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  1. #121
    Zitat Zitat von little maggie Beitrag anzeigen
    "meiner Meinung nach erfüllt die Linkspartei in den neuen Ländern ein e wichtige Funktion, sie bindet Wähler an die Demokratie."


    ist das wirklich so? ich sehe die Funktion der Linkspartei in den neuen Bundesländern im Verlauf der letzten 30 Jahre sehr viel weniger positiv, bei einigen Politikern und Anhängern der Linken nehme ich eher eine gern gehegte und gepflegte Ablehnung von Demokratie wahr, die mit einer Verklärung oder Relativierung der DDR einhergeht.


    https://www.spiegel.de/politik/deuts...ents-box-pager
    Du kommst hier echt mit Werner Schulz? Warum nicht gleich mit Biermann? Schulz ist nach Biermann wohl der grösste linkenhasser überhaupt. Der ist zeitlich genauso stehen geblieben wie Biermann oder die Lengsfeld, die nun bei der AFD ist, vorher Grüne und CDU.
    Will man hier wirklich der linkspartei die Schuld an der Stärke der AfD geben? Das darf doch echt nicht wahr sein. Mir ist noch nicht bekannt, daß die linke mittlerweile schon eine Lobbypartei ist und Partei Spenden von Konzernen kassiert, das ist eine der größten Gefahren für die Demokratie. Ich habe an der Linken einiges zu kritisieren, aber für die Demokratie ist sie ein Gewinn, leisten Aufklärungsarbeit wie kaum eine andere Partei.
    Geändert von Manitu (10-08-2019 um 22:21 Uhr)
    Bild:
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  2. #122
    Ernstderlageverkenner Avatar von Antananarivo
    Ort: auf Ingo
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Du kommst hier echt mit Werner Schulz? Warum nicht gleich mit Biermann?
    Will man hier wirklich der linkspartei die Schuld an der Stärke der AfD geben? Das darf doch echt nicht wahr sein.
    Passt Schulz nicht in dein Weltbild, oder gibt's stichhaltige Gründe dafür, dass du dich so echauffierst?

  3. #123
    Zitat Zitat von RAPtile Beitrag anzeigen
    Ja.

    Dann kann er behaupten das würde alles besser werden wenn Links an der Macht wär.
    Das habe ich mal vor Jahren gedacht und die Hoffnung gehabt, die Linke kann übelst was bewegen und verändern. Deswegen habe ich sie bis aufs Messer verteidigt. Mittlerweile bin ich schlauer und nicht mehr so naiv. Macht die linke im Bund GRR ist es ihr Untergang, da die Grenzen eng gesteckt sind. Nur ein grundlegender Systemumbau kann irgendwas wirklich verändern. Alles andere ist nur werkeln an Symptomen, die der Bürger nicht wirklich spürt. Und weil es so ist führt das immer zu Enttäuschungen und zu hin und her wechseln von Wählerschichten. Regieren die Grünen werden sie genau so verlieren wie die SPD oder vorher die FDP. Profitieren wird dann wieder die SPD, weil die in der Opposition wieder die grosse Lippe riskieren können.
    Geändert von Manitu (10-08-2019 um 22:33 Uhr)
    Bild:
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  4. #124
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von Antananarivo Beitrag anzeigen
    Das wächst sich raus, wenn dem Osten klar wird, dass in Gelsenkirchen genauso wenig vom goldenen Löffel gegessen wird wie in Görlitz.
    Das ist so verkürzt, wie es hier steht, schlicht falsch.
    Meine Referenz? Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und lebe nun als Ostnazi mit Migrationshintergrund in der ehemaligen SBZ.

    Oder anders ausgedrückt und um genauso verkürzt zu polemisieren: der Görlitzer hat seine Industrie den Russen zwangsweise übergeben und ist dann an Aldi Nord verschachert worden. Die Jungossis sind nach Bayern abgedampft und haben dort den Geburtenrückgang kompensiert, während die Rest-Görlitzer lediglich als Kunden für Discounter genutzt wurden.

