwirkend bis ins Jahr 50v. Chr. gilt.
    Geändert von Trellomfer (08-02-2019 um 19:04 Uhr)
    Die in diesem Beitrag enthaltenen Schreibfehler sind gewollt, und dienen der allgemeinen Erheiterung

  5. #5
    irgendwie beängstigend. also nicht dass sich die Pole umkehren, sondern dass das erste was mir dazu einfiel die Frage war, ob aus Aldi-Süd dann Aldi Nord wird und umgekehrt...

  6. #6
    Zitat Zitat von Proteus Beitrag anzeigen
    Eine Polumkehr könnte in jedem Fall gravierende Folgen für unsere technologische Zivilisation haben, schützt das Erdmagnetfeld doch auch unsere ganze Elektronik vor der hochenergetischen Strahlung der Sonne
    Naja, die Erdatmosphäre fängt auch ohne/mit geschwächtem Magnetfeld ziemlich viel ab. Ich mache mir da keine allzu großen Sorgen.

    Ärgerlich wärs für meine beiden Kompasse, die dann "verkehrt herum" anzeigen würden. Allerdings nutze ich die ohnehin nicht, sondern eines meiner GPS-Geräte. Die GPS-Satelliten sind hoffentlich hinreichend gehärtet (würde sich bei einem auch militärisch genutzten System jedenfalls empfehlen).
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  7. #7
    Wie unsere Erdatmosphäre das für den Umstellungszeitraum auch alleine hinbekommt, hängt auch damit zusammen wie aktiv oder passiv sich die Sonne in dem Zeitraum zeigt.

  8. #8
    Bei einem starken Sonnensturm in Richtung Erde wird so manche Elektrik auch mit funktionierendem Magnetfeld weggebraten: https://www.tagesspiegel.de/wissen/w.../13955920.html
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  9. #9
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Bei einem starken Sonnensturm in Richtung Erde wird so manche Elektrik auch mit funktionierendem Magnetfeld weggebraten: https://www.tagesspiegel.de/wissen/w.../13955920.html
    Sowas hier:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carrington-Ereignis

    kann jederzeit wieder passieren.
    Massnahmen dagegen sind eher sparsam getroffen worden.

  10. #10
    zahm, aber direkt Avatar von Eggi I.O.F.F. Team
    Zitat Zitat von Proteus Beitrag anzeigen
    Jep ... bei den vorherigen Polumkehrungen hatte die lokale Fauna noch das Glück, daß sie keine hochtechnisierte Zivilisation hervorgebracht hatte ...
    also zumindest soweit man annehmen kann ... falls es wider Erwarten doch schon mal eine technologische Zivilisation vor dem Menschen gab, hat die Erosion alle Spuren restlos beseitigt
    Aber genau da knüpft sich mir ein großes Fragezeichen an. Viele Tiere, u.a. Zugvögel orientieren sich am Erdmagnetfeld. Wie haben Tiere das bei vergangenen Polumkehrungen gemeistert?
    Für sie wird die anstehende Umkehr sicherlich auch eine Problematik, vielleicht sogar Schwierigkeit darstellen, aber die sie sicherlich meistern - wie auch immer.

  11. #11
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Eggi Beitrag anzeigen
    Aber genau da knüpft sich mir ein großes Fragezeichen an. Viele Tiere, u.a. Zugvögel orientieren sich am Erdmagnetfeld. Wie haben Tiere das bei vergangenen Polumkehrungen gemeistert?
    Für sie wird die anstehende Umkehr sicherlich auch eine Problematik, vielleicht sogar Schwierigkeit darstellen, aber die sie sicherlich meistern - wie auch immer.
    Ich glaube da zahlt sich aus, daß sich die meisten Tiere eben nicht nur auf eine Sinnesmodalität verlassen, sondern multimodal arbeiten.
    Nehmen wir beispielsweise Brieftauben ... die haben auch die Möglichkeit, sich am Magnetfeld zu orientieren.
    Aber hauptsächlich nehmen sie hauptsächlich die Sonne zur Hilfe um die Himmelsrichtungen zu bestimmen und benutzen das Erdmagnetfeld nur bei bedecktem Himmel. Ebenso benutzen sie die NBase zur Orientierung .. quasi: Geruch von Industrieabgasen? Dann fliegen wir gerade über Duisburg

