Unser Forum ist in Gefahr!



Liebe Besucher,

leider müssen wir euch kurz unterbrechen:


Das EU-Parlament stimmt nächste Woche über eine Urheberrechtsreform ab,
die uns in unserer Existenz bedroht.


Offener Brief der Forenbetreiber

Wir bitten euch daher darum, dass ihr


Vielen Dank für eure Unterstützung!


Eure Forenbetreiber


Wir sind Teil des #321EUOfflineDay


Seite 48 von 64 ErsteErste ... 3844454647484950515258 ... LetzteLetzte
Ergebnis 706 bis 720 von 948
  1. #706
    Zitat Zitat von Rebo Beitrag anzeigen
    Ich denke auch - mit den vielen Nachfragen der Medien nach neuen Köpfen - da sollten sie sich Zeit lassen.
    Wähler ändern Meinungen schnell - oft sind grad bei Krisen die alten Köppe gefragt (ausgenommen die Umweltkatastophen das bringt weiterhin Stimmen für grünen)
    Da bin ich komplett anderer Meinung. Die alten Köppe, das sind nämlich meistens diejenigen, welche die Krise überhaupt erst augelöst haben. Leute wie Merz oder auch Gabriel jetzt aus der Mottenkiste zu holen wäre für beide Parteien fatal.

  2. #707
    Zitat Zitat von mk431 Beitrag anzeigen
    Das kommt noch, denn es stehen ja immerhin noch 4 Wahlen bis zum nächsten Februar an und spätestens wenn die SPD die GroKo aufkündigen wird, haben CDU/CSU ein Personalproblem, denn erst jetzt merkt man, dass man wegen Merkel im Herbst 2017 30+x % geholt hat und nicht trotz Merkel.

    Dass die Grünen so stark sind, liegt auch an den GroKo-Parteien.

    1. Klimaziele für 2020 werden nicht mal annähernd erfüllt, die für 2030 benötigen schon eine gewaltige Kraftanstrengung.
    2. Total verfehlte Umweltpolitik, die jetzt zu Fahrverboten in Großstädten führt. Da sind wir ja noch lange nicht am Ende mit diesem Thema, da noch über 20 Gerichtsverfahren anhängig sind.
    3. Total verfehlte Verkehrspolitik, wo in den Städten immer mehr Leute merken, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Nicht umsonst waren die Grünen bei der Europawahl in 9 der 10 größten deutschen Städte vorne, vor allem auf Kosten der SPD.
    4. Die Grünen haben schlichtweg die besseren Spitzenkandidaten als CDU/CSU und SPD und das ist inzwischen schon ein Faktor.

    Die CDU setzt auf den Faktor Zeit um den passenden Kanzlerkandidaten zu finden. Ich vermute, das wird nicht AKK sein, weil man sie nach weiteren Wahlergebnissen verantwortlich machen wird. Dass die Groko spätestens dann im Februar Geschichte ist, wissen sie wohl alle. Sollte die SPD das Ganze schon früher platzen lassen, dann haben sie ein Problem. Deshalb zeigt auch jetzt schon jemand wie Laschet auf.

    Und wenn diese alte Groko aufgelöst ist, dann wird sich meines Erachtens die Unzufriedenheit auch nicht mehr so deutlich im Hoch der Grünen an der Wahlurne ausdrücken wie es jetzt in Umfragen der Fall ist.

  3. #708
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Da bin ich komplett anderer Meinung. Die alten Köppe, das sind nämlich meistens diejenigen, welche die Krise überhaupt erst augelöst haben. Leute wie Merz oder auch Gabriel jetzt aus der Mottenkiste zu holen wäre für beide Parteien fatal.
    das ist doch richtig - dem stimm ich zu, die will niemand - die sind zur Zeit auch nicht angesagt.
    In Krisenzeiten ist gerade ja zu sehen - Angela meist vorn oder hinter dem Habeck - und selbst Olaf Scholz findet weiter vorne statt

  4. #709
    Zitat Zitat von Rebo Beitrag anzeigen
    das ist doch richtig - dem stimm ich zu, die will niemand - die sind zur Zeit auch nicht angesagt.
    In Krisenzeiten ist gerade ja zu sehen - Angela meist vorn oder hinter dem Habeck - und selbst Olaf Scholz findet weiter vorne statt
    Scholz hat für mich beim G20-Gipfel in Hamburg total versagt. Der hat nämlich sehr gut gezeigt, daß er entweder total unfähig ist. Oder aber er ist ein Schoßhündchen der CDU.

