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  1. #46
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Es DARF keine Möglichkeit geben, sich von der Emissionreduzierung "freizukaufen".
    Und wie sieht da die praktische Umsetzung aus?

    Natürlich könnte man einfach das CO2-Budget vorgeben:

    Jahr Millionen Tonnen CO2
    2019 800
    2020 727
    2021 655
    2022 582
    2023 509
    2024 436
    2025 364
    2026 291
    2027 218
    2028 145
    2029 73
    2030 0

    Und den Import bzw. die Förderung fossiler Brennstoffe an entsprechende CO2-Zertifikate knüpfen, also 2020 insgesamt 727 Millionen Zertifikate zu je einer Tonne CO2. Aber das ist leider nicht so leicht umzusetzen. Es kollidiert mit diversen bereits bestehenden Regelungen. Es ergibt sich sofort ein Allokationsproblem, also wer bekommt die CO2-Zertifikate? Die Raffinierie um Sprit für Krankenwagen herzustellen? Oder doch BASF um Kunstoff, Dünger usw. herzustellen?
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  2. #47
    Fußballpythia Avatar von Jaspis I.O.F.F. Team
    Ort: Doatmund
    Wenn mich die Aktion eines gelehrt hat, dann, dass ich mich viel zu gemütlich in meiner kleinen Wohlfühlblase eingerichtet habe.
    Wir trennen Müll, kompostieren Bioabfälle, waschen nur noch bei 30°C, essen heimisches Gemüse und guck mal, wie blau der Himmel über der Ruhr inzwischen ist!
    Den Plastiktsunami, der in den letzten 20 Jahren über uns hinwegfegt, habe ich irgendwie ausgeblendet. Schließlich wandert der Müll in die Gelbe Tonne, nicht wahr?
    Die abschmelzenden Gletscher finde ich zwar bedenklich, der Müll in den Weltmeeren ist unglaublich, aber das ist alles so weit weg von meinem Alltag. Außerdem bin ich in einem Alter, wo ich denke, da sollen sich jetzt mal Jüngere drum kümmern.

    Drauf geschissen!

    Da kommt eine kleine energische Person aus Schweden und hält ein selbst geschriebenes Papp-Plakat hoch und nach und nach zieht das Kreise, gerade, weil sie so ruhig, besonnen und klar ist. Das junge Mädchen beschämt mich. Sie weist mich darauf hin, dass meine kleine Wohlfühlblase nicht nur in einer gefährdeten Umgebung liegt, sondern auch zu deren weiterer Gefährdung beiträgt. Sie sagt, auch durch euer Nichtstun macht ihr unsere Zukunft kaputt.

    Die, die sich Greta Thunberg als Beispiel nehmen, haben mein Okay, ganz gleich, wie alt sie sind. Und wenn ein paar Spaßvögel und Blaumacher darunter sind - so what? Sie sind dennoch dabei und vielleicht tut sich auch bei ihnen was zwischen den Ohren und sie kapieren, dass es eben auf jeden einzelnen ankommt.

    Eines meiner Kinder unterrichtet an einer Gesamtschule in der Provinz. In ihrer 9. Klasse stellte Erstkind verwundert und auch ein bisschen beschämt fest, wie wenig die Kinder wissen! Recycling? Was ist das? Nachhaltigkeit? Was bedeutet das? Was können wir tun? Wie, es gibt ein Demonstrationsrecht, das auch für Kinder und Jugendliche gilt? Im kurzfristig modifizierten Unterricht waren die Kinder wie Schwämme, so interessiert haben sie die Infos aufgesogen!

    Es wird den Klimastreikenden vorgeworfen, sie würden sich selbst nicht umweltbewusst verhalten. WIE DENN AUCH?
    Ganz offensichtlich hat die Eltern- und Großelterngeneration versäumt, ihnen beizubringen, wie das geht. Was es bedeutet. Das ist der wirklich große Vorwurf, den wir Älteren uns machen müssen. Wir sind zum Kotzen bequem geworden.
    Dadurch, dass wir jeden kleinen Pups inzwischen an "Experten" auslagern, lagern wir auch Verantwortung aus. Das läuft doch alles...

