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Ergebnis 151 bis 165 von 243
  1. #151
    *wunschlos glücklich* Avatar von Koryphäe
    Ort: Büdchen+MTT+Doku/Reality
    Nachdem ich diesen ganzen Thread nun aufmerksam gelesen habe und meine Meinung schon vorher quasi in die Richtung bewegte, nicht zu spenden- ich habe auch seit ca 2 Jahren den Organspendeausweis direkt im Portemonnaie und es ist somit unsichtbar, dass ich nicht spenden möchte- steht sie jetzt komplett fest. Ich werde nicht spenden. Der größte Grund hierfür ist für mich diese Hirntod-Geschichte, denn dieser tritt ja quasi auf dem OP-Tisch ein und nicht vorher. Das war übrigens früher auch schon mein Problem an der Organentnahme. Ich tendiere auch dazu später für mich kein Spenderorgan anzunehmen, bin aber ehrlich: ich hänge schon an meinem Leben und kann nicht 100% sagen, dass ich eine Spenderniere, eine Spenderlunge oder gar Herz nicht nehmen würde, wenn ich es bräuchte. Das bringt mich zu dem Dilemma, dass meine Haltung für einige sicher nicht nachvollziehbar ist ist, aber so denke ich nun mal. Vielleicht ist es egoistisch und vielleicht würde ich auch kein Organ annehmen, aber ohne in der Situation zu sein, kann ich es nicht sicher sagen.

  2. #152
    Zitat Zitat von Koryphäe Beitrag anzeigen
    Ich tendiere auch dazu später für mich kein Spenderorgan anzunehmen, bin aber ehrlich: ich hänge schon an meinem Leben und kann nicht 100% sagen, dass ich eine Spenderniere, eine Spenderlunge oder gar Herz nicht nehmen würde, wenn ich es bräuchte. Das bringt mich zu dem Dilemma, dass meine Haltung für einige sicher nicht nachvollziehbar ist ist, aber so denke ich nun mal. Vielleicht ist es egoistisch und vielleicht würde ich auch kein Organ annehmen, aber ohne in der Situation zu sein, kann ich es nicht sicher sagen.
    Vielleicht wirst du in einer entsprechenden Situation ein Organ annehmen, auch wenn du es jetzt nicht in Erwägung ziehst. Ist doch in Ordnung, seine Meinung zu ändern.
    Und wer weiß, vielleicht wirst du dann ebenso umentscheiden, dass du selbst auch noch zur Spende bereit bist.

  3. #153
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Vielleicht wirst du in einer entsprechenden Situation ein Organ annehmen, auch wenn du es jetzt nicht in Erwägung ziehst. Ist doch in Ordnung, seine Meinung zu ändern.
    Und wer weiß, vielleicht wirst du dann ebenso umentscheiden, dass du selbst auch noch zur Spende bereit bist.
    Ich habs gleich richtig gemacht. Ich bin Körperspenderin. Alles schon geregelt. Irgendwie müssen Ärzte ja auch lernen
    In der Ehre liegt Hoffung. *Alaska State Trooper*

  4. #154
    Zitat Zitat von Moritza Beitrag anzeigen
    Ich habs gleich richtig gemacht. Ich bin Körperspenderin. Alles schon geregelt. Irgendwie müssen Ärzte ja auch lernen

  5. #155
    Zitat Zitat von Moritza Beitrag anzeigen
    Ich habs gleich richtig gemacht. Ich bin Körperspenderin. Alles schon geregelt. Irgendwie müssen Ärzte ja auch lernen
    was ja etwas anderes ist, denn du stellst deinen LEICHNAM zur verfügung, bist also per definitionem tot... als organspender bist du hirntot, und DAS ist imho das "problem" an der sache...
    Die einzig relevante Werte-Einteilung in der Postmoderne: Witzig oder Nicht-witzig!

  6. #156
    Zitat Zitat von Koryphäe Beitrag anzeigen
    Nachdem ich diesen ganzen Thread nun aufmerksam gelesen habe und meine Meinung schon vorher quasi in die Richtung bewegte, nicht zu spenden- ich habe auch seit ca 2 Jahren den Organspendeausweis direkt im Portemonnaie und es ist somit unsichtbar, dass ich nicht spenden möchte- steht sie jetzt komplett fest. Ich werde nicht spenden. Der größte Grund hierfür ist für mich diese Hirntod-Geschichte, denn dieser tritt ja quasi auf dem OP-Tisch ein und nicht vorher. Das war übrigens früher auch schon mein Problem an der Organentnahme. Ich tendiere auch dazu später für mich kein Spenderorgan anzunehmen, bin aber ehrlich: ich hänge schon an meinem Leben und kann nicht 100% sagen, dass ich eine Spenderniere, eine Spenderlunge oder gar Herz nicht nehmen würde, wenn ich es bräuchte. Das bringt mich zu dem Dilemma, dass meine Haltung für einige sicher nicht nachvollziehbar ist ist, aber so denke ich nun mal. Vielleicht ist es egoistisch und vielleicht würde ich auch kein Organ annehmen, aber ohne in der Situation zu sein, kann ich es nicht sicher sagen.
    Nicht vielleicht, es ist egoistisch.

    Man MUSS ja nicht spenden, dann aber bitte auch nichts annehmen. So konsequent sollte man schon sein.

  7. #157
    Zitat Zitat von Koryphäe Beitrag anzeigen
    Der größte Grund hierfür ist für mich diese Hirntod-Geschichte, denn dieser tritt ja quasi auf dem OP-Tisch ein und nicht vorher.
    Naja, aber was ist die Alternative? Wo tritt der Hirntod ein wenn Du nicht spendest? Oder möchtest Du jahrelang an Maschinen hängen und in irgendeinem Krankenhauszimmer vor Dich hinvegetieren?