  5. #710
    Der Grüne Hartmann schlagt die Urwahl eines/einer grünen Kanzlerkandidaten vor. Könnte es also sein, dass die Grünen Baerbock wählen würden, obwohl (allen Umfragen zufolge) Habeck die größeren Chancen eingeräumt werden.

  6. #711
    .
    Geändert von BlackGirl (16-06-2019 um 12:14 Uhr) Grund: verlesen. Kein Mindestalter.

  7. #712
    Zitat Zitat von Serge Beitrag anzeigen
    Ich denke die Einstellung dass man sich die Grünen leisten können muss stellt sich so langsam als historischer Irrtum heraus.

    Die Unfähigkeit von Union, SPD und FDP muss man sich leisten können.
    … und zwar sowohl finanziell als auch inhaltlich (angesichts ungezählter ungelöster Probleme).


    Zitat Zitat von mk431 Beitrag anzeigen
    Das kommt noch, denn es stehen ja immerhin noch 4 Wahlen bis zum nächsten Februar an und spätestens wenn die SPD die GroKo aufkündigen wird, haben CDU/CSU ein Personalproblem, denn erst jetzt merkt man, dass man wegen Merkel im Herbst 2017 30+x % geholt hat und nicht trotz Merkel.

    Dass die Grünen so stark sind, liegt auch an den GroKo-Parteien.

    1. Klimaziele für 2020 werden nicht mal annähernd erfüllt, die für 2030 benötigen schon eine gewaltige Kraftanstrengung.
    2. Total verfehlte Umweltpolitik, die jetzt zu Fahrverboten in Großstädten führt. Da sind wir ja noch lange nicht am Ende mit diesem Thema, da noch über 20 Gerichtsverfahren anhängig sind.
    3. Total verfehlte Verkehrspolitik, wo in den Städten immer mehr Leute merken, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Nicht umsonst waren die Grünen bei der Europawahl in 9 der 10 größten deutschen Städte vorne, vor allem auf Kosten der SPD.
    4. Die Grünen haben schlichtweg die besseren Spitzenkandidaten als CDU/CSU und SPD und das ist inzwischen schon ein Faktor.
    So ist es.

    Eigentlich hätte ich erwartet, dass noch viel mehr Wähler jetzt grün wählen. Was ist denn das für eine Haltung, dass die Abgas-Betrüger bei den Autoherstellern mit ihrem Betrug einfach durchkommen und nicht haftbar gemacht werden? Stattdessen sperrt man Straßen für bestimmte Fahrzeuge? Und das lassen wir uns gefallen??

    Das ist so ein unglaublicher Schwachsinn, und es betrifft so viele ganz normale Bürger und Steuerzahler. Beispiel: In Berlin soll die Leipziger Straße für Diesel-Fahrzeuge bis einschl. Euro 5 gesperrt werden. Das ist eine der wichtigsten Ost-West-Achsen der Stadt, großenteils achtspurig. Was wird passieren, wenn die für die Diesel dicht ist? Wer dort nicht mehr fahren darf, aber ungefähr dort lang muss, wird auf die kleinen, zweispurigen Seitenstraßen ausweichen. Ich möchte nicht wissen, was das für die Anwohner bedeutet. Die Auswirkungen der Abgase dürften dort noch weit schlimmer sein als in der breiten Leipziger Straße.

    Und die Autohersteller, die ein Schweinegeld mit den Tricksereien verdient haben, lehnen sich bequem zurück. Sie werden nicht mal zur Nachrüstung verpflichtet! Generell scheint sich ja die Aufregung auch schon wieder zu legen, obwohl ich das alles absolut skandalös finde, und zwar nicht nur im Hinblick auf die Umwelt, sondern vor allem im Hinblick auf den Umgang mit Betrügern und mit ihren Opfern.

    Die Opfern sollen hier zahlen und die Betrüger werden geschont. Da könnte ich k***.