  3. #48
    Meine Kinder hatten geplanten regulären Schulausfall von 20-30%, dazu noch zahlreiche Extra-Ausfälle. Es gibt eine Pflicht, das Dinge unterrichtet werden, aber in der Realität passiert es längst nicht mehr, da nur die Eltern selbst fordern könnten, dass der Unterricht auch stattfindet und sich dafür keine Lobby bildet.

    Auf dieser Grundlage lassen nun zahlreiche Kinder jeden Freitag den Unterricht ausfallen. Dabei gibt es Fächer, die sie vermutlich nur am Freitag haben, und nun also gar nicht mehr erfahren.

    Das erklärte Ziel, dass erst aufgehört werde zu streiken, wenn die Politik erfolgreich gehandelt habe, deute ich so, dass dieser Unterrichtsausfall nun für die nächsten naja .. 3-20 Jahre geplant ist.

    Fürs Klima streiken OK, informieren, agieren, großartig.

    Aber diese Nummer unterminiert in meinen Augen die aktuelle Problematik mit einem Bohrhammer.

  4. #49
    Sagen wir es mal so: Die Klimastreikenden Jugendlichen tragen von ihrem Schulstreik den größten Schaden davon, da sie wichtigen Unterricht verpassen. Durch den Schulstreik haben sie aber viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, als sie ihn bekommen hätten, wären sie einfach Freitag Nachmittag demonstrieren gegangen.

    Wichtig ist, dass sie den Druck auf die Politik und die Gesellschaft aufrechterhalten. Aber ich denke auch, da sie es ja erfreulicherweise in die Schlagzeilen geschafft haben, dass nun es sinnvoll wäre, nun die Demonstrationszeiten den Unterrichtszeiten anzupassen. Also zum Beispiel die Demos auf Freitag Nachmittag zu verlegen!

  5. #50
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    Wenn mich die Aktion eines gelehrt hat, dann, dass ich mich viel zu gemütlich in meiner kleinen Wohlfühlblase eingerichtet habe.
    Wir trennen Müll, kompostieren Bioabfälle, waschen nur noch bei 30°C, essen heimisches Gemüse und guck mal, wie blau der Himmel über der Ruhr inzwischen ist!
    Den Plastiktsunami, der in den letzten 20 Jahren über uns hinwegfegt, habe ich irgendwie ausgeblendet. Schließlich wandert der Müll in die Gelbe Tonne, nicht wahr?
    Die abschmelzenden Gletscher finde ich zwar bedenklich, der Müll in den Weltmeeren ist unglaublich, aber das ist alles so weit weg von meinem Alltag. Außerdem bin ich in einem Alter, wo ich denke, da sollen sich jetzt mal Jüngere drum kümmern.

    Drauf geschissen!

    Da kommt eine kleine energische Person aus Schweden und hält ein selbst geschriebenes Papp-Plakat hoch und nach und nach zieht das Kreise, gerade, weil sie so ruhig, besonnen und klar ist. Das junge Mädchen beschämt mich. Sie weist mich darauf hin, dass meine kleine Wohlfühlblase nicht nur in einer gefährdeten Umgebung liegt, sondern auch zu deren weiterer Gefährdung beiträgt. Sie sagt, auch durch euer Nichtstun macht ihr unsere Zukunft kaputt.

    Die, die sich Greta Thunberg als Beispiel nehmen, haben mein Okay, ganz gleich, wie alt sie sind. Und wenn ein paar Spaßvögel und Blaumacher darunter sind - so what? Sie sind dennoch dabei und vielleicht tut sich auch bei ihnen was zwischen den Ohren und sie kapieren, dass es eben auf jeden einzelnen ankommt.

    Eines meiner Kinder unterrichtet an einer Gesamtschule in der Provinz. In ihrer 9. Klasse stellte Erstkind verwundert und auch ein bisschen beschämt fest, wie wenig die Kinder wissen! Recycling? Was ist das? Nachhaltigkeit? Was bedeutet das? Was können wir tun? Wie, es gibt ein Demonstrationsrecht, das auch für Kinder und Jugendliche gilt? Im kurzfristig modifizierten Unterricht waren die Kinder wie Schwämme, so interessiert haben sie die Infos aufgesogen!

