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  1. #2701
    Zitat Zitat von Morag Beitrag anzeigen
    super, Danke spector. Obwohl das Thema an sich ja nun nicht lustig ist, haben mein Mann und ich gerade sehr über deinen Beitrag gelacht! (Sorry für OT)
    Aber worüber habt Ihr da gelacht? Darüber dass Habeck Angst haben soll vor Realpolitik & Windrädern?

    Habeck war 7 Jahre lang stellvertretender Ministerpräsident. Zuerst hat er mit der SPD regiert. In der nächsten Legislatur mit der CDU. Beide Mal sehr erfolgreich. In Schleswig-Holstein. Also, mit Windrädern hat nun wirklich kaum ein Politiker mehr realpolitische Erfahrungen gesammelt als Habeck.

  2. #2702
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Aber worüber habt Ihr da gelacht? Darüber dass Habeck Angst haben soll vor Realpolitik & Windrädern?

    Habeck war 7 Jahre lang stellvertretender Ministerpräsident. Zuerst hat er mit der SPD regiert. In der nächsten Legislatur mit der CDU. Beide Mal sehr erfolgreich. In Schleswig-Holstein. Also, mit Windrädern hat nun wirklich kaum ein Politiker mehr realpolitische Erfahrungen gesammelt als Habeck.
    Verstehen Sie?

  3. #2703
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Aber worüber habt Ihr da gelacht? Darüber dass Habeck Angst haben soll vor Realpolitik & Windrädern?

    Habeck war 7 Jahre lang stellvertretender Ministerpräsident. Zuerst hat er mit der SPD regiert. In der nächsten Legislatur mit der CDU. Beide Mal sehr erfolgreich. In Schleswig-Holstein. Also, mit Windrädern hat nun wirklich kaum ein Politiker mehr realpolitische Erfahrungen gesammelt als Habeck.
    Beide Mal sehr erfolgreich?

    Hm.

    Warum wurde dann die so erfolgreiche Koalition mit der SPD nicht fortgeführt? - Weil die Wähler das nicht so gesehen haben, und die Koalition abgewählt haben. Und dabei haben auch die Grünen Stimmenanteile verloren.
    Das ist auch der Aspekt, den spector als Grund möglicher Besorgnis nennt: "Da kann man ganz schön Prozente verlieren." Ja, Prozente kan man verlieren, auch wenn man inhaltlich erfolgreich Politik macht.

    Ob die jetzige Koalition mit der CDU und der FDP auch so erfolgreich sein wird, kann man jetzt wohl noch nicht sagen.

    Woran machst du fest, dass Habecks beide Regierungsbeteiligungen sehr erfolgreich sind/waren?

  4. #2704
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen

    Warum wurde dann die so erfolgreiche Koalition mit der SPD nicht fortgeführt? - Weil die Wähler das nicht so gesehen haben, und die Koalition abgewählt haben. Und dabei haben auch die Grünen Stimmenanteile verloren.

    Das ist auch der Aspekt, den spector als Grund möglicher Besorgnis nennt: "Da kann man ganz schön Prozente verlieren." Ja, Prozente kan man verlieren, auch wenn man inhaltlich erfolgreich Politik macht.

    Woran machst du fest, dass Habecks beide Regierungsbeteiligungen sehr erfolgreich sind/waren?
    "Ganz schön Prozente" haben die Grünen nicht verloren, sondern gerade mal 0,3%. Habeck blieb dabei weiter beliebtester Landespolitiker. Seinen politischen Erfolg mache ich an verschiedenen Projekten fest - um on topic zu bleiben etwa an der Energiewende. Das Land Schleswig-Holstein erzeugt mit erneuerbaren Energien schon seit 2015 mehr Strom als es brutto verbraucht. Der Löwenanteil stammt dabei aus Windkraft.
    Geändert von Mieze Schindler (16-06-2019 um 20:07 Uhr) Grund: Tippi

  5. #2705
    Heute Themenabend Braunkohle beim MDR

    Erst lief Zeitreise ab 20 min mit Bezug auf heute.

    https://www.mdr.de/mediathek/video-3...-df360c07.html

    Und jetzt läuft gerade DOKU "Kampf um die Kohle"

    https://www.mdr.de/mediathek/sendung...-df360c07.html

    Sicht auf die negativen Auswirkungen der Kohle, aber auch auf die, die von der Kohle leben und Angst um ihre Zukunft haben, wie schon 1990, wo Anfang der 90er bereits tausende Arbeitsplätze verloren gingen und viele in der Arbeitslosigkeit landeten. Damals gab es keine Perspektive für die Leute und die Angst geht heute wieder um, das es ähnlich, wie nach der Wende verläuft.
    Geändert von Manitu (17-06-2019 um 00:03 Uhr)

  6. #2706
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Aber worüber habt Ihr da gelacht? Darüber dass Habeck Angst haben soll vor Realpolitik & Windrädern?

