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  1. #2536
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von Mister Brot Beitrag anzeigen
    Forschung für Autos wird in erster Linie von den Autoherstellern geleistet wie Mercedes, BMW, Volkswagen. Forschung für Busse wird in erster Linie von Busherstellern geleistet - wie Mercedes oder MAN. Warum du da auf die Idee kommst, die "Automobilbranche" (=Autohersteller) mit den Münchner Verkehrsbetrieben zu vergleichen - keine Ahnung.
    Ja, genau, wir ziehen daraus aber unterschiedliche Schlüße. Große Teil der Forschung in diesen Automobilbranchen wären nicht auf Förderungen durch den Staat angewiesen, zumindest nicht in dem Maße wie der ÖNPV. BMW hat vermutlich mehr Geld für Forschung als z.B. die Münchner Verkehrsbetriebe. Es besteht aus meiner Sicht ein Mißverhältnis zwischen der Förderung im Bereich KfZ vs. ÖNPV. Du kannst das aber natürlich gerne anders sehen.

    Zitat Zitat von Mister Brot Beitrag anzeigen
    Also dir kann man es auch nicht recht machen. Da stellst du schon völlig korrekt fest, dass Dänemark einen riesen Vorsprung hatte und schon 1991 angefangen hat, Offshore-Windparks zu bauen. Und dann siehst du, dass Deutschland vor allem in den letzten Jahren da massiv aufgeholt hat und inzwischen viermal so viel MW generiert wie Dänemark - und deine Schlussfolgerung daraus ist dann, dass die Politik gerade schläft?
    Es ist ein Beispiel, dass D eine Zukunftstechnologie erstmal mehr als ein Jahrzehnt verschlafen hat, im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa mit ähnlichen Bedingungen. Dänermark war nunmal einer der Vorreiter in dieser Technologie, Deutschland nicht. Anstatt dessen wurde und wird in Deutschland lieber weiter in rückständige Technologien wie dem Kohleabbau investiert. Der Kohleausstieg ist erst 2038 geplant.
    Geändert von dedeli (17-11-2019 um 20:15 Uhr) Grund: Link rausgenommen, da Daten von 2012

  2. #2537
    Bin zur Zeit dabei mich über nachhaltige Geldanlage zu informieren. Prinzipiell fördert jeder mit dem Geld, das er auf der Bank liegen hat auch die Unternehmen, in welche eine Bank investiert. Das kann die Rüstungsindustrie, Ölkonzerne oder auch Firmen mit Kinderarbeit sein. Dabei bin ich auf folgendes Interview gestoßen. Wer sein Geld nachhaltig anlegen möchte sollte nicht nur auf die Verpackung achten:

    Die Macht der Anleger ist sehr groß

    Biolebensmittel kaufen, auf Flugreisen und das eigene Auto verzichten, aber ein Konto bei einer konventionellen Bank haben. Vielen ist nicht bewusst, dass ihre Bank in Unternehmen investiert, deren Geschäftspraktiken nicht nachhaltig sind. Thomas Küchenmeister setzt sich mit seiner NGO Facing Finance für einen nachhaltigen Finanzmarkt ein und bietet Informationen für die grüne Geldanlage. Doch auch der Staat müsse für mehr Transparenz sorgen und die Finanzierung von schmutzigen Geschäften verhindern, meint er. Wie kann das funktionieren?
    Geändert von AntiMuc (17-11-2019 um 23:16 Uhr)

  3. #2538
    Zu den bereits jetzt entstehenden Kosten des Klimawandels:

    Der größte Flughafen Grönlands wird aufgrund des Klimawandels innerhalb der nächsten fünf Jahren alle Zivilflüge beenden müssen, da das Schmelzen des Permafrosts die Start- bzw. Landebahn kaputt macht.

    Greenland airport becomes latest victim of climate change

    Greenland's main airport is set to end civilian flights within five years due to climate change, as the melting of permafrost is cracking the runway.

