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  1. #1

    Proteste in HongKong

    https://www.spiegel.de/politik/ausla...a-1286903.html

    Ob die britische Regierung die Proteste in Hongkong überhaupt auf dem Schirm hat? Also so mitten im Brexit-Chaos?

  2. #2
    homo novus Avatar von caesar
    Ort: milchstrasse
    Niemand hat die Proteste auf dem Schirm. Entweder man will selber keine "farbige revolution", weil man selber autokratisch regiert, oder man ist mit anderen sachen beschäftigt die wichtiger sind.

    Dazu ist china nicht mehr das schwache kaiserreich um 1900 herum, sondern ist inzwischen erstarkt und fast auf einer stufe mit den usa.
    das melken eines leeren euters bewirkt nur,
    das man vom melkstuhl gestossen wird.

    rise and rise again until the lambs become to lions.

  3. #3
    Sungawakan
    unregistriert
    Ich denke, dass sich in China zurzeit leider einiges zurückdreht, was persönliche Freiheit angeht und sich hier jetzt zeigen wird, inwieweit der Westen überhaupt noch Einfluss darauf hat. Letztendlich werden sich daran auch zeigen, inwieweit Profit vor Menschenrechten geht. Man kann von Trump halten was man will, aber seine Maßnahmen gegen China sind der erste Schritt in die richtige Richtung, wenn sie auch stümperhaft umgesetzt wurden. Tatsache ist aber auch, wie oben schon geschrieben, dass sich China, zu recht, nicht mehr alles vom Westen diktieren lassen wird. Also wird auch z. B. der Klimaschutz nur davon abhängen, ob die chinesische Regierung meint, einen Nutzen (Technik, Geld usw.) daraus ziehen zu können.

    Ich sehe gerade, dass ich bei FFF gesperrt wurde und noch nicht einmal mehr mitlesen darf. Damit verabschiede ich mich jetzt vollständig aus diesem Forum. Es war eine schöne Zeit. Vielen Dank für die auch netten Diskussionen und allen, die es wert sind, alles Gute.

  4. #4
    homo novus Avatar von caesar
    Ort: milchstrasse
    Der lange Marsch nach oben hat die China-KP gestärkt und gegen Bedrohungen von ausssen und innen gestählt.

    Dazu hat man die Demütingungen der europäischen Kolonialmächte nicht vergessen und warum das chinesische Kaiserreich zugrunde ging. Aufgrund von Unterlegenheit und Skrupellosigkeit der Gegner hatte man keine Chance.

    Auch die Besetzung der Mandschurei und Kriegsgräuel der Japaner hat man nicht vergessen.

    Deshalb wird die China-KP eisern bleiben bei der Verteidigung der eigenen Souveränität.
    das melken eines leeren euters bewirkt nur,
    das man vom melkstuhl gestossen wird.

    rise and rise again until the lambs become to lions.

  5. #5
    Zitat Zitat von Sungawakan Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass sich in China zurzeit leider einiges zurückdreht, was persönliche Freiheit angeht und sich hier jetzt zeigen wird, inwieweit der Westen überhaupt noch Einfluss darauf hat. Letztendlich werden sich daran auch zeigen, inwieweit Profit vor Menschenrechten geht. Man kann von Trump halten was man will, aber seine Maßnahmen gegen China sind der erste Schritt in die richtige Richtung, wenn sie auch stümperhaft umgesetzt wurden. Tatsache ist aber auch, wie oben schon geschrieben, dass sich China, zu recht, nicht mehr alles vom Westen diktieren lassen wird. Also wird auch z. B. der Klimaschutz nur davon abhängen, ob die chinesische Regierung meint, einen Nutzen (Technik, Geld usw.) daraus ziehen zu können.

    Ich sehe gerade, dass ich bei FFF gesperrt wurde und noch nicht einmal mehr mitlesen darf. Damit verabschiede ich mich jetzt vollständig aus diesem Forum. Es war eine schöne Zeit. Vielen Dank für die auch netten Diskussionen und allen, die es wert sind, alles Gute.
    Da musste dich ausloggen, dann kannste auch in gesperrten Threads mitlesen. Alles Gute.
    Man muss da auch den Handelskrieg mit den USA im Hinterkopf haben, wenn man versucht, das alles zu beurteilen und wenn sich Springer einschaltet sowieso.
    Bild:
    ausgeblendet

  6. #6
    ja natürlich, Springer ist in dieser Angelegenheit der Schurke...