    Der Kohlefresser hatte weniger Hilfe beim untergehen. Der hat seit Ende der 50er Jahre trotz finanzieller Hilfe und Reformprogrammen die Kurve nicht gekriegt.
    "If I owned Texas and Hell, I'd rent out Texas and live in Hell."

    - Phillip H. Sheridan

  5. #125
    Zitat Zitat von Antananarivo Beitrag anzeigen
    Passt Schulz nicht in dein Weltbild, oder gibt's stichhaltige Gründe dafür, dass du dich so echauffierst?
    Mich hat man vor Jahren hier mal richtig kritisiert, weil ich Vera lengsfeld kritisierte, damals noch Grüne, heute ist sie bei der AFD, jetzt wird sie keiner mehr in Schutz nehmen wollen.
    Schulz ist selbst vielen Grünen nicht geheuer und paßt eher nicht in deren Weltbild.
    Schulz steckt für mich wie Biermann noch in der Wende - und SED Zeit und kann es nicht verkraften, das die Linke immer noch da ist, dahingend muss man auch seine Äußerungen im Spiegel deuten.
    Mich würde auch nicht wundern, wenn Schulz irgendwann in die CDU wechseln würde.
    Bild:
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  6. #126
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Du kommst hier echt mit Werner Schulz? Warum nicht gleich mit Biermann? Schulz ist nach Biermann wohl der grösste linkenhasser überhaupt. Der ist zeitlich genauso stehen geblieben wie Biermann oder die Lengsfeld, die nun bei der AFD ist, vorher Grüne und CDU.
    ja, warum eigentlich nicht Biermann? Oder eben Werner Schulz? Die gehören genau so zur DDR-Geschichte wie ein Gregor Gysi und die beiden Erstgenannten haben viele gute Gründe dafür, die Linke als Nachfolgepartei der SED sehr kritisch zu sehen.
    Man kann z.B. auch wenn man die ganze Sache etwas genereller angeht, Ines Geipel nennen, die in ihrem letzten Buch ein paar Aspekte beleuchtet, die in der öffentlichen Diskussion im Moment meiner Meinung nach sowieso zu kurz kommen, denn sie richtet ihr Augenmerk hauptsächlich auf das, was innerhalb der DDR geschehen ist und welche Auswirkungen das auf die aktuelle Situation hat.

    Mir ist natürlich auch klar, dass es einigen recht wäre, wenn solche Leute endlich mal die Klappe halten würden, damit ein Schlussstrich unter die DDR gezogen wird, man sich damit nicht weiter auseinandersetzen muss und man sich ungestört hauptsächlich an der Nachwendezeit abarbeiten kann.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Will man hier wirklich der linkspartei die Schuld an der Stärke der AfD geben? Das darf doch echt nicht wahr sein. Mir ist noch nicht bekannt, daß die linke mittlerweile schon eine Lobbypartei ist und Partei Spenden von Konzernen kassiert, das ist eine der größten Gefahren für die Demokratie. Ich habe an der Linken einiges zu kritisieren, aber für die Demokratie ist sie ein Gewinn, leisten Aufklärungsarbeit wie kaum eine andere Partei.
    Die Stärke der AfD hat mehr als einen Grund, und man macht es sich zu einfach, wenn man ihren Erfolg nur auf soziale Gründe verkürzt, wie es die Linke tut und wie auch du es hier immer wieder beschreibst. Das ist schon alles ein wenig vielschichtiger.
    Und ja, ich sehe da schon einige strukturelle Parallelen zwischen Linkspartei und AfD, was die Ablehnung liberaler Demokratien angeht.
    Geändert von little maggie (11-08-2019 um 00:18 Uhr)

  7. #127
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Es geht nicht ums drücken, es geht um Glaubwürdigkeit und ums umsetzen. Und nicht sich so zu verbiegen, nur um mitzuregieren. Und wie ich schon mal schrieb, sind die Möglichkeiten begrenzt. Daran scheitert gerade auch die SPD, daran scheitern meistens alle kleinen Partner. Gerade für kleinere Parteien ist das gefährlich. Für die Linke im Osten noch nicht so extrem, da kommt man immer noch auf über 10%. Gefährlich ist es für die Bundespartei. Gerade linke Wähler sind auch recht ungeduldig und wollen das sich grundlegend was ändert. Die können nur enttäuscht werden.
    Du siehst die Zukunft der Linken in der Fundamentalopposition. Aus der Opposition heraus den Regierenden Druck zu machen, ihre Fehler anzuprangern ist eine ehrenwerte Aufgabe. Kann bestenfalls sogar das Regierungshandeln beeinflussen. Das ist mir bewusst. Aber wer meckert muss auch Alternativen anbieten und bereit sein die umzusetzen.
    In einer Demokratie mit einem Mehrparteiensystem müssen Parteien in Koalitionen ihre Positionen einbringen und ggf. Kompromisse machen.

    Zu dem Thema passt Dein anderes Posting.

    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von RAPtile Beitrag anzeigen
    Ja.

    Dann kann er behaupten das würde alles besser werden wenn Links an der Macht wär.
    Das habe ich mal vor Jahren gedacht und die Hoffnung gehabt, die Linke kann übelst was bewegen und verändern. Deswegen habe ich sie bis aufs Messer verteidigt. Mittlerweile bin ich schlauer und nicht mehr so naiv. Macht die linke im Bund GRR ist es ihr Untergang, da die Grenzen eng gesteckt sind. Nur ein grundlegender Systemumbau kann irgendwas wirklich verändern. Alles andere ist nur werkeln an Symptomen, die der Bürger nicht wirklich spürt. Und weil es so ist führt das immer zu Enttäuschungen und zu hin und her wechseln von Wählerschichten. Regieren die Grünen werden sie genau so verlieren wie die SPD oder vorher die FDP. Profitieren wird dann wieder die SPD, weil die in der Opposition wieder die grosse Lippe riskieren können.
    Immer wenn ich das Wort "Systemumbau" lese, bekomme ich Beklemmungen. Der Systemumbau 1933, danach der Systemumbau in der sowjetischen besetzten Zone. Diese Systemumbauer brachten barbarisches Leid über die Menschen. Die Antwort war und kann nur sein, die Menschen demokratisch entscheiden zu lassen. Bei aller Kritik an der Demokratie, der Käuflichkeit von Politikern, dem Ungemach durch Lobbyisten, es ist nicht alles falsch in dieser BRD. Die SPD hat sich mit ihrem Festhalten an der Agenda 2010 ins Aus geschossen. Gut so. Das ist Demokratie.
    Wer was verändern will muss mitreden und die Verantwortung übernehmen. Schmollen auf der Oppositionsbank verändert gar nichts. Und bevor man gar nichts bewirkt, dann wenigstens etwas. Das Werkeln an Symptomen ist immer noch besser, als die Leute mit ihren Problemen allein zu lassen. Lieber was bewirken als nur zu kommentieren.

    Mein Fazit zu deinen Postings ist die Wahrnehmung, du willst eine Alleinregierung der Linken.
    Die kompromisslose Umsetzung der Agenda der Linken.
    Dieser Wunsch beseelt auch der Wahlkampf der AfD. Kalbitz, Höcke und Urban stehen auf der Straße und predigen keine Kompromisse. Koalition nur, wenn unser Programm umgesetzt wird. Auch die wollen einen "Systemumbau".
    Die Demokratie ist im Osten nicht bei allen angekommen. Der spießige Mief des dritten Reichs wurde unter der SED weitere Jahre gepflegt. Schön angepasst lebt es sich sicher und gemütlich. Es gab Kritiker, Aufmüpfige, jedoch die wahren Revoluzzer waren die Republikflüchtlinge. Beschämend die Akten der Stasi. So viel Verrat, Schuld und Duckmäusertum. Und nichts davon ist wirklich gesellschaftlich verarbeitet. Der Mangel der Auseinandersetzung mit der Schuld in zwei Diktaturen stellt die Demokratie der BRD in Frage. Und das von links und von rechts.
    Nö, das kann es nicht sein. Macht mal erst eure Hausaufgaben zur Aufarbeitung.