  4. #2539
    Zu Unrecht behandelt Avatar von titan
    Ort: Sexy Anhalt
    Zum Glück werden ja 2 neue Flughäfen gebaut da ja die schliessung von Kangerlussuaq länger geplant wurde. Könnte man nebenbei erwähnen.
    Macht korrumpiert die Leute nicht, die Leute korrumpieren die Macht

  5. #2540
    Zitat Zitat von dedeli Beitrag anzeigen
    Komisch, dass das andere Länder hinkriegen, wie z.B. Dänemark, die haben z.B. Windparks in der Ostsee. Aber hauptsache hier bleibt alles beim alten und man erstickt alles Neue mit tausenden Zweifeln und Rumgeunke.

    Und derweil hängt uns ein Land nach dem anderen ab, was Zukunftstechnologien und Innovationen angeht.

    Auch in diesem Zusammenhang interessant:

    https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1296690.html
    Dänemark hat neben Deutschland die höchsten Strompreise in Europa.

  6. #2541
    Zitat Zitat von AntiMuc Beitrag anzeigen
    Zu den bereits jetzt entstehenden Kosten des Klimawandels:

    Der größte Flughafen Grönlands wird aufgrund des Klimawandels innerhalb der nächsten fünf Jahren alle Zivilflüge beenden müssen, da das Schmelzen des Permafrosts die Start- bzw. Landebahn kaputt macht.

    Greenland airport becomes latest victim of climate change
    Dass der Flughafen Kangerlussuaq schließen wird, wurde schon 2011 beschlossen und wurde davor anscheinend bereits seit über 15 Jahren diskutiert (einfach mal den Google Übersetzer nutzen für den Artikel). Da steht auch weit und breit nichts von Klima als Grund. Der wahre Grund ist vermutlich einfach der (so klingt es jedenfalls im Artikel, ich habe wenig Lust, mich mit so einem unwichtigen Thema noch weiter zu beschäftigen, nur um das zu 100% zu verifizieren): Der Flughafen mit dem unaussprechlichen Namen war eine ehemalige US-Basis und liegt am Ar... der Welt (also selbst für grönländische Verhältnisse anscheinend, kann man sich auf Google Maps auch mal anschauen). Daher schließt man den und erweitert stattdessen die Landebahnen der Flughäfen, die etwas dichter an menschlichen Siedlungen liegen, u.a. bei der Hauptstadt Nuuk.

  7. #2542
    der Sohn vom lieben Gott Avatar von golfern
    Ort: München
    Zitat Zitat von AntiMuc Beitrag anzeigen
    Bin zur Zeit dabei mich über nachhaltige Geldanlage zu informieren. Prinzipiell fördert jeder mit dem Geld, das er auf der Bank liegen hat auch die Unternehmen, in welche eine Bank investiert. Das kann die Rüstungsindustrie, Ölkonzerne oder auch Firmen mit Kinderarbeit sein. Dabei bin ich auf folgendes Interview gestoßen. Wer sein Geld nachhaltig anlegen möchte sollte nicht nur auf die Verpackung achten:

    Die Macht der Anleger ist sehr groß
    Diese Denkweis halte ich für grundlegend falsch.

    Warum investiere ich in etwas, nur weil ich mein Geld einer Bank anvertraue? Das kann doch gar nicht sein.

    Im Gegenteil. In Zeiten von Negativzinsen, müsste es doch der Bank eher schaden, wenn ich mein Geld dort parke.

    Man hört auch oft davon, dass man in ein Unternehmen investiert, wenn man vom jeweiligen Konzern Aktien kauft.

    Aber was investiere ich denn da, wenn die Aktien schon vor vielen Jahrzehnten ausgegeben wurden und schon durch diverse "Hände" ging?

    Nichts! Nicht einen müden Cent. Das Geld für die Ausgabe der Aktien ist wahrscheinlich längst ausgegeben, oder durch Inflation und die lange Zeit inzwischen fast wertlos.

    Ich freue mich ja außerordentlich, wenn ich jedes Jahr Dividenden der Konzerne erhalte, von denen ich Aktien halte. Halte!

    Halten, das trifft es doch eher, als investieren. Von meiner "Investition" hat die Aktiengesellschaft rein gar nichts.

    Ebenso wenig wie eine Bank, wenn mein Geld dort "liegt".

    Und wenn ich Profit mit einer nachhaltig arbeitenden Firma mache, schade ich dann der Firma nicht eher? Ich entziehe doch der Firma, oder den Leuten die der Firma Geld geben/anvertrauen, ihr Kapital.