    Habeck war 7 Jahre lang stellvertretender Ministerpräsident. Zuerst hat er mit der SPD regiert. In der nächsten Legislatur mit der CDU. Beide Mal sehr erfolgreich. In Schleswig-Holstein. Also, mit Windrädern hat nun wirklich kaum ein Politiker mehr realpolitische Erfahrungen gesammelt als Habeck.
    Naja... ich nehme hier absichtlich Artikel der TAZ

    http://www.taz.de/Kommentar-Gruene-R...taet/!5586571/

    Die Deutschen und Grünen-Chef Habeck – das passt gut. Doch die Ökopartei operiert in einem Widerspruch, über den zu wenig geredet wird.
    Die Deutschen und Robert Habeck, das ist Liebe. Der Vorsitzende der Grünen weckt gerade große Gefühle. Begeisterte BürgerInnen rennen der Partei die Bude ein, wenn Habeck auftritt. Journalisten – in der Tat: meistens Männer – schreiben ihn zum nächsten Kanzler hoch. Im Politbarometer verdrängte Habeck neulich Angela Merkel in der Liste der wichtigsten PolitikerInnen von Platz Eins, was eine groteske Kluft zwischen gefühlter und tatsächlicher Macht dokumentiert.

    Habeck verkörpert die perfekte Mischung aus Zukunftsoptimismus, Zugewandtheit und Lässigkeit, die das Land aus der jahrelangen Merkel-Lethargie reißen könnte. Aber Verliebtheit, das wird manchmal vergessen, macht bekanntlich blind. Die coolen Grünen operieren in einem Dauerwiderspruch, über den zu wenig geredet wird. Habecks Alles-ist-möglich-Rhetorik erzeugt Erwartungen, die seine Partei in der realen Politik nicht erfüllt beziehungsweise erfüllen wird.
    Habeck fordert im Bund mit großer Geste Enteignungen, um den Mietenirrsinn in Städten einzudämmen. Aber in Schleswig-Holstein, wo die Grünen zusammen mit CDU und FDP in einem Jamaika-Bündnis regieren, schaffen sie die Mietpreisbremse und die abgesenkte Kappungsgrenze für Mieterhöhungen vorzeitig ab. Kurz: Als Oppositionspartei im Bund präsentieren sie sich als Vorkämpfer für MieterInnenrechte, um sie in der Regierungspraxis zu planieren.

    Die Liste solcher Beispiele ist lang. Wenn die Grünen mit den Konservativen regieren, wird ihr utopistischer Überschuss, von dem sie im Bund profitieren, in Windeseile zerrieben. Die Industriepolitik Winfried Kretschmanns unterscheidet sich nicht groß von der Konservativer. Das, was der Daimler will, ist in Baden-Württemberg heilig. In Hessen winken die Grünen, die selbst ernannte Bürgerrechtspartei, ein Gesetz durch, das der Polizei das Eindringen in Smartphones per Staats­trojaner erlaubt.
    Im Bund sähe es in einer schwarz-grünen Koalition nicht anders aus: Annegret Kramp-Karrenbauer freut sich bestimmt schon darauf, mit den Grünen Hartz IV abzuschaffen, um eine sanktionsfreie, 30 Milliarden Euro teure Grundsicherung einzuführen. Und die humane Flüchtlingspolitik, die die Grünen fordern, wäre sicher der Knüller auf jedem CSU-Parteitag. Enteignungen mit der CDU? Selten so gelacht.