    Weder CDU/CSU noch SPD scheint das zu interessieren. Die AfD übrigens auch nicht, oder gar die FDP. Nur die Grünen haben von Anfang an gefordert, dass die Verursacher haften sollen.

    Das ist nur eines von etlichen Beispielen, wo die GroKo und auch die anderen Parteien völlig versagen. Da hilft nur noch Grün.


    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Da bin ich komplett anderer Meinung. Die alten Köppe, das sind nämlich meistens diejenigen, welche die Krise überhaupt erst augelöst haben. Leute wie Merz oder auch Gabriel jetzt aus der Mottenkiste zu holen wäre für beide Parteien fatal.
    Sehe ich genauso.


    Zitat Zitat von Wero Beitrag anzeigen

    Die CDU setzt auf den Faktor Zeit um den passenden Kanzlerkandidaten zu finden. Ich vermute, das wird nicht AKK sein, weil man sie nach weiteren Wahlergebnissen verantwortlich machen wird. Dass die Groko spätestens dann im Februar Geschichte ist, wissen sie wohl alle. Sollte die SPD das Ganze schon früher platzen lassen, dann haben sie ein Problem. Deshalb zeigt auch jetzt schon jemand wie Laschet auf.

    Und wenn diese alte Groko aufgelöst ist, dann wird sich meines Erachtens die Unzufriedenheit auch nicht mehr so deutlich im Hoch der Grünen an der Wahlurne ausdrücken wie es jetzt in Umfragen der Fall ist.
    Abwarten. Was Laschet betrifft: Der hat schlau taktiert, als er sich nicht für den Vorsitz beworben hat. Der weiß genau, dass er da angesichts der zu erwartenden Wahlschlappen nur hätte verlieren können. So wartet er im Hintergrund, bis die anderen demontiert werden - und wirft dann seinen Hut in den Ring.

    Unter den gegebenen Umständen wäre er in den CDU-Reihen wohl das kleinere Übel, verglichen mit anderen möglichen Kandidaten. Aber ich finde, es ist an der Zeit, mal den Groko-Parteien eine Auszeit zu gönnen, in der sie sich neu sortieren können, und den Grünen eine (Kanzler/innen-)Chance zu geben. Zum einen können sie dann mal zeigen, ob sie ihren Worten auch Taten folgen lassen, zum anderen können sie den Job auch kaum schlechter machen als die anderen. Und last but not least: Was gab's für ein Geschrei, als der Turnschuh-Minister ins Außenamt kam. Und wie anerkannt war Joschka Fischer als Außenminister, als er abtrat. Manche Menschen wachsen mit ihren Aufgaben.

  8. #713
    Das hat jetzt nicht unmittelbar mit dem Parteivorsitz zu tun, aber was ich in dem folgenden Ausschnitt aus der Bundespressekonferenz höre, lässt mir die Haare zu Berge stehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=sDbFaud885s
    Auch die (sogar im Widerspruch zum Koalitionsvertrag stehenden) Waffenexporte an die Vereinigten Arabischen Emirate trägt die SPD in loyaler Treue zu den traditionellen Waffenlobbyfreunden der CDU mit. Bevor in dieser Angelegenheit nicht ein gegenteiliger Kurs eingeschlagen wird, kann ich sicherlich nicht irgend wann mal wieder SPD wählen.

  9. #714
    INSA hat neue Zahlen (17.06.2018):

    Union 25
    GRÜNE 25
    AfD 13.5
    SPD 13
    FDP 9
    LINKE 9

  10. #715
    Zitat Zitat von Serge Beitrag anzeigen
    Das zeigt auch dass SPD-Wähler nicht links sind.
    Ist die Linke überhaupt links ? Die Thematik der Linken passt auch locker für die Mitte, reine links oder reine Mitte gibt es so doch gar nicht.
    Wenn die SPDler nicht links sind, warum wechseln sie dann, dann können sie doch auch bei der SPD bleiben.
    Geändert von Manitu (17-06-2019 um 21:11 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  11. #716
    *321* Avatar von suboptimal
    Ort: Ein Schritt vor Belgien
    Alle sind radikal.
    *Jeder Jeck es anders* *Et es, wie et es* *Et kütt, wie et kütt* *Et hätt noch emmer jot jejange* *Wat fott es, es fott* *Et bliev nix, wie et woor* *Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett* *Wat wellste mache?* *Mach et joot, ävver nit ze off* *Wat soll de Quatsch?* *Drinkste eene met?*

  12. #717
    Zitat Zitat von suboptimal Beitrag anzeigen
    Ich glaube schon, dass viele nicht mehr wählen. Dafür konnten andere dazu motiviert werden, wählen zu gehen, daher die recht hohe Wahlbeteiligung, auch ohne die Ex-SPDler. Grüne sind natürlich auch eine Alternative.