    Kai Strittmatter, viele Jahre lang SZ-Korrespondent für China schreibt:
    Xi Jinping schafft ein China, das einerseits zurückgeht in die 50er Jahre, mit einem Leninismus, mit einer Repression, die so stark ist wie seit den Tagen Mao Zedongs nicht mehr. Mit einer Zensur und Propaganda, die wirklich zurückgreift auf alte Methoden wie damals. Also mit dem einen Bein geht er zurück in die 50er Jahre, aber mit dem anderen Bein geht er weit in die Zukunft und geht da an Orte, von denen andere Autokraten und Diktatoren vielleicht schon geträumt haben, aber wo noch kein Mensch war.“
    ...
    „Dieses neue China soll kein riesiger, von Askese und Zucht geprägter Kasernenhof sein wie noch bei Mao, sondern eher eine von außen bunt anzusehende Mischung aus George Orwells 1984 und Aldous Huxleys ‚Schöne Neue Welt‘, wo sich der Mensch dem Kommerz und Vergnügen verschreibt und so ganz von allein der Überwachung ergibt. Den allermeisten Untertanen ist dabei das Wissen um die Schreckensinstrumente der Macht als Möglichkeit stets präsent, es ist die Hintergrundstrahlung im Universum dieser Partei.“
    https://www.deutschlandfunk.de/kai-s...icle_id=433704
    Geändert von little maggie (21-09-2019 um 23:48 Uhr) Grund: Quelle hinzugefügt

  7. #7
    Richtig was du schreibst.
    Aber mitunter ist das alles nicht so einfach zu erblicken, gerade wenn parallel ein Handelskrieg tobt und es um die Weltvormachtstellung geht. Muss man auch im Hinterstübchen haben.
    Und gerade Springer ist in gewissen Krisen doch recht präsent, gerade auch wenn es um amerik. Interessen geht. Jemen z.B: kaum ein Thema, dafür Syrien recht viel. Spielt der Russe oder Chinese Weltgendarm größte Erregung in den Springerstuben, wollen die Amerikaner mal wieder Menschenrechte durchsetzen performed man das auch dementsprechend positiv. Ich bin da recht misstrauisch dabei, wenn die sich mit in Szene setzen, tue aber auch nicht abstreiten was du hier verlinkst.

  8. #8
    worauf beruht unsere stärke und widerstandskraft?
    das ist doch die wichtigere frage, nicht der wettbewerb der negativen beschreibungen über china.

    nachdem edward snowden heute endlich wieder etwas mehr publicity erhält, siehe das interview mit trevor noah, sollte man doch erkennen, die gleiche substanz ist nun mal die gleiche substanz, egal mit welchen farbstoffen man sie versetzt.
    man muss mit der substanz richtig und konsequent umgehen, nicht mit ihrem anschein.

    datamining, AI, kategorisierung der individuen in "fassbare" also manipulierbare segmente, sowohl für den markt als auch politisch.
    der gläserne mensch, der im fall dass er sich unbeliebt macht, auf der stelle drangsaliert werden kann. irgend was ist immer.

    nicht - wie können wir das arme china retten,
    sondern wie können wir die proliferation sämtlicher normierungszwänge verhindern?
    denn nicht nur der schwulen- oder der fremdenhass sind normierungszwang. auch die "political correctness" und viele forderungen aus dem "woke" camp.
    das kann alles miteinander ums eck gespielt werden.

    in hongkong spielt ein soziales problem eine grosse rolle. zu hohe wohnkosten usw., die leute vegetieren teils in einer art bienenwaben mit betten.
    dh. beijing kann behaupten, sie lösen soziale probleme, indem sie hongkong den allgemeinen chinesischen normen unterwerfen.
    dass ein weltfinanzzentrum in seinen winkeln grosse probleme hat, und viele opfer der finanzindustrie existieren, ist keine chinesische sache.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  9. #9
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Bei Maischberger sagte Norbert Röttgen, dass man den Dalai Lama kaum noch einlädt, weil die KP in China immer empfindlicher beleidigt ist. Und die ehemals "gelbe Gefahr" als Handelspartner unverzichtbar. Die ökonomischen Beziehungen sind, glaube ich, schon so verwurzelt, dass selbst die näxten drei Dalai Lamas nur zu abgesprochenen Standard-Moralveranstaltungen mal deutschen Boden betreten dürfen.