    Im Ernst: Schwarz-Grün wäre eben nicht der gesellschaftliche Aufbruch, der Spirit, den Robert Habecks Prosa verspricht. Sondern ein Bündnis mühsam ausgehandelter, kleinteiliger Kompromisse mit riesigem Konfliktpotential. Schwarz-Grün wäre eine Art Öko-Groko.
    http://www.taz.de/Kommentar-Jamaika-...tein/!5418172/


    Gerade für die Grünen ist dieser Schritt eine kleine Revolution. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sich die Ökopartei in einem nicht unwichtigen Bundesland mit den neoliberalen Todfeinden zügig und freundlich einigt? Das Jamaika-Experiment im Saarland war, verglichen mit dem, was sich in Schleswig-Holstein an Stabilität andeutet, ja eher eine chaotische Episode. Die Grünen stellen den Wunsch, zu verändern, über die Angst vor Verletzungen. Das ist in der Kieler Konstellation professionell und richtig, auch wenn sie ihre Erfolge im Koalitionsvertrag maßlos übertreiben.

    Möglich wird das Kieler Bündnis nur durch sorgfältig austarierten Interessenausgleich. Union und FDP bekommen neue Straßen und Gewerbegebiete, die Grünen mehr Radwege und Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Neue Millionen für Schulen, Hochschulen und die digitale Infrastruktur finden alle toll. Der höhere Landesmindestlohn, den Unternehmen bisher bei öffentlichen Aufträgen zahlen müssen, fällt weg.

    Hier zeigt sich eine traurige, aber logische Tendenz: Das Jamaika-Bündnis schert sich wenig um die Interessen von Niedrigverdienern, die klassische Sozialpolitik wird heruntergedimmt. Das Versprechen Robert Habecks, die Grünen würden bei Jamaika zum „Vollsortimenter“, stellt sich als illusorisch heraus. Die Grünen sind bei diesem politischen Lagerwechsel in der Unterzahl – und damit beschäftigt, ein bisschen mehr für den Klimaschutz herauszuschlagen.
    Das war bereits bei den Koalitionsverhandlungen zu Jamaika im Bund zu sehen, das die Grünen sich wenig um die soziale Frage scherren.
    Geändert von Manitu (16-06-2019 um 23:22 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  7. #2707
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Sicht auf die negativen Auswirkungen der Kohle, aber auch auf die, die von der Kohle leben und Angst um ihre Zukunft haben, wie schon 1990, wo Anfang der 90er bereits tausende Arbeitsplätze verloren gingen und viele in der Arbeitslosigkeit landeten. Damals gab es keine Perspektive für die Leute und die Angst geht heute wieder um, das es ähnlich, wie nach der Wende verläuft.
    Wie sieht es denn mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus, die Angst um ihre Zukunft haben? Auf einem toten Planeten gibt es dann ja auch keine Arbeitsplätze mehr.

    Und wie sieht es aus mit den Leuten, die im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten? In der Photovoltaik sind seit 2012 80.000 Arbeitsplätze in Deutschland verloren gegangen. Aktuell stehen tausende Arbeitsplätze in der Windkraft auf der Kippe. In der Braunkohle arbeiten momentan nur 20.000 Menschen. Kann es sein, dass du einen sehr verengten Blickwinkel hast?

    Im Übrigen wird auch bei einem sehr schnellen Ausstieg kein Braunkohlearbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren müssen. Da bleibt genügend Arbeit für Rückbau und Renaturierung. Es reicht völlig, dort keine neuen Leute einzustellen.
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  8. #2708
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus, die Angst um ihre Zukunft haben? Auf einem toten Planeten gibt es dann ja auch keine Arbeitsplätze mehr.

    Und wie sieht es aus mit den Leuten, die im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten? In der Photovoltaik sind seit 2012 80.000 Arbeitsplätze in Deutschland verloren gegangen. Aktuell stehen tausende Arbeitsplätze in der Windkraft auf der Kippe. In der Braunkohle arbeiten momentan nur 20.000 Menschen. Kann es sein, dass du einen sehr verengten Blickwinkel hast?