    Aber anscheiend die LINKE nicht... Warum wohl...
    Eine Erklärung ?

    https://www.nzz.ch/feuilleton/zizek-...-tKpA9h-SRJKeA

    "Selbst der Erfolg der Grünen in den Wahlen passt in dieses Muster: Er ist weniger ein Ausdruck eines echten ökologischen Erwachens als vielmehr eine Art perfekter Ersatzstimme. Grün haben all jene gewählt, die den Glauben an die vorherrschende verknöcherte Politik des europäischen Establishments verloren haben, zugleich aber die nationalistisch-populistische Reaktion darauf ablehnen und nicht bereit sind, für eine radikalere Linke zu stimmen. Die Grünen waren – und sind – die perfekte Option für Leute, die das Gefühl haben wollen, etwas ändern zu wollen, ohne doch wirklich etwas zu verändern."

    Ein bisschen was verändern, aber doch nicht so viel.
    Aber im Moment hauen die Grünen auch alles raus, selbst Enteignungen von Wohnungen können sie sich vorstellen, Hartz4 abschaffen, Kindergeld erhöhen. das ist natürlich auch für Linke Wähler oder linke SPDler recht interessant als Alternative. Und sehen, das die Grünen so stark werden und sind, das sie wirklich was ändern können, warum ihre Stimme dann der 8%Partei Linke geben. Die Grünen geben Hoffnungen, die sie irgendwann selbst wieder erdrücken und an der Realität scheitern lassen. Liebe macht blind schrieb die TAZ. Dann rennen die alle wieder zurück zur SPD.
    Geändert von Manitu (17-06-2019 um 20:56 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  13. #718
    Zitat Zitat von Zinga Beitrag anzeigen
    Die These ist falsch aber nicht neu. Gängige These im Geschwurbel der AfD-Fanboys im Internet.
    Das Hoch der Grünen, die stagnierenden Umfrage-Werte der AfD und die Wählerwanderungen widersprechen der These.
    Die Grünen und die AfD trennen Welten in ihrer Programmatik.
    Inwiefern sollte es irgendeine Wechselbeziehung zwischen AfD und den Grünen, von denen beide profitieren.
    Die AfD selber feiert den Spitzenplatz in Sachsen und Brandenburg nur verhalten. Die AfD hat nichts dazu gewonnen. Im Vergleich zum Herbst 2018 sogar verloren. Die Verluste der CDU und der SPD zu Gunsten der Grünen macht die AfD zur stärksten Kraft in Sachsen und Brandenburg