    Und so dreht sich das ganze Gedankenspiel vom ehrwürdigen Anleger doch um.

    Wer wirklich etwas Gutes tun will, der muss sein Geld verschenken, am besten alles, am besten den Bettlern auf der Straße.

  8. #2543
    Zitat Zitat von Mister Brot Beitrag anzeigen
    Dass der Flughafen Kangerlussuaq schließen wird, wurde schon 2011 beschlossen und wurde davor anscheinend bereits seit über 15 Jahren diskutiert (einfach mal den Google Übersetzer nutzen für den Artikel). Da steht auch weit und breit nichts von Klima als Grund.
    Natürlich war das damals kein Grund, das Auftauen des Permafrosts hat erst in den letzten Jahren so richtig begonnen. Aktuell ist es aber zu einem Grund geworden. Der Permafrost fängt viel früher, als ursprünglich von den Forschern vorhergesagt, an zu tauen.

  9. #2544
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Mr. Brot. Danke für deine Gedanken. Obwohl ich niemand bin, der skeptisch gegen den Klimawandel wäre. (vulgo FFF: Leugner, Nazi, alter, weißer Leugnernnazi).
    Die Sache mit den wissenschaftlich unscharfen Theorien lass ich mir gern von dir erklären. Und du hast ja schon eine enttarnt. Dennoch denke ich, dass die meisten wissen, wovon sie sprechen. Mit anderen Worten: Nicht alle können so saudumm sein, wie die von dir (besser: AntiMuc) vorgestellte.
    Die war von Lesekatze und ich nehme ihm/ihr das Posten dieser Studie auch nicht übel, das war ja nur eine ad-hoc Antwort auf meine vorher verlinkte Studie, welche zu dem Ergebnis gekommen war, dass es 20mal mehr Kälte- als Hitzetote gibt. Gehe nicht davon aus, dass außer mir hier überhaupt jemand die Studie gelesen geschweige denn weiterverbreitet hat.
    Ich gehe auch nicht davon aus, dass Klimastudien allgemein so grottenschlecht und offensichtlich falsch sind wie diese (ausschließen kann ich es allerdings auch nicht, hab mir ja noch keine weitere näher angeguckt )

    Mir geht es ja vor allem um die Bewegung, nicht das Thema. Warum? Das Thema finde ich wichtig. Die Bewegung eine Teenie-Modeerscheinung mit plappernden Wichtigtuerinnen, die auch in Zukunft etwas vorhaben. Und dafür ein hüpfendes Herdenvieh hinter sich herziehen, dass umdenken muss, sobald es in anderen Lebensumständen ist. Nämlich sobald sie selbst Eltern oder gar Steuerzahler sind. Ein brutaler Perspektivwechsel. Man möcht ihren Ansichten schon jetzt tröstlich die Köpflein streicheln.
    Sehe ich ziemlich ähnlich, habe das auch schon - vielleicht ein bisschen diplomatischer - zum Ausdruck gebracht. Ich habe durchaus Sympathien für eine Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass wir Menschen mehr auf unseren Planeten achtgeben. Die unrealistischen apokalyptischen Vorstellungen von der (nahen) Zukunft, wenn nicht alle ihre Forderungen ruckzuck ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden, gepaart mit einer Wichtigtuerei der Führungsfiguren, die tatsächlich erst noch beweisen müssen, dass sie irgendwas vom richtigen Leben verstehen, macht es mir allerdings schwer, FfF wirklich ernstzunehmen.
    Beispiel: Keine Flugreisen mehr! Bei uns z.B. lebt ein Großelternpaar meines Kindes auf einem anderen Kontinent, die können ihr Enkelkind also nur sehen, wenn sie (oder wir) Flugzeuge benutzen. Und die 2-3x pro Jahr werden wir uns auch nicht nehmen lassen. Wenn die ganze Welt morgen auf Flugreisen verzichten würde (in vielen Ländern, wie z.B. - weil es gerade hier Thema war - Grönland ist das ohnehin komplett unrealistisch), dann gäbe es auch kaum noch multikulturelle Beziehungen, die ja wohl vollkommen unzweifelhaft stark zur Völkerverständigung beitragen genauso wie Urlaube/Studium/Praktika/Jobs in anderen Ländern.
    Außerdem bemitleide ich ernsthaft jeden, der freiwillig auf Flugreisen verzichtet, obwohl er sich die leisten könnte. Es gibt so unglaublich viel auf dieser schönen Erde, was diese Menschen verpassen.