    Im Übrigen wird auch bei einem sehr schnellen Ausstieg kein Braunkohlearbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren müssen. Da bleibt genügend Arbeit für Rückbau und Renaturierung. Es reicht völlig, dort keine neuen Leute einzustellen.
    Ich haben das kommentiert, was in den Dokus läuft und da ging es um die Braunkohle und ihre Folgen.
    Und ja die die dort arbeiten haben auch Familien, auch Kinder, die davon leben was der Ernährer nach Hause bringt. Die auch gerne in der Region bleiben wollen, wo sie jetzt leben. Auch Städte und Gemeinden hängen von diesen Arbeitern ab, denn die zahlen Steuern und investieren ihr Gehalt in der Region.
    Viele haben nach der Wende erlebt, das es perspektivisch halt nicht so einfach ist, wenn man eine ganze Industrie abwickelt, wie das versprochen wurde. Heute hören das die Mitarbeiter wieder, das sie eine Perspektive haben, wenn man von heute auf morgen oder 2030 alles abschafft. FFF wollen das ja sofort. Und das ist nicht so einfach, im Osten schon gar nicht.
    Mal angenommen, man würde in China sofort alle Tagebaue samt Kohlekraftwerke still legen, was den CO2 Ausstoß weltweit dann wirklich erheblich senken würde, aber dann hätten viele viele Millionen Chinesen ein Problem, die von der Kohle und mit der Kohle leben. Da muss man sich Gedanken machen, was mit denen wird und da hilft auch Populismus ala "Wie sieht es denn mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus, die Angst um ihre Zukunft haben? Auf einem toten Planeten gibt es dann ja auch keine Arbeitsplätze mehr." nicht weiter. Und bevor der Weltuntergang kommt, müssen alle auch weiterleben können und das so, das das in Würde geschieht und nicht nach dem Motto, je ärmer desto besser unterstützt du das Klima. So brachial, mit alle Macht alles runterfahren geht auch nicht.
    Und so ne Denkweise, wird auf Dauer gesehen, dem Anliegen von FFF eher schaden als dem ganzen Nutzen.
    Wer mal lust und Zeit hat, sollte sich diese Diskussion mal ansehen, besser als jede Talkshow von Illner, Will und Co.

    https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=ATARNwcX8QU
    Geändert von Manitu (17-06-2019 um 04:34 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  9. #2709
    Boah, ich KANN es nicht mehr hören! Es gibt nicht nur in Sachsen Braunkohle inkl. der dazugehörenden Infrastrukturproblemen. Ja, da müssen Alternativen her, aber wie wäre es denn mal mit machen und nicht ständig jammern?

  10. #2710
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Im Übrigen wird auch bei einem sehr schnellen Ausstieg kein Braunkohlearbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren müssen. Da bleibt genügend Arbeit für Rückbau und Renaturierung. Es reicht völlig, dort keine neuen Leute einzustellen.
    Das ist aber auch so eine dahin geschmissene Logik ohne wirkliches Fundament, oder gehst du ernsthaft davon aus, dass Arbeitsplätze mit anderem Tätigkeits- und Qualifkationsanforderungen 1:1 von den Braunkohlearbeitern besetzt werden? Ein Teil davon wird sicherlich die Möglichkeit haben bzw. bekommen, aber das trifft wahrlich nicht auf alle zu. Von daher ist deine Behauptung, kein Braunkohlearbeiter müsse seinen Arbeitsplatz verlieren, schon weit weg von der Realität.

  11. #2711
    Zitat Zitat von mukki Beitrag anzeigen
    Das ist aber auch so eine dahin geschmissene Logik ohne wirkliches Fundament, oder gehst du ernsthaft davon aus, dass Arbeitsplätze mit anderem Tätigkeits- und Qualifkationsanforderungen 1:1 von den Braunkohlearbeitern besetzt werden? Ein Teil davon wird sicherlich die Möglichkeit haben bzw. bekommen, aber das trifft wahrlich nicht auf alle zu. Von daher ist deine Behauptung, kein Braunkohlearbeiter müsse seinen Arbeitsplatz verlieren, schon weit weg von der Realität.
    Jaaa, weil die blöden Wessis ja keine Erfahrung haben in Sachen Zechenschließungen...

  12. #2712
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Jaaa, weil die blöden Wessis ja keine Erfahrung haben in Sachen Zechenschließungen...
    Naja, falls du dich wirklich an die Zechenschliessungen im Saarland und im Ruhrgebiet erinnerst, dann weißt du ja auch noch, dass kein ganz reibungsloser Prozess war, den Beruf des Bergmanns im Westen auf der Abraumhalde der Geschichte zu entsorgen. Damals ging es ja nicht einmal um Ökologie sondern es war einfach ökonomisch sinnlos, teuere heimische Kohle zu verfeuern wenn man auf dem Weltmarkt zu viel billigeren Preisen einkaufen konnte.
    Inzwischen blühen die Landschaft da zwar wieder aber das liegt vor allem an der Abwesenheit attraktiver Arbeitsplätze.