    Möglicherweise ist es bei Zugvögeln ähnlich ... i.e. sie haben Backup-Systeme welche einspringen können falls eine Sinnesmodalität fehlerhafte Werte liefert
    "After sleeping through a hundred million centuries we have finally opened our eyes on a sumptuous planet, sparkling with color, bountiful with life.
    Within decades we must close our eyes again.
    Isn’t it a noble, an enlightened way of spending our brief time in the sun, to work at understanding the universe and how we have come to wake up in it?"

    Richard Dawkins

  12. #12
    zahm, aber direkt Avatar von Eggi I.O.F.F. Team
    Ja, so in etwa kann ich das nachvollziehen, wobei sich das Backup, wie du es beschreibst, vielleicht auf eher temporär kurzfristige "Signalstörungen" bezieht? Ich finde das Thema überaus interessant.

    Das Magnetfeld ändert sich ja auch nicht von heute auf morgen, also signifikant. Das passiert in größerem bzw. längerem Maßstab/Zeitraum.
    Das Wetter ist kein Klima, aber viele aufeinanderfolgende Wetter zeichnen ein Klima.

    Ich könnte mir ähnliches in der Tier- und Pflanzenwelt vorstellen. Kurzzeitige oder -lebige genetische Veränderungen, die auf äussere Umstände zurückzuführen sind, bezeichnet man bspw. als Mißbildungen, längerfristig andauernde Veränderungen sind Mutationen, und noch viel längerfristige Sachen sind Evolution.
    Also so rein deutsch bürokratisch und so bzw. irgendwie definiert.

    Mit anderen Worten: ich vermute, daß sich die Fauna eher evolutionstechnisch einstellt und das Magnetfeld immer aktuell "eingespielt wird". - natürlich orientiert Richtung angenehmem Klima, aber temporär reicht auch das Magnetfeld, und das ändert sich im Laufe der Jahr(-hundert)e.

  13. #13
    Zitat Zitat von Eggi Beitrag anzeigen
    Mit anderen Worten: ich vermute, daß sich die Fauna eher evolutionstechnisch einstellt und das Magnetfeld immer aktuell "eingespielt wird".
    Sie hat sich schon darauf eingestellt, seit langer Zeit. Genau wie an Radioaktivität und einen viel höheren Co² Gehalt als heute.

    Alles was damit nicht klar kam ist ausgestorben.
    Evolution halt.

    empfehlung: die Bücher von Richard Dawkins.

  14. #14
    sehe ich genauso... wahrscheinlich werden eine menge tiere schlichtweg sterben, aber evolution ist ein sehr geduldiges ding... über generationen wird sich die fauna an ein umgekehrtes magnetfeld anpassen, ist ja nicht so, als würde das alle 40 jahre stattfinden. die natur braucht uns nicht, die kommt klar... WIR sind es, die sich anpassen müssen...
    Die einzig relevante Werte-Einteilung in der Postmoderne: Witzig oder Nicht-witzig!

  15. #15
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    sehe ich genauso... wahrscheinlich werden eine menge tiere schlichtweg sterben, aber evolution ist ein sehr geduldiges ding... über generationen wird sich die fauna an ein umgekehrtes magnetfeld anpassen, ist ja nicht so, als würde das alle 40 jahre stattfinden. die natur braucht uns nicht, die kommt klar... WIR sind es, die sich anpassen müssen...
    Ich meinte es eigentlich anders, die jetzt existierenden Arten haben alle schon Polsprünge mitgemacht, insofern sind die bereits angepasst.
    Wir sind übrigens auch Teil der Natur, wir stehen da nicht abseits, wir unterliegen den gleichen Mechanismen.


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