    Zitat Zitat von Kosel Beitrag anzeigen
    Vorschlag für eine neue Forenregel: Wer Studien als invalide erklärt, muss Statistikkenntnisse nachweisen.

    Ist das dein Ernst? Um festzustellen, dass es Unsinn ist, dass Todesfälle bei 27°C in Manila als Kältetote zählen, Todesfälle bei 20°C in London aber als Hitzetote, brauche ich Statistikkenntnisse? Das traue ich ehrlich gesagt jedem mit gesunden Menschenverstand zu (also definitiv nicht allen FfF-Anhängern )



    Es freut mich aber, dass ich rückwirkend auch DEINE gnädige Erlaubnis hatte, eine schwachsinnige Studie als schwachsinnig zu bezeichnen.
    Bild:
    ausgeblendet

    (Das war übrigens noch zu einer Zeit, als noch nicht jedem Schüler/Studenten die Einsen und Zweien nur so hinterhergeschmissen wurden )

    Statistik-Kenntnisse waren allerdings vollkommen unnötig, um die besagte Studie als Datenmüll zu identifizieren. Es ist durchaus möglich, dass der komplette mathematische/statistische Teil zur Auswertung des Modells vollkommen richtig durchgeführt worden ist, den hab ich mir garnicht näher angeschaut. Denn das Problem lag schon in der "Fütterung" des Modells mit schwachsinnigen Daten (Definition Hitzetoter/Kältetoter).
    Einfach ausgedrückt: wenn ich behaupte, dass 1+1 = 0, dann kann ich auch beweisen, dass 0 = 1000000 ist. Das Ergebnis wäre natürlich falsch, das läge in dem Fall aber nicht am Rechenweg, sondern einfach nur an der falschen Grundvoraussetzung.

    Geändert von Mister Brot (18-11-2019 um 00:57 Uhr)

  10. #2545
    27C durchschnitt bei destabilisiertem klima schliessen ein paar tage mit 5C nicht aus, und wenn die keine isolation und keine heizung haben bzw squatters am fluss, kann das schon bitter werden.

    das permafrost problem kann leider sehr schnell gehen.

    dazu kommt - golfern ist mir zu kompliziert aber das thema gehört hier rein - eine vernachlässigung der lokalen physischen wirtschaft, und der transport wird aber stark unter der klimaänderung leiden, und sei es dass er einfach zu teuer wird.
    das ist eben das problem der kaputten balance zwischen bodenständigen und reisenden. eine zunehmende feindschaft, die eine lösung verhindert.

    man wird innerhalb von höchstens 1000 km komplett alles produzieren müssen, was der mensch zum leben braucht.

    nullzins oder gar negativ, das hat nicht nur mit den banken zu tun. zb die aufblähung der geldmenge ist hauptsächlich eine aufblähung der derivate.
    aber dass man das geld gar nicht mehr los wird, sondern dafür noch parkgebühren zahlen muss, sodass es letztlich rostet, hängt eher mit dem abbruch des wachstums im westen zusammen.
    es gibt keine vielversprechenden investitionen mehr, und dort wo was läuft, ist es so gross, dass es nicht mit dem bisherigen instrumentarium gemacht werden kann, sondern nur direkt von einer staatengemeinschaft.
    china mit seinen 5G projekten kann natürlich einen investitionskreislauf virtualisieren bzw emulieren, da eh alles der staat regelt.

    wachstum und fortschritt gibt es nur mehr mit einer erhöhung der energiedichte der produktionsmittel. aber auch das ist halt wieder eine eurasische idee.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  11. #2546
    Zitat Zitat von AntiMuc Beitrag anzeigen
    Natürlich war das damals kein Grund, das Auftauen des Permafrosts hat erst in den letzten Jahren so richtig begonnen. Aktuell ist es aber zu einem Grund geworden. Der Permafrost fängt viel früher, als ursprünglich von den Forschern vorhergesagt, an zu tauen.

