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Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1

    Unbequeme Schwulen-These ? Homo-Feature lief nicht im Radio ...

    Pressetext zum geplanten Radio-Feature:

    In der Bundesrepublik gilt die Integration von Randgruppen als hohe Norm, die nur selten hinterfragt wird. Aber wird die vorangetriebene "Normalisierung" wirklich allen schwulen Männern gerecht?

    Das avantgardistische Lebensgefühl oder die Verlockungen einer tabuisierten Sexualität ... . Sicher wünscht sich niemand die Repressionen gegen Schwule aus früheren Zeiten zurück - Aber muss die Gegenreaktion auf die Unterdrückung homosexueller Männer zwangsläufig in ihrer vollständigen Entzauberung bestehen ?

    In letzter Konsequenz würde diese Normalisierung zur Folge haben, schwule Männer lediglich als regenbogenfarbene Zielgruppe für die Wirtschaft wahrzunehmen; Als bewährte Wählerklientel für eine bestimmte politische Partei; Und die vielleicht letzte Hoffnung für die Hochzeitsausstatter ...


    Bild:
    ausgeblendet
    Radio-Feature zum Thema 'schwuler Wandel'

    Warum lief es nicht im Radio ? Ist die These, dass manche Schwule gar keine spezielle Fürsorge vom Staat haben wollen, so unbequem ? Gab es Bedenken seitens der in den Rundfunkräten vertretenen politischen Parteien ? Würde man es überhaupt zugeben, wenn es so wäre ?

    Was meint Ihr ?
    Geändert von wipfelruh (12-06-2019 um 13:56 Uhr) Grund: Layout-Anpassung

  2. #2
    ..nur noch lieb Avatar von FrauSchatz
    Ort: mal hier, mal da
    Interessanter Artikel und ziemlich lang

    Daß Homosexuelle sogar wesentlich spießiger sein können, als manch Hetero, habe ich in meinem Bekanntenkreis schon mehrmals beobachtet

  3. #3
    Ich habe hier:

    "Medizinisch sind sie -nicht zuletzt in Hinblick auf Aids- ihren spezifischen Bedürfnissen gemäß sehr gut versorgt"

    aufgehört zu lesen. Widerlich. Das klingt als wären homosexuelle Menschen eine besondere "Rasse", die spezielle medizinische Bedürfnisse hat.

  4. #4
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Ich habe hier:

    "Medizinisch sind sie -nicht zuletzt in Hinblick auf Aids- ihren spezifischen Bedürfnissen gemäß sehr gut versorgt"

    aufgehört zu lesen. Widerlich. Das klingt als wären homosexuelle Menschen eine besondere "Rasse", die spezielle medizinische Bedürfnisse hat.
    Ich würde meinen, homosexuelle Menschen -bzw. schwule Menschen- sind keine besondere 'Rasse', aber AIDS ist schon ein besonderes medizinisches Problem.

  5. #5
    Zitat Zitat von Ludowika Beitrag anzeigen
    Ich würde meinen, homosexuelle Menschen -bzw. schwule Menschen- sind keine besondere 'Rasse', aber AIDS ist schon ein besonderes medizinisches Problem.
    Natürlich. Aber da steht ja "nicht zuletzt in Hinblick auf Aids". Als wäre die Behandlung von HIV und Aids eins ihrer vielen spezielle medizinische Bedürfnisse.

  6. #6
    ..nur noch lieb Avatar von FrauSchatz
    Ort: mal hier, mal da
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Natürlich. Aber da steht ja "nicht zuletzt in Hinblick auf Aids". Als wäre die Behandlung von HIV und Aids eins ihrer vielen spezielle medizinische Bedürfnisse.
    Ich war vor längerer Zeit sehr gut mit einem schwulen Paar befreundet und durfte einige bevorzugte Lokalitäten, nebst Clique kennenlernen, und da war HIV ein großes Thema; sehr viel größer, als in Heterokreisen. Vielleicht ist das heute anders..

  7. #7
    Zitat Zitat von FrauSchatz Beitrag anzeigen
    Ich war vor längerer Zeit sehr gut mit einem schwulen Paar befreundet und durfte einige bevorzugte Lokalitäten, nebst Clique kennenlernen, und da war HIV ein großes Thema; sehr viel größer, als in Heterokreisen. Vielleicht ist das heute anders..
    Das bestreite ich doch gar nicht. Natürlich ist es da präsenter.
    Noch mal: Wenn ich schreibe "nicht ZULETZT im Hinblick auf Aids" impliziert das, dass es da noch viele andere spezifische medizinische Bedürfnisse gibt.

  8. #8
    Ich habe nichts gegen Homosexuelle und bin der Meinung, die Menschen sollen offen lieben dürfen, wen sie wollen.

    Einzig den CSD finde ich schwierig, wenn der Fokus nur auf Pimmel und Ledergeschirren zu liegen scheint. Das finde ich so platt irgendwie, aber vielleicht bin ich auch prüde.

  9. #9
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Ich habe hier:

    "Medizinisch sind sie -nicht zuletzt in Hinblick auf Aids- ihren spezifischen Bedürfnissen gemäß sehr gut versorgt"

    aufgehört zu lesen. Widerlich. Das klingt als wären homosexuelle Menschen eine besondere "Rasse", die spezielle medizinische Bedürfnisse hat.
    [schublade/auf]
    alle homosexuellen haben AIDS!11elf
    [schublade/zu]
    Die einzig relevante Werte-Einteilung in der Postmoderne: Witzig oder Nicht-witzig!