    Man versucht anscheinend den Handelsstreit zwischen Xi und dem trotzigen Kind im Weißen Haus zu nutzen, und da eine Lücke zu füllen.
    Merkel oder das Außen-Männeken machen dann Shake-Hands mit der Opposition, sagen, dass sie die Menschenrechte zur Sprache gebracht hätten. Und die mitreisende Wirtschaftsdelegation grinst auf dem Rückflug satt genährt.

  10. #10
    tja, bissle billig drauf, die seidenstrassen-abenteurer!

    es ist das gleiche wie zw korea und japan. der stolz geht über alles, und sobald es irgend ein problem auf der realebene gibt (korea-friedensprozess festgefahren, probleme mit den USA, probleme mit china), kommt die alte geschichte mit dem krieg wieder hervor, und wer wem noch was schuldet, trotz aller papiere die das schon geregelt hatten.

    und so nimmt china alles komplett persönlich, was irgendwie mit geschichte und territorium zu tun haben könnte, und dafür steht auch der dalai.

    ein postmodern tickendes europa, das alles dekonstruiert, wird keineswegs china mit der dekonstruktion anstecken, sondern erbärmlich verarscht werden.
    die sind geistig nicht fit für dieses problem.
    aber isolation, predigten, ausgrenzung, und eine neue eiserne mauer gegen china würden absolut nicht funktionieren.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  11. #11
    Dost
    unregistriert
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen

    in hongkong spielt ein soziales problem eine grosse rolle. zu hohe wohnkosten usw., die leute vegetieren teils in einer art bienenwaben mit betten.
    dh. beijing kann behaupten, sie lösen soziale probleme, indem sie hongkong den allgemeinen chinesischen normen unterwerfen.
    Das ist Quatsch. Die Wohnraumprobleme HongKongs gibt es exakt so auch in Shenzhen, in Shanghai und in diversen anderen chinesischen Städten. Insbesondere dort wird mittlerweile sehr rigide gegen die Wanderarbeiter vorgegangen.
    Der Anlass für die Demonstrationen ist mehr als deutlich. Man hat Angst vor der chinesischen Gerichtsbarkeit. Angst seine persönliche Freiheit zu verlieren.
    Ich empfehle dir dringend Kai Strittmatter ,,Die Neuerfindung der Diktatur" zu lesen. Hochinformativ. Was in China abgeht ist mehr als pervers, was mit den Uiguren abläuft ist kafkaesk und die Demonstranten in Hongkong haben eine Höllenangst davor. Zu Recht.

    Nur: Sie haben keine Chance. Niemand wird sich mit dem neuen Führer der Welt XI Jinpeng anlegen.

  12. #12
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen

    Nur: Sie haben keine Chance. Niemand wird sich mit dem neuen Führer der Welt XI Jinpeng anlegen.
    Dabei hast du doch erst vor ein paar Tagen Trump gerade dafür gelobt. Z.B. wegen der Uiguren und der fehlenden Demokratie.

  13. #13
    Dost
    unregistriert
    Da erkenne ich keinen Widerspruch.

  14. #14
    Ich erkenne den Widerspruch darin, dass sich doch jemand mit Xi Iinpeng anlegt. Zwar mit den falschen Mitteln und Demokratie, Menschenrechte etc. sind dabei rein gar nicht im Fokus, aber mehr darf man bei Trump halt nicht erwarten.

  15. #15
    wenn ich mich erinnere wie die bullen ende der 60-er anfangs der 70-er hierzulande mit uns (APO) umgegangen sind, bewundere ich den langmut der chinesen...
    Warnung! Bei diesem Beitrag könnte es sich um Satire handeln.


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