    Und der auftauende Permafrostboden wird, soweit ich das recht in Erinnerung habe, massiv CO2 frei geben. D.h. wenn der in größerem Umfang auftaut, dann wird es kritisch, denn soviel CO2 wie da raus kommt, können wir eigentlich gar nicht einsparen ohne ganz massive Einschränkungen in Kauf zu nehmen. (Also weniger Auto fahren, nicht mehr Fliegen, etc. wird da nicht im Ansatz reichen.)

    Habe es gefunden:

    ...Man schätzt, dass im Permafrost der Landflächen 1672 Gigatonnen organischen Kohlenstoff gespeichert sind. Das ist mehr als doppelt so viel Kohlenstoff, wie die gesamte Vegetation der Erde enthält. Selbst wenn nur ein kleiner Teil dieses Vorrats freigesetzt würde, stiege der atmosphärische Kohlenstoffgehalt – in gebundener Form, das heißt als Methan oder Kohlendioxid – signifikant an. Dabei ist der Permafrost, der sich im Meeresboden arktischer Schelfgebiete befindet, noch gar nicht berücksichtigt. Er bildete sich in der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel zig Meter niedriger lag und die entsprechenden Flächen zur Landmasse gehörten. Wie viel Kohlenstoff aus diesem submarinen Permafrost freigesetzt werden könnte, wenn die Erwärmung anhält, ist noch kaum bekannt. ...
    Quelle
    Wir seh'n mit Grausen ringsherum:
    Die Leute werden alt und dumm.
    Nur wir allein im weiten Kreise,
    Wir bleiben jung und werden weise.

    Eugen Roth

  12. #2547
    Methanhydrat. Besonders gefährliche Komponente im Permafrost. https://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat

    Weitere Bedenken, auch von eurasischen Medien im Klimakontext gepostet:
    https://www.dw.com/en/venus-may-have...ter/a-50564830
    https://www.space.com/42570-venus-mo...te-change.html
    (und die posten ganz viel von der NASA)

    Das Risiko ist nicht abschätzbar, facit, die Erde könnte auch eines Tages 200 Grad heiss werden und mehr...
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  13. #2548
    Ich muss mit meinem Ärger mal irgendwo hin, und dies hier scheint mir der Platz zu sein, an den es am ehesten passt.

    Gestern habe ich zum Abendbrot Brokkoli gemacht. Unspektakulär, sollte man sagen. Kaufe ich normalerweise frisch, aber in diesem Fall kam er aus der Tiefkühltruhe, weil wir seit fast zwei Wochen (dienstreisebedingt) nicht mehr zum Einkaufen gekommen sind. Und als ich dann die leere Packung zusammenpappen und entsorgen wollte, fiel mein Blick auf das hübsche Bild von einer schönen Landschaft auf der Rückseite, daneben in wohlgesetzten Worten die Erläuterung, dass dieser Brokkoli von fair bezahlten Kleinbauern blablabla… in ECUADOR angebaut wurde.

    BROKKOLI??? AUS ECUADOR??? Geht's noch?! Da fliegen die so ein paar Strünke Grünzeug um die halbe Welt?! Wollen die mir ernsthaft erzählen, dass sowas hierzulande nicht gedeiht? Wiki sagt, Hauptanbaugebiete sind die westlichen Mittelmeerländer, und ich sage: Unter Folie oder im Gewächshaus sollte es wohl auch hier oder in den Niederlanden klappen.

    Wozu muss man so etwas um die halbe Welt transportieren? Da müssen doch die Transportkosten das Zehnfache vom eigentlichen Preis der ware ausmachen!

    Boah, sowas bringt mich auf die Palme. Genau wie Äpfel aus Neuseeland. Hier bekommt man kaum noch mal einen leckeren, heimischen Cox Orange, stattdessen soll man die ewig gleichen fünf Sorten aus Neuseeland essen.

    So kann das Klima sicher nicht gerettet werden.