  10. #10
    Zitat Zitat von FrauSchatz Beitrag anzeigen
    Ich war vor längerer Zeit sehr gut mit einem schwulen Paar befreundet und durfte einige bevorzugte Lokalitäten, nebst Clique kennenlernen, und da war HIV ein großes Thema; sehr viel größer, als in Heterokreisen. Vielleicht ist das heute anders..
    Scheinbar sind sie da die klügeren Menschen unter uns allen, denn meine Patienten mit HIV sind in der Regel keine Menschen, die die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugen oder aber Menschen, die unfreiwillig durch medizinische Notfälle sich identifizierten.


    *in der Regel --> es gibt sie natürlich auch, aber der Anteil ist einfach deutlich geringer
    Und es ist lediglich MEINE persönliche Erfahrung mit dem Thema HIV/Aids

  11. #11
    ..nur noch lieb Avatar von FrauSchatz
    Ort: mal hier, mal da
    Ich schrieb nicht, daß die Mehrheit erkrankt wäre. Ich schrieb, es war ein großes Thema. Das heißt, es wurde sehr viel öfter thematisiert und es gab ein Bewußtsein darüber, welches ich damals in Heterokreisen nicht feststellen konnte. Aber wie gesagt, ist das sehr lange her..

  12. #12
    Zitat Zitat von FrauSchatz Beitrag anzeigen
    Ich schrieb nicht, daß die Mehrheit erkrankt wäre. Ich schrieb, es war ein großes Thema. Das heißt, es wurde sehr viel öfter thematisiert und es gab ein Bewußtsein darüber, welches ich damals in Heterokreisen nicht feststellen konnte. Aber wie gesagt, ist das sehr lange her..
    Bewußtsein ist immer ne gute Sache und das es keine Schwulenkrankheit ist, wissen wir ja auch lange und auch durch prominente, heterosexuelle HIV-positive wie Charlie Sheen und Nadja Benaissa.

  13. #13
    Also zum einen geht es ja um den Sarah Connor-Song. Das er "boykottiert" wird ist einfach geschicktes Marketing. Dies liegt eher am Ausdruck der ersten Zeile als dass er nicht gespielt wird weil es um schwule Liebe geht. Nicht umsonst wird nur diese weggelassen oder zensiert obwohl es auch im weiteren Songs um Vincents erste Liebe geht. Mit der Botschaft des Songs hat kein Radiosender ein Problem.

    Zum anderen: Ich habe nur den zitierten Absatz gelesen, aber finde es auffällig, dass es halt nur um die Entzauberung von Schwulen geht. Lesben scheinen kein Thema. Aber vermutlich sind sie auch weniger "entzaubert", da sie nicht so konsumfreudig (oft weniger Einkommen) und ein oft weniger "aufregendes" oder wie oben gemeintes tabuisiertes Sexualleben haben. Sie sind nicht dafür bekannt im Park oder auf Toiletten nach Sex zu suchen, haben keine Darkrooms etc. Das liegt aber vor allem daran, dass der § 175 nicht auf die Liebe unter Frauen ausgeweitet war. Es gab ja sogar Ende der 50er in Deutschland ein Gerichtsurteil, wo man entschied, dass eine innige Freundschaft unter Frauen kaum von einer lesbischen Liebe zu unterscheiden sei und deshalb eine Bestrafung nicht möglich sei.

    Wenn die "Entzauberung" bedeutet weniger Gefahr bei nächtlichen Abenteuern und anonymen Sex verhaftet zu werden wäre das für die meisten Schwulen voll in Ordnung. Ich denke die meisten sind glücklich offen mit ihren Beziehungen umgehen zu können, zu heiraten, den Partner abgesichert zu wissen usw. Und das andere ist ja nicht verschwunden. Wer es braucht, findet in Szene-Clubs oder Saunen den schnellen Sex oder fährt zu bekannten Crusing-Treffpunkten. Nur mit der Gewissheit deswegen nicht im Knast zu landen.

    Das es sowas noch gibt ist aber auch gut. Ganz normal ist es eben immer noch nicht. Es gibt immer noch viele, die sich z.B. beruflich nicht outen können. Oder aus familiären Gründen etc.

    Und zum letzten Absatz: Wirtschaft und politische Parteien bewerben immer Zielgruppen. Ob es der Tierliebhaber ist, der deswegen bestimmte Parteien wählt und für Hundefutter-Werbung empfänglich ist oder der Christ, für den z.B. Werbung für christliche Datingportale auf Spartensendern geschaltet wird.
    Geändert von IngridSchmidt (13-06-2019 um 07:39 Uhr)

  14. #14
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    [schublade/auf]
    alle homosexuellen haben AIDS!11elf
    [schublade/zu]
    Damit meinst Du hoffentlich nicht mich, denn genau DAS stößt mir ja u.a. auf im Artikel.

    Das homosexuelle (Männer) WESENTLICH häufiger von HIV und Aids betroffen sind, ist trauriger Fakt.

  15. #15
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Damit meinst Du hoffentlich nicht mich, denn genau DAS stößt mir ja u.a. auf im Artikel.

    Das homosexuelle (Männer) WESENTLICH häufiger von HIV und Aids betroffen sind, ist trauriger Fakt.
    Das sehe ich ja jetzt erst...
    Jesses! Du hist wirklich ein extrem unentspannter mensch!!!


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