  13. #2713
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Ich haben das kommentiert, was in den Dokus läuft und da ging es um die Braunkohle und ihre Folgen.
    Und ja die die dort arbeiten haben auch Familien, auch Kinder, die davon leben was der Ernährer nach Hause bringt. Die auch gerne in der Region bleiben wollen, wo sie jetzt leben. Auch Städte und Gemeinden hängen von diesen Arbeitern ab, denn die zahlen Steuern und investieren ihr Gehalt in der Region.
    Klimawandelskeptiker und Kohlefan - Du klingst bei manchen Themen wie Trump auf Deutsch.

  14. #2714
    Zitat Zitat von GodicsGuru Beitrag anzeigen
    Naja, falls du dich wirklich an die Zechenschliessungen im Saarland und im Ruhrgebiet erinnerst, dann weißt du ja auch noch, dass kein ganz reibungsloser Prozess war, den Beruf des Bergmanns im Westen auf der Abraumhalde der Geschichte zu entsorgen. Damals ging es ja nicht einmal um Ökologie sondern es war einfach ökonomisch sinnlos, teuere heimische Kohle zu verfeuern wenn man auf dem Weltmarkt zu viel billigeren Preisen einkaufen konnte.
    Inzwischen blühen die Landschaft da zwar wieder aber das liegt vor allem an der Abwesenheit attraktiver Arbeitsplätze.
    Ich hab niemals behauptet, daß alles reibungslos lief. Und ja, im Ruhrgebiet hat man vieles falsch gemacht und sich nicht rechtzeitig um Alternativen gekümmert. Aber hier kam keiner auf die Idee Nazis zu wählen, weil die linksgrünversifften Ökos die Arbeitsplätze kaputt machen.

    Was ich hier einfach vermisse, ist eine gehörige Portion Pro-Aktionismus. Mann, krempelt die Ärmel hoch und zeigt, daß ihr es besser machen könnt. Unabhängig vom ökologischen Aspekt, Braunkohle ist ein Auslaufmodell. Und anstatt die Hände in den Schoß zu legen, könnte man ja so eventuell und vielleicht von den Fehlern die im Saarland und im Ruhrgebiet gemacht worden sind profitieren? So als kleiner Denkanstoss...

  15. #2715
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Ich hab niemals behauptet, daß alles reibungslos lief. Und ja, im Ruhrgebiet hat man vieles falsch gemacht und sich nicht rechtzeitig um Alternativen gekümmert. Aber hier kam keiner auf die Idee Nazis zu wählen, weil die linksgrünversifften Ökos die Arbeitsplätze kaputt machen.

    Was ich hier einfach vermisse, ist eine gehörige Portion Pro-Aktionismus. Mann, krempelt die Ärmel hoch und zeigt, daß ihr es besser machen könnt. Unabhängig vom ökologischen Aspekt, Braunkohle ist ein Auslaufmodell. Und anstatt die Hände in den Schoß zu legen, könnte man ja so eventuell und vielleicht von den Fehlern die im Saarland und im Ruhrgebiet gemacht worden sind profitieren? So als kleiner Denkanstoss...
    Ich bin ja deiner Meinung aber vielleicht könntest du mir ein bisschen mehr als "..." als Denkanstoss bieten. Der Staat kann nicht in jedem Kaff irgendwelche Bundesbehörden ansiedeln um Ex-Kumpels einen Job zu verschaffen. Er kann steuerliche Anreize und Subventionen für die Schaffung von Arbeitsplätzen bieten aber wenn Unternehmen weder Bedarf nach mehr Produktion im Inland noch große Lust verspüren in Gegenden zu investieren, in denen sie damit rechnen müssen, dass ein Drittel ihrer Belegschaft Nazis sind (oder ihnen nahe stehen), dann ist meine Phantasie schon erschöpft.
    Wenn die "Kumpels" dann auch noch wenig Lust verspüren erst noch umzuschulen und dann u.U. weniger zu verdienen als vorher, dann wird es mit Konsens schwierig.

    Im Ruhrgebiet hat man sich übrigens schon frühzeitig um Alternativen gekümmert. In den Wachstumsjahren war das nicht so schwer. Die früheren OPEL Werke in Bochum waren ein Beispiel für eine gelungene Industrieansiedlung aber es war auch damals schon schwer genug Bergleute dazu zu bringen in der Industrie zu arbeiten. Hab nie verstanden, warum die so einen Dünkel hatten....


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