    Es wird den Klimastreikenden vorgeworfen, sie würden sich selbst nicht umweltbewusst verhalten. WIE DENN AUCH?
    Ganz offensichtlich hat die Eltern- und Großelterngeneration versäumt, ihnen beizubringen, wie das geht. Was es bedeutet. Das ist der wirklich große Vorwurf, den wir Älteren uns machen müssen. Wir sind zum Kotzen bequem geworden.
    Dadurch, dass wir jeden kleinen Pups inzwischen an "Experten" auslagern, lagern wir auch Verantwortung aus. Das läuft doch alles...
    Das Posting verdient ein full quote!

  6. #51
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Da wir ja alle mitschuld sind am Klimawandel könnten wir ja auch versuchen was zu tun?

    Also erstmal natürlich gute Vorsätze fassen und versuchen diese durchzuhalten, wie im Fastenthread.

    Und vielleicht auch noch was in Richtung Zeichen setzen, wie z.B. bei der Earth Hour oder dem uploadfreien Sonntag beim IOFF. Eine IOFF-Stromsparstunde oder ein IOFF-Stromsparabend vielleicht?
    Und auch keine Billigflüge mal so nebenbei für ein WE in Anspruch nehmen, die nur angeboten werden können, weil Kerosin nicht versteuert werden muss und beim Personal gespart wird.

    Greta hat ja gestern? auch die Promis abgewatscht, die unnötigerweise hin- und herfliegen, sich ansonsten aber gerne mal als Klimaschützer darstellen.

  7. #52
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Sagen wir es mal so: Die Klimastreikenden Jugendlichen tragen von ihrem Schulstreik den größten Schaden davon, da sie wichtigen Unterricht verpassen.
    Interessanterweise beteiligt sich die Privatschule meiner Nichte und meines Neffen nicht an den Demonstrationen.

    Schreiben nach Gehör, Grundschulen ohne Noten, ähnliche Schulexperimente und nun Fridays for Future, wenn es längerfristig durchgezogen wird, schadet es vorallem denen die sich daran beteiligen.

    Ich bin in einer Arbeiterfamilie in der DDR groß geworden. Meine Schulzeit, teils vor der Wende teils danach, und meine Zukunft wurde nur durch mein Leistungswillen und nicht durch das Vermögen meiner Eltern bestimmt, dafür bin ich dankbar. Zeiten ändern sich und die Verlierer und die Gewinner beklatschen es.

  8. #53
    Zitat Zitat von homunkulus Beitrag anzeigen
    dass jeder einzelne was für den klimaschutz tut ist gut und schön aber nicht ausreichend; nur staatlich organisierte massnahmen wären effizient genug. aber in demokratien sind entscheidungsprozesse viel zu träge und "kompromissbelastet" um rechtzeitig die kurve zu bekommen.
    Quatsch. Wenn sich jeder Einzelne um den Klimaschutz scheren würde, als nachhaltig leben + konsumieren würde, würde die Industrie sich zack-zack umstellen.

  9. #54
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Quatsch. Wenn sich jeder Einzelne um den Klimaschutz scheren würde, als nachhaltig leben + konsumieren würde, würde die Industrie sich zack-zack umstellen.
    Jein, wir brauchen einen Mix aus protestierenden Endverbraucher, Firmen, die auch mal was neues wagen und einen Gesetzgeber, der hin und wieder eingreift und klar macht, in welche Richtung es gehen muß.

    Im Moment ist z.B. die Plastikverpackung bei Obst und Gemüse im Gespräch. Ich bin mir zu 100% sicher, wenn es heute ein Gesetz gäbe, das Plastikverpackungen verbietet, hätte ein kluger Ingenieur sehr schnell ein Netz für Äpfel, Bananen oder Orangen aus Naturfasern entwickelt.

  10. #55
    Frau Merkel hat ja nun als Reaktion auf die Schülerdemos einen radikalen Wechsel in der Verkehrspolitik angekündigt. Bis 2030 sollen die Verkehrsemmissionen mittels E-Autos und Wasserstoffautos um 40 bis 42 Prozent gesenkt werden. Naja, immerhin etwas.
    Wir seh'n mit Grausen ringsherum:
    Die Leute werden alt und dumm.
    Nur wir allein im weiten Kreise,
    Wir bleiben jung und werden weise.