    Nur mal kurz zu Erinnerung. Thüringen, Brandenburg und Sachsen sind kleine Bundesländer im Vergleich zur Bevölkerung. Selbst wenn jeder vierte in Sachsen die AfD wählt. Es ist ein Zwergenaufstand. Leider auch ein Relikt des Wunsches nach einem Leben in der Gemütlichkeit einer fürsorglichen Diktatur.
    Die wählten einst nach der Wende traditionell die PDS, andere die DVU und NPD. Jetzt halt die AfD vertreten von Höcke und Kalbitz.
    Geändert von Zinga (11-08-2019 um 01:22 Uhr)

  8. #128
    homo novus Avatar von caesar
    Ort: milchstrasse
    Schon Zeit sei Marx und Engels redet man in linken Kreisen von einem Kollabs des Kapitalismus und der Einführung der "klassenlosen" Gesellschaft.

    Weil manche nicht mehr warten wollten, haben Lenin und seine Spiessgesellen selber Revolution gemacht statt auf den St. Nimmerleinstag zu warten.

    Wenn es in der "Wohlfühldiktatur" DDR so toll war, warum gab es dann von anfang an eine Massenauswanderung? Von denen, die man am nötigsten für den Aufbau benötigt hätte?
    das melken eines leeren euters bewirkt nur,
    das man vom melkstuhl gestossen wird.

    rise and rise again until the lambs become to lions.

  9. #129
    Wenn es die WASG noch gäbe, würde ich die wählen. Muß ich mal schauen für die nächsten Wahlen, was es noch so gibt.

    Die Linke wanzt sich an die SPD, warum, nur warum? Die blödeste Idee, seit Cohca Göla Kirsch. Mittelfristig sehe ich sie bundesweit dann unter 5 Prozent, und dann kommt es auf die Direktmandate an.

    Trotzdem einen schönen Sonntag.


  10. #130
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Nur ein grundlegender Systemumbau kann irgendwas wirklich verändern.
    Wie viel Prozent (ungefähr) der Deutschen wollen denn, deiner Meinung nach, einen grundlegenden Systemumbau?
    Geändert von Niederrheiner (11-08-2019 um 14:44 Uhr)

  11. #131
    Kommt auf die Definition an.

    Ich denke gegen mehr kommunale Wohnungen, Krankenhäuser und Pflegeheime hätte eine Mehrheit nichts. Nur müßte dann der Steuerzahler auch bereit sein, das zu finanzieren, und da kommen dann plötzlich wieder Bedenken auf.

    Intessanter wäre die Frage beim Euro.

    Aber alles mögliche zu verstaatlichen wie Fluggesellschaften oder Autohersteller bekommt sicher keine Mehrheit.

    Ob man aber z. Bsp. überhaupt private Banken benötigt oder ob es auch genossenschaftliche tun dürfte auch eine interessante Frage sein. Sicher ist es gut, wenn es Private gibt die den Genossenschaften in den Hintern treten damit diese nicht einschlafen. Aber dann müssen diese auch ausreichend reguliert sein.

  12. #132
    Vielleicht darf man einwerfen, es wäre sehr erquickend, mehr Steuerzahler zu haben, oben und unten, solange es noch oben und unten gibt.


  13. #133
    Mehr Steuerzahler unten?

  14. #134
    Wenn Bürger sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, zahlen sie ab einem bestimmten Einkommen Steuern, nicht nur Abgaben durch Konsum.

    Und das Geld bleibt im Lande, bzw wird hier ausgegeben.


  15. #135
    Und wie willst du das erreichen? Noch mehr Wachstum, noch mehr Exportüberschuss?


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