    Geht es noch perverser!
    Du vergleichst die Angst der AfD-Kritiker, die von Rechtsextremisten mit Todesdrohungen und Veröffentlichung ihrer Privatadressen mit der Kommentierung einer Kritik an den Grünen.
    So nebenbei der übliche rechte Tenor, man dürfe ... nicht kritisieren, es gibt ja keine Meinungsfreiheit.
    Du versuchst mir immer irgendwie was rechtes anzulasten. Auch ein Problem für Linke, die nicht unbedingt den linken Tenor und der linken "Ideologie" 100%ig folgen wollen. Viele die auch aufgrund dieses Beschimpfens und in die rechte Ecke gestellt zu werden, aus Protest dann zur AFD sind oder gar nicht wählen.
    Ich habe nicht geschrieben, das Grüne und AFD irgendwas gemeinsames haben, nur sie werden als die Gegensätze des anderen wahrgenommen. Und können dadurch beide profitieren.
    Fakt ist, das viele Parteien und Politiker momentan Angst vor den Grünen haben und sich davor hüten die Grünen massiv anzugehen, gerade "linke" Parteien. Die Linken wollen nun unbedingt zeigen, das sie mitregieren wollen und machen den Grünen einige Avancen. Frau Kipping kam mir nach der EÚ Wahl in der Analyse neben Hr. Habeck doch recht schleimig vor. Und die SPD hat Angst, das sie noch mehr Wähler an die Grünen verlieren, die werden sich hüten die frontal anzugehen, darum ruderte Schäfer Gümpel dann auch zurück. Über die AFD gab es viele Sendungen, viele Artikel, viel Kritik, viel Aufregung und trotzdem konnte man sie nicht stoppen, man konnte denken, mit jeder Talkshow ohne ihr Beisein haben die wieder paar Stimmen hinzugewonnen. Weil viele Leute haben gemerkt, oh guck wie die sich Ärgern über die AFD, das ist cool.
    Das konnte die AFD gut nutzen als Protest, obwohl ihre Politik für die meisten ihrer Wähler im sozialen Bereich gar nicht gut ist. Die Linke wiederum will weg von diesem Protestimage, wollen regieren, machen SPD und Grünen Avancen, haben in Regierungsverantwortung kaum was nennenswertes erreicht, dazu das ignorieren von Problemen mit der Migration, das ignorieren der Ängste ihrer Klientel und dadurch stoßen sie Wähler wieder ab ohne das eine andere Wählerschicht nennenswert hinzukommt. Der Wähleraustausch, der bei den Grünen funktionierte, klappte bei der linken nicht und so steht man dort, wo man gerade steht.
    Geändert von Manitu (17-06-2019 um 21:05 Uhr)
    Bild:
    ausgeblendet

  14. #719
    Hier auch ein interessanter Artikel über den erfolgreichen Herr Habeck.

    https://www.heise.de/tp/features/Hab...KzjeK4GIiW_zaU

    "Grünen-Politiker werden gerne dafür kritisiert, gerade auch in Umweltschutzfragen allzu schnell einzuknicken, sobald sie in der Regierungsverantwortung stehen. Häufig zitierte Beispiele sind die hessischen Grünen mit ihrer Zustimmung zum Frankfurter Flughafenausbau sowie die nordrhein-westfälischen Grünen mit ihrer Zustimmung zum Abholzen des Hambacher Forstes zwecks Braunkohleförderung. Die aktuelle Lichtgestalt am Grünen-Himmel, der zur Zeit beliebteste deutsche Politiker, Robert Habeck, kann sich nahtlos in dieser Linie einreihen - ein Aspekt, der trotz des enormen Medieninteresses an seiner Person kaum beleuchtet wird."

    "Habeck war von 2012 bis September 2018 stellvertretender Ministerpräsident sowie Minister für Energiewende und Umwelt in Schleswig-Holstein. In diesen Funktionen stand er für den Neubau eines LNG-Terminals in seinem Bundesland, das offenkundig auf Drängen von Donald Trump und der US-Fracking-Industrie gebaut werden soll."

    "Haben Schleswig-Holsteins Grüne mit ihrer Zustimmung zum LNG-Projekt ihren Regierungspartnern CDU und FDP anderweitige umweltpolitische Zugeständnisse abgetrotzt? Dies ist nicht erkennbar. Denn um das Terminal als möglichst teure Verhandlungsmasse in die Koalitionsgespräche einzubringen, hätte man es im eigenen Wahlprogramm kritisch erwähnen müssen - was mit keinem Wort geschehen ist, trotz der ausdrücklichen Ablehnung von Fracking "wegen massiver Schäden für Mensch und Umwelt".

    Im benachbarten Niedersachsen kämpfen die Landes-Grünen gegen ein entsprechendes LNG-Terminal. Dort sitzt man aber auch auf den Oppositionsstühlen und nicht auf der Regierungsbank"