  8. #158
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Naja, aber was ist die Alternative? Wo tritt der Hirntod ein wenn Du nicht spendest? Oder möchtest Du jahrelang an Maschinen hängen und in irgendeinem Krankenhauszimmer vor Dich hinvegetieren?
    Das ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man als Alternative zur Organspende jahrelang an Maschinen hängt und wohl bei einigen auch der Grund, warum sie Organspender werden wollen. Das Gegenteil ist der Fall! Sobald Hirntod diagnostiziert ist und klar ist, dass derjenige nicht zur Organspende freigegeben ist, wird abgeschaltet. Keine Krankenkasse übernimmt die Kosten, um einen Hirntoten künstlich länger am Leben zu erhalten. Einzige Ausnahme: Eine Hirntote ist schwanger und das Ungeborene hat eine Überlebenschance, wenn sie weiter künstlich am Leben gehalten wird.

    Ist man Organspender wird man hingegen bis zur OP noch künstlich am Leben erhalten, bis die Organe entnommen werden können und dazu muß der Körper leben. Das kann auch ein paar Tage dauern. Und in dieser Zeit wird man u.U. auch reanimiert, z.B. bei einem Herzstillstand, der Körper wird dann künstlich am Sterben gehindert, sonst wären die Organe verloren. Genau das, was viele definitiv nicht wollen.

    Mehr Infos:
    https://www.br.de/radio/bayern2/was-...siert-100.html
    Geändert von dedeli (04-07-2019 um 09:18 Uhr)

  9. #159
    ...
    Geändert von tanakin (04-07-2019 um 09:37 Uhr)

  10. #160
    Zitat Zitat von dedeli Beitrag anzeigen
    Ist man Organspender wird man hingegen bis zur OP noch künstlich am Leben erhalten, bis die Organe entnommen werden können und dazu muß der Körper leben. Das kann auch ein paar Tage dauern. Und in dieser Zeit wird man u.U. auch reanimiert, z.B. bei einem Herzstillstand, der Körper wird dann künstlich am Sterben gehindert, sonst wären die Organe verloren. Genau das, was viele definitiv nicht wollen.

    Mehr Infos:
    https://www.br.de/radio/bayern2/was-...siert-100.html
    Aber ob der Körper lebt hat doch nichts mit dem Hirntod zu tun?

  11. #161
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    Was aber nicht DEIN job ist zu wichten und zu bewerten, also lass es bitte und bleib sachlich...
    .
    Geändert von Giftnudel (04-07-2019 um 09:41 Uhr)

  12. #162
    ...

    (Lohnt nicht)

  13. #163
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Aber ob der Körper lebt hat doch nichts mit dem Hirntod zu tun?
    Naja, indirekt schon, lebt der Körper nicht mehr nach alter Bestimmung mit Totenflecken, Leichenstarre usw., dann ist der Mensch tot und auch das Gehirn lebt nicht mehr, weil es nicht mehr versorgt wird. Ob bei einem Hirntod der Mensch tatsächlich tot ist, daran gibt es durchaus Zweifel. Das Hirntodkonzept ist längst nicht so unumstritten, wie das z.B. von der DSO vermittelt wird (dazu hab ich schon viel geschrieben, auch mit Quellen). Für mich ist ein Hirntoter nicht unbedingt ein Toter, sondern eher ein Mensch mit allerallerschwersten Hirnschäden, ein Sterbender, der rein künstlich noch weiterleben kann. Und ob noch ein Restempfinden auf allertiefster Ebene vorhanden ist, halte ich zwar für sehr unwahrscheinlich, aber auch nicht für völlig ausgeschlossen.

  14. #164
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Gerade im Bereich der Neurologie ist noch so viel unerforscht und unbekannt und auch die Forschungsmeinungen ändern sich regelmäßig.

    Ein Beispiel:
    Die Forschung ging lange davon aus, dass Kinder in den ersten Lebensmonaten keine Schmerzen empfinden können, da ihr Gehirn dafür nicht weit genug ausgereift ist. Die beobachteten Reaktionen der Säuglinge auf Schmerzreize wurden als bedeutungslose „Reflexe“ interpretiert. Bis Ende der 1980er Jahre wurde bei chirurgischen Eingriffen an Säuglingen auf Schmerzmittel verzichtet.
    ...
    Es gab zwar Unterschiede in den Aktivitätsmustern, die laut Slater vermuten lassen, dass die Säuglinge anders auf Schmerz reagieren. Richtig sei auch, dass einige Leitungsbahnen, die an der Schmerzwahrnehmung beteiligt sind, noch nicht angelegt seien. Dass die Säuglinge aber gar keine Schmerzen empfinden, könnte aufgrund der Ergebnisse nicht länger behauptet werden.
    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...als-Erwachsene
    (Fettmarkierung von mir)

  15. #165
    Zitat Zitat von Moritza Beitrag anzeigen
    Ich habs gleich richtig gemacht. Ich bin Körperspenderin. Alles schon geregelt. Irgendwie müssen Ärzte ja auch lernen
    Wie regelt man so etwas?



    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Man MUSS ja nicht spenden, dann aber bitte auch nichts annehmen. So konsequent sollte man schon sein.
    Aber WENN sie eine Spende annimmt, kann es ja sein, dass sie DANN doch noch spenden will.
    Manchmal verändern gerade solche schweren Situationen die Denkweise.
    Genauso kann jemand, der immer für das Spenden war, nach einer erhaltenen Spende womöglich sagen, dass er das nicht mehr gut findet und ablehnt.


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