    Eugen Roth

  11. #56
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    Bund/Länder schaffen es schon lange lange nicht mehr, Schüler gemäß Lehrplan unterrichten zu lassen
    die Lehrer-Fehlzeiten sind jetzt schon hoch und werden aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren noch bedeutend höher

    und jetzt demonstrieren Schüler für ein, im Prinzip unzweifelhaft hehres und wichtiges Ziel, und dann kommen die Tante und der Onkel aus der Politik und machen "du du du", das schreiben wir Dir aber als "unentschuldigt" ins Klassenbuch

    Die kommen sich gar nicht lächerlich vor, ja?

  12. #57
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Frau Merkel hat ja nun als Reaktion auf die Schülerdemos einen radikalen Wechsel in der Verkehrspolitik angekündigt. Bis 2030 sollen die Verkehrsemmissionen mittels E-Autos und Wasserstoffautos um 40 bis 42 Prozent gesenkt werden. Naja, immerhin etwas.
    ja aber immer nur Autos, scheint in der Globalisierung die kostengünstigste Variante zu sein.
    Bild:
    ausgeblendet

  13. #58
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Naja nun nicht, weil ich älter bin. Sondern weil ich mitmache bei der Zerstörung der Umwelt. Theoretisch könnte ich viel nachhaltiger leben als ich es tue. Also trage ich auch Mitschuld daran.

    Ich nehme an, Du auch.

    Das ist ausnahmsweise nichts, was man auf die Politiker, die Medien, die Gutmenschen, die Gesellschaft schieben kann, so als hätte man nichts damit zu tun.
    Richtig, aber deshalb muss ich doch Kinder und Jugendliche da nicht ausnehmen und sie frei sprechen von allen Sünden. Die Jugend ist heute anders als vor 20-30 Jahren, hat auch mit Digitalisierung zu tun. Handys brauchen Stoffe, die es nur in der 3. Welt gibt, genauso wie Batterien für E-Autos, dafür ein Blick schaffen, das wir woanders die Umwelt und Menschen zerstören, damit wir hier jedem ein Smartphone in die Hand drücken. Aber sag mal jemanden, das er auf sein Smartphone verzichten soll.
    Habe jetzt gelesen, das bei den Demos vor allem Mädchen, die Abitur machen und geordnet leben, dort mitmachen. Also die Elite von morgen, für die es sicher auch einfacher wird umwelt-und klimafreundlich zu leben und sich das auch leisten können werden.
    Wie gesagt Sozial und Umweltschutz gehören zusammen, das mein anliegen, das die jungen Leute dafür auch ein Blick bekommen und nicht wie manch heutige elitäre Schichten das nicht tun, die Unterschicht nicht mehr wahr nehmen. Klimaschutz ist ein riesen Geschäft und wird für viele zu teuer werden, da wird sich die 2 Klassengesellschaft weiter spalten und as darf nicht passieren.
    Bild:
    ausgeblendet

  14. #59
    @Manitu

    Ich kann dir wirklich nur wiederholt empfehlen, an einem Freitag mal hinzugehen und dir die Jugendlichen anzuschauen. Was du da schreibst sind Vorurteile vom hören sagen. Woher willst du wissen, daß "die" nichts tun? Oder nicht bereit sind an ihrem Lebenswandel was zu ändern?

  15. #60
    1st Präsident of the IOFF Avatar von Üfli
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Richtig, aber deshalb muss ich doch Kinder und Jugendliche da nicht ausnehmen und sie frei sprechen von allen Sünden.
    Verlangt auch keiner, aber das ist nur eine Nebelkerze um sich nicht mit dem eigentlichen Thema Schulstreik beschäftigen zu müssen.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Die Jugend ist heute anders als vor 20-30 Jahren, hat auch mit Digitalisierung zu tun. Handys brauchen Stoffe, die es nur in der 3. Welt gibt, genauso wie Batterien für E-Autos, dafür ein Blick schaffen, das wir woanders die Umwelt und Menschen zerstören,
    Sie lasen ein Posting eines User aus der Generation "Nach uns die Sintflut, wir pusten euch mit FCKW-Treibmittel vom Planeten".


    Und ja, die Jugend von heute ist zum Glück anders als vor 20-30 Jahren, das ist die Hoffnung die bleibt für unseren Planeten!
    1st Präsident of the IOFF!
    Authentisch, kompetent, volksnah
    Jetzt auch mit Imagewechsel und in unsachlich!


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