    "Unablässig wird beklagt, dass Menschen über Fake-News manipuliert werden, dabei ist der Kern des Problems vielleicht ein ganz anderer: mangelndes Interesse an echten Fakten. Robert Habecks konkretes Regierungshandeln als Landesminister hat für seine Kür zum beliebtesten deutschen Politiker wohl kaum die entscheidende Rolle gespielt. Spätestens dann, wenn es in der Politik um Personen geht, gerät die Sachlichkeit ins Hintertreffen, und eine ganz andere Ebene kommt ins Spiel: Ein Politiker muss möglichst vielen Menschen eine Projektionsfläche anbieten für deren Hoffnungen und Ängste. Informationen über die bisherige Arbeit als politischer Entscheider sind da eher störend. Auch "Mutti" Merkel, die viel lieber blumige Reden hält, als Fragen zu den politischen Entscheidungen ihrer langjährigen Kanzlerschaft zu beantworten, passt hervorragend in dieses Erfolgsschema"
    Bild:
    ausgeblendet

  15. #720
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Du versuchst mir immer irgendwie was rechtes anzulasten.
    ..
    Ich kommentierte sachlich deinen Beitrag. Statt mir was zu unterstellen hättest du mit Argumenten antworten können.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    ..
    Auch ein Problem für Linke, die nicht unbedingt den linken Tenor und der linken "Ideologie" 100%ig folgen wollen. Viele die auch aufgrund dieses Beschimpfens und in die rechte Ecke gestellt zu werden, aus Protest dann zur AFD sind oder gar nicht wählen.
    ..
    Wie soll ich das verstehen. Linke, die linke Ideologien ablehnen werden als Rechte beschimpft und wählen aus Protest rechts. Gibt es dafür Beispiele zum besseren Verständnis.


    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe nicht geschrieben, das Grüne und AFD irgendwas gemeinsames haben, nur sie werden als die Gegensätze des anderen wahrgenommen. Und können dadurch beide profitieren.
    ..
    Ersteres habe ich dir nicht geschrieben. Das zweite, Grüne und AfD würden voneinander profitieren habe ich widerlegt. Siehe Umfragen und Wählerwanderungen.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    ..
    Über die AFD gab es viele Sendungen, viele Artikel, viel Kritik, viel Aufregung und trotzdem konnte man sie nicht stoppen, man konnte denken, mit jeder Talkshow ohne ihr Beisein haben die wieder paar Stimmen hinzugewonnen. Weil viele Leute haben gemerkt, oh guck wie die sich Ärgern über die AFD, das ist cool.
    ..
    Weder bei der Europawahl, noch bei den Kommunalwahlen und in den Umfragen konnte die AfD Zugewinne verzeichnen. Vom Niedergang der SPD und CDU profitierten nur die Grünen. Wie ich früher schon schrieb hat die AfD nur ein begrenztes Wählerpotential. Im Wahlkampfmodus versicherte heute wieder Herr Kalbitz den ca. 150 Teilnehmern einer Kundgebung in Dessau, man würde wachsen. Herr Meuthen sieht das realistischer und spricht angesichts der Umfragen von Seitwärtsbewegung. Man könnte auch sagen, die AfD ist gestoppt.


    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    ..
    Das konnte die AFD gut nutzen als Protest, obwohl ihre Politik für die meisten ihrer Wähler im sozialen Bereich gar nicht gut ist. Die Linke wiederum will weg von diesem Protestimage, wollen regieren, machen SPD und Grünen Avancen, haben in Regierungsverantwortung kaum was nennenswertes erreicht, dazu das ignorieren von Problemen mit der Migration, das ignorieren der Ängste ihrer Klientel und dadurch stoßen sie Wähler wieder ab ohne das eine andere Wählerschicht nennenswert hinzukommt. Der Wähleraustausch, der bei den Grünen funktionierte, klappte bei der linken nicht und so steht man dort, wo man gerade steht.
    Die AfD hat ihren geplanten Sozial-Parteitag in das nächste Jahr verschoben. Man will keine unnötigen Diskussionen und Verunsicherung der Wähler. Lieber bei den alten Werten der AfD bleiben und sich als nationaler Protest präsentieren, die für alle Probleme Flüchtlinge und Migranten bzw. den Islam verantwortlich macht.
    Die EU ist jetzt kein Thema mehr. Da sitzt man so bequem und abgesichert.

    Was die Linke angeht, verstehe ich dich so. Die Linke soll Fundamentalopposition sein, denn nur so kann sie groß und stark werden. Aber bitte nicht regieren und sich auf demokratische Kompromisse einlassen. Lieber auf der Oppositionsbank schmollen und sich selbst bedauern.


Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •