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Ergebnis 16 bis 30 von 419
  1. #16
    Ich bin sensibel,du Arsch
    So, ich habe das Problem, dass ich nach meinen festen Mahlzeiten an Arbeitstagen noch ca. 350 Kalorien pro Tag übrig habe, die aber nachmittags durch Süßigkeiten aus Frust/Stress/Langeweile regelmäßig überschreite. Und oft schmeckt mir das Zeug nicht mal besonders, aber ich kaufe es, weil es im Angebot war und "es jetzt da ist". Und wenn ich einmal angefangen habe, kann ich mich nicht mehr zügeln und futter dann oft die ganze Packung.

    Ceterum censeo bin ich sehr froh, dass es nicht Little Allys Titel geworden ist.

  2. #17
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Kleiner Tipp, weil du ja gerne Nüsse futterst: Die würde ich sehr genau, also aufs Gramm, abwiegen. Nüsse haben einen verdammt hohen Fettgehalt, da ist ne Handvoll fast ne vollwertige Mahlzeit.
    Danke, da ich ja eh die Kalorien zähle, hab ich das entsprechend im Blick.
    Vorher hab ich auch immer mal Pistazien gefuttert - das mach ich nur noch ganz bewusst

  3. #18
    Zitat Zitat von cobrita Beitrag anzeigen
    Hier! :meld:

    Sehr schön, der thread! Auch wenn es schon so einige zu low-carb und Co gibt, das hier wird doch sicher eine allgemeiner mit verschiedenen Methoden, die man eventuell kombinieren und ausprobieren kann.


    16/8 werde ich zwar erst so gegen Ende Monat und Juli/August aufnehmen aber ich mach jetzt schon bisschen was. Eis statt Mittagessen war früher oft eine Option, weil es mir einfach zu heiss war draussen. Jetzt hab ich einen Obstgarten hier und darf mir Aprikosen, Maulbeeren, dann Pflaumen und was sonst noch so kommen mag holen. Joghurt (griechischer) ist inzwischen auch ein guter Ersatz aber so ab und an ein Eis, das will ich nicht unbedingt aufgeben.

    Und mein Minzwasser, das aber wirklich nur ganz hellgrün ist und wenig danach schmeckt. Einfaches Wasser löscht bei mir keinen Durst, wie ich schon geschrieben habe, dann brauch ich zu viele Tabletten, um es wieder loszuwerden.

    Seit ich umgezogen bin, lass ich auch gerne mein Auto stehen und hab eine Monatskarte für die Busse, da geh ich jetzt endlich mal viel mehr zu Fuss und nicht nur beruflich. Sollte vielleicht auch helfen.

    Mir geht's hauptsächlich darum, dass ich meine Nebenerscheinungen der Schilddrüse im Zaum halten kann und die seit den Wechseljahren aufgetretene "Wampe" loszuwerden. Ich hatte nie Bauch, eher Hintern und Beine und seither kann ich mich selber nicht mehr leiden mit dem Vorbau. Der muss weg, irgendwie. Und ich hoffe, das klappt jetzt endlich mal.

    Ich werde auf jeden Fall immer hier mitlesen und ab und an sicher auch was schreiben.
    16/8 ist für mich ideal. Die meiste Zeit von 16 schläft man.....Frühstücke eh selten....und die paar Stunden halte ich auch aus. Manchmal ist es hart wenn Frühstück aufgetischt wird.
    In der Ehre liegt Hoffung. *Alaska State Trooper*

  4. #19
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...
    Seit quasi auf den Tag genau mache ich seit 2 Jahren ohne Pause 16/8 - in der Variante, dass ich abends nichts esse. Meistens ist bereits der Nachttisch des Mittagessens meine letzte Mahlzeit, aber wenn es eine Kaffee-Einladung gibt, lasse ich bestimmt keine Torte stehen... Genuss ist mir wichtig.

    In diesen Zeit habe ich bis Ende letzten Sommers Gewicht verloren, insgesamt 10 Kilo, die sich so langsam (pro Jahr ca. 1 Kilo) an mich dran geklebt hatten. Seit letzten Sommer halte ich mit 16/8 mein Gewicht - ich denke mir, dass mein Körper schon genau weiß, dass es sich für ihn gut anfühlt.
    Inzwischen ist der "Sekundäreffekt" für mich fast wichtiger geworden - nämlich die Gesundheit! Meine Blutwerte sind top, ich denke es tut meinem Körper sehr, sehr gut sich über viele Stunden nur mit sich selbst und seinen Reparaturen zu beschäftigen, anstatt dauernd Essen zu verdauen.

    Kalorien habe ich nie gezählt, dass hätte ich keinen Tag durchgehalten. Ernährung ist bei mir grundsätzlich, aber nicht dogmatisch gesund - Zucker habe ich schon seit Kindheit nur als "Gewürz" gekannt - z. B. Getränke oder Joghurt waren nie gesüßt. Beim Kuchenbacken verwende ich nur ein Drittel des angegebenen Zuckers. Außerdem gibt es bei uns keine Fertig- und Tiefkühlprodukte. Gemüse und Fleisch wird frisch gekauft. Wir essen nur Dinkelvollkornnudeln, Naturreis, Dinkel, Hirse, und hin und wieder Kartoffeln. Wenn Süßigkeiten, dann Nüsse oder Schokolade ab 70, eher ab 85 %.

    16/8 muss zu einem passen - zu meinem Mann passt es nicht, auch wenn er es sehr bedauert. Aber dafür liebt er Frühstück zu sehr und abends mag er seine Knabbereien und seinen Grünen Veltiner zu sehr.
    Ich bin sehr froh, dass es zu mir perfekt passt - denn irgendeine Form von Diät, wo ich irgendeine Gruppe an Nahrungsmitteln einschränken müsste, wäre für mich entsetzlich und ich würde es niemals durchhalten.

  5. #20
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Bei mir hat 16/8 gar nichts gebracht bzw. nahm ich sogar damit zu . Grund: mein normales Essverhalten ist sowieso im Alltag schon sehr, sehr nahe an 16/8. Ich esse praktisch nie Frühstück, das ist schon seit meiner Kindheit so, ich hab früh einfach keinen Hunger. Meine erste Mahlzeit des Tages ist selten vor 12 Uhr (am Wochenende) und unter der Woche aufgrund später Mittagspause sogar oft erst zwischen 13 und 14 Uhr. Spätabends überkommt mich selten Heißhunger, Betthupferl gab es noch nie und Nachts stand ich noch nie hungrig vorm Kühlschrank. Aber, ich mache das nicht geplant, ich hab Phasen, in denen ich auch mal Vormittags Hunger habe und dann esse ich auch eine Kleinigkeit und wenn es Abends mal später mit dem Essen wird, dann setze ich mich auch nicht unter Druck. Aber als ich gezielt 16/8 machte, hatte ich aber das Gefühl, dass ich mich im erlaubten Zeitraum total sattessen müßte, weil ich dann erstmal nichts mehr essen darf, das führte prompt zu Gewichtszunahme. Also bin ich doch wieder zu meinem lockeren 16/8 zurückgekehrt.

    Meine Tante, die vorher mindestens dreimal am Tag gegessen hat, hat aber mit 16/8 sehr viel abgenommen, hängt wohl davon ab, wie der Essrhythmus vorher aussah. Sie spart sich damit mindestens eine Mahlzeit.

  6. #21
    Oh, hier ist ja schon jede Menge Besuch im Haus! Wie schön!

    Gemeinsam werden wir es wuppen.


    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Oh, der Startschuss - danke

    Die Zündertage wollte ich auch nachfragen, habe vergessen, was das ist


    Ich möchte meine Ernährung auch gerne umstellen.
    Ich habe mich immer extrem ungesund ernährt. Ich nahm aber nie zu - nur das zählte erstmal für mich.

    Ab Mitte 30 fing es aber an dass ich Jahr für Jahr ein bisschen mehr gewogen habe als im Vorjahr. Aus 2 kg mehr waren es dann am Ende sukzessive 15 kg geworden. Und mit denen kämpfe ich seit Jahren.
    Die Zündertage erkläre ich gern nochmal, zwecks Übersichtlichkeit mache ich das aber besser in einem eigenen Posting.

    Ich habe mich zwar nie wirklich ungesund ernährt, aber auch nicht wirklich diszipliniert. Bei uns gab's z.B. nie gesüßte Getränke wie Limo oder Cola - schmeckt mir auch gar nicht. Aber ich koche sehr gern, und leider oft viel zu große Portionen. Da wird gern mal das Rezept aus dem Kochbuch unverändert gekocht, für 4 Personen - aber wir sind nur zwei. Mein Mann ist groß (1,94 m) und sportlich, hat jahrelang immer Ausdauersport getrieben, der konnte locker zwei Portionen wegputzen und blieb schlank. Aber dann blieb ja immer noch etwas übrig... Und damit die schwere Entscheidung: Eine Portion aufheben und am nächsten Tag essen? Aber dann war es ja zu wenig für uns beide. Oder den Rest noch essen?

    Meistens haben wir die Reste aufgehoben und am nächsten Tag in die nächste Mahlzeit "integriert", aber manches Mal eben auch nicht. Wenn's zu gut geschmeckt hat...

    Vor ein paar Jahren durfte mein Mann eine Zeitlang nach einer Herz-OP zunächst keinen Sport treiben, und leider hat er damit auch nicht wieder angefangen. Vorher ging es ihm ohne einfach schlecht, dann bekam er leicht Herzrhythmusstörungen; die sind dank OP nun weg, aber damit auch der Antrieb, Sport zu machen. Und nun zeigt sich auch bei ihm ein Bäuchlein... Er will das auch wieder weghaben und wird also Verbündeter im Geiste sein.

    Bei mir dagegen sind einfach im Laufe der Berufsjahre so etwa seit dem 30. Lebensjahr jedes Jahr ein bis zwei Kilo mehr hängen geblieben. Wenn man das mal umrechnet in Kalorien, dann sind das pro Jahr gerade mal 12.000 bis 15.000 Kalorien. Bei 15.000 heißt das: gut 40 kcal pro Tag, die ich mehr gegessen als verbraucht habe. Das ist nicht mal ein halber Apfel! Aber das Fatale ist eben: Es läppert sich. Bei mir hat es sich inzwischen auf rund 30 kg Übergewicht summiert. Und ich will ja nicht wieder 30 Jahre brauchen, sie loszuwerden. Natürlich habe ich immer wieder versucht, die überzähligen Kilos loszuwerden, das hat mal besser und mal schlechter geklappt. Aber am Ende kam immer Herr Jojo wieder zu mir. Deshalb - siehe dann unten...


    Zitat Zitat von dedeli Beitrag anzeigen
    Aber der Schlendrian setzt insbesondere jetzt, wo ich Urlaub habe, wieder ein . Solange wir unterwegs waren, war das kein Problem, da wir zwar lecker Tapas genossen haben, aber auch viel durch Barcelona gelaufen sind. Aber der Resturlaub zuhause ist fatal. Auch mein Süßigkeitenkonsum nimmt wieder zu. Prompt habe ich wieder zwei Kilo zugenommen. Das ärgert mich total, weil ich vor Barcelona auf meinem Tiefstgewicht seit 2014 war und seit letztem Sommer dann mehr als 18 kg abgenommen hatte. Betonung auf "hatte", ich hasse diese Schlendrian-Phasen, im Januar/Februar hatte ich auch schon eine, die mir auch ein paar Mehrkilos einbrachte, die ich dann wieder mühsam abnehmen mußte. Daran muß ich echt arbeiten...
    Wow, 18 kg sind doch schon toll!

    Ich habe auch gerade im Urlaub wieder 2 kg zugenommen. Na ja, in Bayern ist es echt nicht ganz einfach, sich "leicht" zu ernähren. Aber das finde ich nicht so tragisch. Nach der alten Weisheit: Übergewicht entsteht meistens nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten... Es passiert auch nicht in zwei oder drei Wochen Urlaub, sondern in der ganzen Zeit dazwischen. Ich habe mich im Urlaub auch sehr viel mehr bewegt als in den Jobphasen, und wir haben fast immer das Abendessen ausfallen lassen. Das hat den Schaden halbwegs begrenzt. Aber jetzt muss es wieder abwärts gehen...


    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Das ist auch manchmal lästig.
    Aber ich habe gemerkt, dass ich manche Lebensmittel garnicht richtig einschätzen kann.

    Da denke ich, dass das bestimmt total kalorienhaltig ist und bin ganz überrascht, wie wenig drin ist.
    Oder umgekehrt. Ich esse was, wo ich denke "ja, hat bestimmt ordentlich Kalorien, aber gönn ich mir jetzt, das hab ich früher so gern gegessen" - z.B. von Burgerking einen Big King XL - dann will ich das notieren und fast 1000 Kalorien.
    Nur ein Burger. Das hab ich früher mindestens einmal wöchentlich gegessen mit Pommes und einem Shake dazu.
    Da komme ich immer noch nicht drüber hinweg

    Einmal einen nicht-schmeckenden Muffin vom Kind gegessen, damit es nicht in den Müll geht. Ja, Muffin, ist kein Obst - aber dann stellt sich heraus, dass das fast 500 Kalorien hatte. Ein Muffin!!
    Da hätte ich vermutlich zwei Berliner dafür essen können, die dann auch noch schmecken

    Da ich zu solchen Fehleinschätzungen neige, wiege ich immer ab und lerne so mit der Zeit dann auch, welche Sachen gehaltvoll sind und welche nicht.
    Sonst würde ich vermutlich eher hungern und nichts abnehmen, obwohl ich "wenig" esse.
    Das ist für viele ein Problem - für mich auch. Man schätzt manche Sachen total falsch ein. Ein Croissant (pur) z.B. sieht doch eigentlich ziemlich harmlos aus - ist aber eine Kalorienbombe!

    Bei Tests, wo man einschätzen soll, welches von zwei Lebensmitteln mehr Kalorien hat, liege ich regelmäßig bei einigen Sachen daneben. Dieses ist allerdings noch recht einfach, da hatte ich 90 % richtig. https://www.gofeminin.de/abnehmen/ve...-s2488147.html

    Aber Kalorienzählen halte ich nicht durch, das ist mir einfach zu aufwändig. Lieber koche ich feste Rezepte, dann weiß ich, wieviel da drin steckt und bin auf der sicheren Seite.


    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Sorry an alle noch mal für OT.
    Keine Ahnung, ob ich als Thread-Eröffnerin darauf Einfluss habe, aber ich sag mal: Mich stört's nicht.


    Zitat Zitat von cobrita Beitrag anzeigen
    Und mein Minzwasser, das aber wirklich nur ganz hellgrün ist und wenig danach schmeckt. Einfaches Wasser löscht bei mir keinen Durst, wie ich schon geschrieben habe, dann brauch ich zu viele Tabletten, um es wieder loszuwerden.
    Hast Du mal versucht, das Wasser einfach mit frischer Minze statt Minzsirup zu aromatisieren? Minze wächst ja wie Unkraut im Blumentopf, da kann man einfach ein Töpfchen auf der Fensterbank haben und immer mal einen Zweig oder zwei abschneiden. Ab ins Wasser - schmeckt! Funktioniert auch mit einem Schuss Zitronensaft, erfrischt wunderbar.

  7. #22
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Danke, da ich ja eh die Kalorien zähle, hab ich das entsprechend im Blick.
    Vorher hab ich auch immer mal Pistazien gefuttert - das mach ich nur noch ganz bewusst
    Naja, permanent zählen und abwiegen wird schon stressig. Aber man hat ja so seine "Standardmahlzeiten" und wenn man da seine Mengen im Griff hat, hilft das schon. So Stichwort Nudeln, Reis und Co...

    Ansonsten, ich darf hier nochmal http://fddb.info empfehlen. Eine riesige Food-Datenbank mit Inhaltsangaben zu wirklich sehr vielen Produkten.

  8. #23
    So, ich hab's ja versprochen: Hier die Erläuterung der Zündertage und was es damit auf sich hat.

    Vor rund 10 Jahren hat mir eine Bekannte mal den Tipp gegeben, es mit dem Abnehmprogramm "Leichter leben in Deutschland" zu versuchen. Sie hatte damit 25 kg abgenommen und fühlte sich prima.

    Mein erster Versuch damit gelang nicht, aber als ich 2010 im Job endlich mal eine Zeitlang Unterstützung hatte und der Stresspegel dadurch deutlich sank, konnte ich das sehr gut durchziehen und habe in knapp vier Monaten 16 kg abgenommen. Das größte Wunder war für mich, dass es mir total leicht fiel und ich mich dabei richtig gut fühlte.

    Details für Interessierte:


    Entwickelt wurde das von einem süddeutschen Apotheker, der eine "Anleitung" sowie mehrere Kochbücher mit den passenden Rezepten dazu herausgegeben hat und sie über rund 1000 Apotheken in Deutschland vertreibt. Diese Apotheken sind verpflichtet, begleitende Ernährungsberatung anzubieten. In der Regel wurde damals ein Kurs mit fünf Abenden für insgesamt 50 € angeboten. Wer mehr wissen will, kann unter www.llid.de nachlesen. Ich selbst habe keinen der Kurse besucht, sondern mir alles im Kochbuch, das auch die Anleitung enthält, angelesen.

    Mittlerweile kann man die "Seminare" aber auch alle gratis unter Youtube finden. Das erste ist hier: https://www.youtube.com/watch?v=RtGx-49NkBc&t=1146s




    Das Prinzip ist eine Ernährungsumstellung, keine Diät - es gibt also keine Verbote und keine Zwänge. Allerdings gibt es Empfehlungen. Hält man sich nicht daran, hat man erfahrungsgemäß weniger Erfolg - so simpel ist das.

    Die Zündertage sind die ersten zwei Tage, in denen sehr fettarm und vor allem sehr kohlenhydratarm gegessen wird. Das ist zum einen ein guter psychologischer Startschuss, der meistens schon gut motiviert, weil danach in der Regel die ersten zwei Kilos schon weg sind, zum anderen (und vor allem) aber eine Art KH-"Entzug". Komischerweise verliert man schon nach diesen lächerlichen zwei Tagen den Heißhunger auf Süßkram aller Art. Wenn man dann nicht den Fehler macht und sich an Tag drei gleich wieder Süßes reinschaufelt, bleibt das auch so...

    Das Programm sah damals eine zweite Phase (gut 2 Wochen) mit sehr geringer KH-Zufuhr vor, ich glaube, das hat man inzwischen gelockert; aber ich persönlich fand das hilfreich, um nicht wieder in alte Muster zu fallen. Danach geht es in die normale Abnehmphase über.

    Ich hatte mir erst eines der Kochbücher gekauft und mich genau an die Rezepte gehalten. Das hat super funktioniert und mein Mann und ich waren erstaunt, wie gut die Gerichte schmeckten. Wir haben dadurch etliche neue Lieblingsrezepte gefunden. Mittlerweile besitze ich fünf Kochbücher von LliD…


    In der Hoffnung, dass dies nicht den Rahmen sprengt, setze ich mal in den Spoiler die Grundregeln rein, die ich mir in einer Superkurzfassung als Erinnerungsstütze notiert habe:




    LliD-Grundregeln:

    • 3 Hauptmahlzeiten - keine Zwischenmahlzeiten; Abstand > je 4 Stunden!
    • weniger Fett (max. 60 g pro Tag - aber hochwertiges Fett)
    • Zucker ist ein Gewürz
    • Vollkorn über alles
    • Ballaststoffe, nicht Kalorien machen satt


    Tipps:
    • geringere Dichte = mehr Volumen fördert Abnahme
    • Suppen, Soßen mit Gemüse ‚strecken’

    Aufbau:

    Phase I: 2 Zündertage

    An den Zündertagen wird der Blutzuckerspiegel heruntergefahren. Effekt: gleich zu Beginn eine deutliche Abnahme (= Erfolgserlebnis) und Ausschalten des Hungergefühls bzw. insbesondere des Appetits auf dickmachende schnelle Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehlprodukte etc.).
    (These: Nur durch das Herunterfahren des Blutzucker- und Insulinspiegels ‚öffnen’ sich die Fettzellen und geben Fett ab, man nimmt ab und hat dabei keine Gier nach Süßigkeiten mehr und generell weniger Hunger.)

    Phase II: 16 Tage nach Plan

    Die folgenden 16 Tage sollen möglichst nach einem vorgegebenen Plan gestaltet werden; Prinzip: sehr wenig Kohlenhydrate (KH) zum Frühstück, der Körper bleibt dadurch auf Abnehmen gepolt; mittags Mischkost, aber auch mit reduzierter KH-Menge, abends wieder kaum KH (dafür mageres Eiweiß, reichlich Salat und Gemüse).

    Phase III: ‚normale’ Abnehmphase

    In der Abnehmphase gelten die LliD-Grundregeln, aber keine zusätzlichen Einschränkungen. Die tägliche Kalorienaufnahme sollte unter dem individuellen Leistungsumsatz liegen (optimal: 500 kcal weniger), aber nicht unter dem individuellen Grundumsatz, sonst droht der JoJo-Effekt. Die Dauer der Abnehmphase ist vom persönlichen Ziel und dem individuellen Tempo der Abnahme abhängig.

    Phase IV: Stabilisierungsphase

    Wenn das Wunschgewicht erreicht ist, sollte man sich weiter an die Grundregeln halten, insbesondere an die 3-Mahlzeiten-Regel, und das Vermeiden allzu zucker- oder stärkehaltiger oder zu fetter Lebensmittel. Wenn es trotzdem mal einen Rückfall gibt, einfach noch mal 2 Zündertage einlegen und falls nötig eine kurze Abnehmphase, bis wieder alles im grünen Bereich ist.


    Generell gilt: Außer an den Zündungstagen gibt es keine Verbote; wer sich weniger streng an die Regeln hält, nimmt eben langsamer ab, aber das kann jeder selbst entscheiden und steuern.

    Wenn man z.B. mal einen Jieper auf Süßes hat, sollte man es als Nachtisch essen, nicht als Zwischenmahlzeit, weil so der Blutzucker zwischen den Mahlzeiten nicht hochschießt, sondern der Süßkram vom Organismus besser ‚weggesteckt’ wird. Das gilt auch für Obst!


    Rezepte
    Zündertage: Grundsätzlich können alle Mahlzeiten an den Zündertagen durch Zünderdrinks* ersetzt werden (dürfen auch als ausschließliche Nahrung über längere Phasen genommen werden); sonst: zum Frühstück Beerenquark oder Schinken-Omelette oder Strammer Max; Mittag/Abend: Zündersuppe (vier verschiedene Rezepte) soviel man will, aber kein Brot dazu! Erlaubt sind auch z.B. Spargelsülze, gebratener Hüttenkäse, gebratene Zucchini mit Möhren etc… (siehe Kochbücher)

    Phase II: hauptsächlich kohlenhydratarme Gerichte (sog. Turbogerichte); Zünder- und Turborezepte eignen sich auch gut zum Ausbügeln kleinerer „Ausrutscher“. Grundsätzlich gilt: Bei Gemüse oder Salat kommt es nicht so genau auf die Mengen an, ob man ½ oder eine Paprika isst, ist im Effekt völlig egal; nur bei KH und Fett ist Vorsicht angebracht.



    * Man kann die entsprechenden Pulver zum Anmischen der Zünderdrinks in den teilnehmenden Apotheken oder online kaufen. Sie schmecken mir erstaunlich gut, sind aber relativ teuer - und keineswegs nötig. Quark tut's auch!





    Für die Zündertage gilt:

    Zum Frühstück darf man z.B. entweder 250 Quark mit 150 g Beeren (Sorte egal, aber kein anderes Obst, da Beeren weniger Zucker enthalten) essen oder ein Omelett mit Schinken oder Champignons (2 Eier, wenig Fett, kein Brot!!). Es gibt noch mehr Rezepte, aber das Prinzip wird sicher klar...

    Mittags und abends kann man entweder nochmal eines der Frühstücksrezepte essen (die sind immer erlaubt) oder eine Zündersuppe. Davon gibt es mehrere Rezepte; es sind leichte Gemüsesuppen, von denen man so viel essen darf, wie man will.

    Unser erklärter Favorit (und eines unserer Lieblingsrezepte generell, weil schnell, gesund und lecker) ist die "rote" Zündersuppe:

    (Rezept für eine Person)
    1 rote Paprika und 1/2 Gemüsezwiebel fein würfeln, in 1 El Olivenöl anbraten. Eine feingehackte Knoblauchzehe zufügen. (Ich würze dann immer noch mit mildem Paprika und Kräutern der Provence, aber das ist Geschmackssache.)

    Mit 300 ml Gemüsebrühe und einer Dose gehackter Tomaten aufgießen, 10 Min. köcheln lassen. (Ich gebe am Schluss noch Basilikum dazu.) Fertig.

    Zu jedem Teller Suppe ist ein TL saure Sahne erlaubt.


    Auch wenn das Rezept noch so simpel ist, es gibt davon inzwischen auf Youtube diverse Koch-Videos... Fast schon albern, aber wer Interesse hat, findet so etwas hier: https://www.youtube.com/watch?v=e0AyLIyfa5w&t=4s

    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht als Werbung rüber - das liegt mir fern. Sollte das kritisch gesehen werden, bin ich gern bereit, auch per PN Fragen dazu zu beantworten, soweit meine Zeit es zulässt.
    Geändert von chatte03 (13-06-2019 um 19:46 Uhr)

  9. #24
    Harmoniekeule Avatar von cobrita
    Ort: Chaotistan
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Und wenn Du Dein Minzwasser einfrierst?
    Das ist, wie wenn ich Mineralwasser einfriere und dann erst trinke. Soll leider nicht so gesund sein. Und eigentlich will ich ja nicht unbedingt fasten wie vor Ostern oder Weihnachten, sondern nur bestimmte Sachen einschränken. Eis im Sommer ess ich halt weniger als die Jahre zuvor und da war das teilweise doch fast eine Sucht "statt Mittagessen, die Kalorien sind ja fast die gleichen"... *seufz*

    Zitat Zitat von Berghuhn Beitrag anzeigen

    16/8 muss zu einem passen - zu meinem Mann passt es nicht, auch wenn er es sehr bedauert. Aber dafür liebt er Frühstück zu sehr und abends mag er seine Knabbereien und seinen Grünen Veltiner zu sehr.
    Ich bin sehr froh, dass es zu mir perfekt passt - denn irgendeine Form von Diät, wo ich irgendeine Gruppe an Nahrungsmitteln einschränken müsste, wäre für mich entsetzlich und ich würde es niemals durchhalten.
    Das stimmt. Ich muss frühstücken, schon weil ich ganz spezielle Uhrzeiten bei meiner Arbeit habe. Ich weiss, wann ich damit anfange aber nicht, wann Feierabend ist und zwischendurch hab ich oft gar keine Zeit, was zu essen. (Also trink ich mehr). Und sowas wie WW oder starre Diätpläne... die haben mein Leben lang nicht funktioniert. Ich hab halt auch am Anfang der Wechseljahre in 4/5 Monaten 20kg draufgekriegt. Obwohl ich dauernd unterwegs war und eigentlich mehr getrunken als gegessen hatte.
    Und das will ich jetzt irgendwie wieder ausgleichen. Wenn es Frau Schilddrüse noch erlaubt. Die ist fies und zickig.

    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    ....
    Hast Du mal versucht, das Wasser einfach mit frischer Minze statt Minzsirup zu aromatisieren? Minze wächst ja wie Unkraut im Blumentopf, da kann man einfach ein Töpfchen auf der Fensterbank haben und immer mal einen Zweig oder zwei abschneiden. Ab ins Wasser - schmeckt! Funktioniert auch mit einem Schuss Zitronensaft, erfrischt wunderbar.
    Das schmeckt gar nicht. Ich hab heute im Supermarkt gesehen, dass es wieder die Teebeutel für Eistee gibt. Ingwer/Orange oder Pfirsich/Mango z.B. Einfach mit kaltem Wasser aufgiessen und in den Kühlschrank damit. Da ich im Winter mit einem Beutel Hagebuttentee einen Liter hingekriegt habe, sollte das auch mit dieser Variante funktionieren. Und da brauch ich dann auch keinen Zucker drin. Muss nur schauen, was die Dinger kosten... Damit komm ich auch gut hin bis zum späten Frühstück, wenn ich daheim bin.

    Also nochmal: ich will zwar besser aufpassen aber so richtig "fasten" kommt erst wieder im Advent und dann wieder vor Ostern! So ab und zu was Süsses soll da schon auch mal vorkommen. Ab und zu!!!

    Vor ganz vielen Jahren gab es ja auch mal eine Reklame: "Das Hirn braucht Zucker!" Und das stimmt wohl, meine "Intellenz" braucht sowas ebenfalls. Und die Karosserie auch, wenn ich oft kilometerweit zu Fuss unterwegs bin (da ich das Auto ja inzwischen auch vermeiden kann)

  10. #25
    Nur damit das nicht falsch verstanden wird: Das LliD-Konzept ist nur am Anfang so KH-arm, das geht danach ziemlich "normal" weiter. Die Rezepte aus den Kochbüchern haben mir aber geholfen, mein Mengenmanagement beim Kochen besser in den Griff zu bekommen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel man essen kann, wenn man abnehmen will.

    Ich würde z.B. im Sommer auch nicht ganz auf Eis verzichten wollen. Aber ich versuche, mir vorzugsweise selbstgemachtes Fruchteis zu nehmen oder wähle beim Eis "auf die Hand" die Sandwich-Variante statt des dicken Eis am Stiel mit Mandel-Schoko-Überzug, weil ersteres viel weniger Kalorien hat.

    Es gibt auch leckere Kuchenrezepte mit weniger KH. Für den süßen Zahn wird also auch gesorgt.

  11. #26
    Don't eat the help! Avatar von Haifischli
    Ort: Ruhrpott


    ich zähle seit Oktober letztes Jahr Kalorien - bin aktuell bei 17 Kilo weniger

    ich will die Tage mal dieses Rezept ausprobieren
    https://www.kochbar.de/cms/nice-crea...e-2365342.html

    Zitat Zitat von Witwe Bolte Beitrag anzeigen
    So, ich habe das Problem, dass ich nach meinen festen Mahlzeiten an Arbeitstagen noch ca. 350 Kalorien pro Tag übrig habe, die aber nachmittags durch Süßigkeiten aus Frust/Stress/Langeweile regelmäßig überschreite. Und oft schmeckt mir das Zeug nicht mal besonders, aber ich kaufe es, weil es im Angebot war und "es jetzt da ist". Und wenn ich einmal angefangen habe, kann ich mich nicht mehr zügeln und futter dann oft die ganze Packung.

    Ceterum censeo bin ich sehr froh, dass es nicht Little Allys Titel geworden ist.
    Das kenne ich - zum Glück habe ich einen Action Laden um die Ecke und dort bekomme ich Rocky Rice Riegel, pro Riegel grade mal 93 kcal, esse ich gerne auf der Arbeit als Nervenahrung.

    Wieviel Mahlzeiten isst du pro Tag ?

  12. #27
    Ich bin sensibel,du Arsch
    Drei plus Snacks/Süßigkeiten am Nachmittag/frühen Abend.

  13. #28
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Nur damit das nicht falsch verstanden wird: Das LliD-Konzept ist nur am Anfang so KH-arm, das geht danach ziemlich "normal" weiter. Die Rezepte aus den Kochbüchern haben mir aber geholfen, mein Mengenmanagement beim Kochen besser in den Griff zu bekommen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel man essen kann, wenn man abnehmen will.

    Ich würde z.B. im Sommer auch nicht ganz auf Eis verzichten wollen. Aber ich versuche, mir vorzugsweise selbstgemachtes Fruchteis zu nehmen oder wähle beim Eis "auf die Hand" die Sandwich-Variante statt des dicken Eis am Stiel mit Mandel-Schoko-Überzug, weil ersteres viel weniger Kalorien hat.

    Es gibt auch leckere Kuchenrezepte mit weniger KH. Für den süßen Zahn wird also auch gesorgt.
    Bezüglich Mengenmanagement: Mich würde mal interessieren, wieviel g Trockennudeln bei dir dann eine Portion sind.

  14. #29
    Zitat Zitat von Haifischli Beitrag anzeigen
    ich will die Tage mal dieses Rezept ausprobieren
    https://www.kochbar.de/cms/nice-crea...e-2365342.html
    Das mache ich oft. Ich habs vor Jahren mal bei einer Freundin kennengelernt, die Weight Watchers gemacht hat. Da war das eins der Rezepte.
    Ich friere die Bananenstücke meist nur für 2-3 Stunden ein, dann lassen sie sich am besten pürieren. Ich füge nichts hinzu sondern verfeinere es zum Schluss mit einem EL Schokosauce, die ich drüberträufle.

  15. #30
    @Haifischli
    Glückwunsch! Dann bist Du ja auf dem richtigen Weg!

    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Bezüglich Mengenmanagement: Mich würde mal interessieren, wieviel g Trockennudeln bei dir dann eine Portion sind.
    Da hast Du den Finger ja schon mitten in der Wunde: Wenn ich nicht gerade in dem Abnehmprogramm bin, wiege ich nichts ab, wenn ich koche, sondern bemesse die Mengen "nach Gefühl". Denn in stressigen Phasen, in denen viele Dienstreisen und Überstunden anfallen, muss es beim Einkaufen und Kochen immer schnell gehen. Da wird nicht aufs Gramm geschaut und oft auch improvisiert mit dem, was noch im Kühlschrank ist. Nur eines gibt es bei uns nie: Fertigprodukte wie TK-Pizza oder so etwas. Es gibt Gemüse, Salat, mal ein Steak oder ein Hähnchenbrustfilet (nichts paniertes oder vorgewürztes) oder Fisch, auch schon mal Nudeln - aber wieviel Gramm das sind, wüsste ich nicht.

    Ich wiege die Zutaten nur ab, wenn ich nach Rezept koche, und das mache ich nur, wenn ich genügend Zeit habe. Nudeln und andere KH-lastige Nahrungsmittel kommen dann aber nur selten auf den Tisch, eher mageres Fleisch oder Fisch und viel Gemüse oder Salat. Dazu gehört aber auch schon ein entsprechend geplanter Einkauf, was wiederum etwas Planungszeit braucht.

    Aber ich weiß, wenn ich einige Wochen nach Rezepten gekocht habe, habe ich wieder ein zuverlässigeres Gefühl für die richtigen Mengen, das meinte ich oben.


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