    Zitat Zitat von Mister Brot Beitrag anzeigen
    Beispiel: Keine Flugreisen mehr! Bei uns z.B. lebt ein Großelternpaar meines Kindes auf einem anderen Kontinent, die können ihr Enkelkind also nur sehen, wenn sie (oder wir) Flugzeuge benutzen. Und die 2-3x pro Jahr werden wir uns auch nicht nehmen lassen. Wenn die ganze Welt morgen auf Flugreisen verzichten würde (in vielen Ländern, wie z.B. - weil es gerade hier Thema war - Grönland ist das ohnehin komplett unrealistisch), dann gäbe es auch kaum noch multikulturelle Beziehungen, die ja wohl vollkommen unzweifelhaft stark zur Völkerverständigung beitragen genauso wie Urlaube/Studium/Praktika/Jobs in anderen Ländern.
    Außerdem bemitleide ich ernsthaft jeden, der freiwillig auf Flugreisen verzichtet, obwohl er sich die leisten könnte. Es gibt so unglaublich viel auf dieser schönen Erde, was diese Menschen verpassen.
    Bei Großelternbesuchen wäre ich großzügig , Auslandskontakte und -Studien etc. sind sicher auch nicht unwichtig. Da jettet man ja auch nicht alle Nase lang hin und her. Aber wenn jeder jedes Jahr eine Flug-Fernreise macht, dann summiert sich das auf sehr ungute weise. Und ich halte das für total übertrieben. Ja, es mag tolle Länder auf der Welt geben. Aber es gibt auch tolle Länder genau hier. Deutschland hat unendlich viele schöne, oft unterschätzte Seiten, Frankreich ist ein Land voller wunderbarer Landschaften, jedes Land in Europa hat seine eigene Sprache und Kultur, seine charakteristische Landschaft, seine Küche, seine Düfte und Aromen - die Vielfalt auf relativ engem Raum ist verblüffend groß. So kann man durch ganz Europa gehen, es gibt unendlich viel zu entdecken. Das reicht für weit mehr als ein Leben. Man muss nur Augen haben, es zu sehen.

    Mir fehlt jedenfalls nichts, wenn ich nicht in der ganzen Welt herumjette oder auf einem schwimmenden Hochhausklotz über die Ozeane schippere.

    Es gibt drei Punkte auf der Welt, die mich in Versuchung bringen könnten, zu fliegen (soweit ich dazu nicht beruflich gezwungen bin): Portugal, Marokko und Madagaskar. Ich weiß noch nicht, ob ich da je hinkommen werde. Aber wenn, dann meine ich, drei Flüge im Leben sind noch vertretbar. Eher jedenfalls, als Brokkoli aus Südamerika hierher zu fliegen.

  14. #2549
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Und der auftauende Permafrostboden wird, soweit ich das recht in Erinnerung habe, massiv CO2 frei geben. D.h. wenn der in größerem Umfang auftaut, dann wird es kritisch, denn soviel CO2 wie da raus kommt, können wir eigentlich gar nicht einsparen ohne ganz massive Einschränkungen in Kauf zu nehmen. (Also weniger Auto fahren, nicht mehr Fliegen, etc. wird da nicht im Ansatz reichen.)

    Habe es gefunden:



    Quelle
    Ja da gab es auch eine ganze Reihe von Meldungen in diesem Sommer, z. B.

    Permafrost-Böden weichen auf - 70 Jahre früher als berechnet

    Die Studie hat nun herausgefunden, dass die Permafrostböden in der kanadischen Arktis um einiges schneller tauen als bisher angenommen. Dies hat sogar dazu geführt, dass der Boden zwischen 2003 und 2016 stellenweise um bis zu 90 Zentimeter abgesackt ist. Der erschütternde Hintergrund: Klimaforscher vom UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gingen eigentlich davon aus, dass dieses Stadium erst im Jahr 2090 erreicht wird.
    Man muss sich aber auch darüber bewusst sein, dass hier nicht gleich der ganze Permafrost auftaut. Es scheint aber bei den nicht ganz so kalten Bereichen deutlich anzufangen.

  15. #2550
    Dänemark ist auch das glücklichste Land der Welt.

    https://www.morgenpost.de/vermischte...-Daenemark.htm

    "Das skandinavische Modell, zu dem Dänemark zählt, steht für einen Wohlfahrtsstaat, für ein nahezu kostenloses Gesundheitssystem und ein umfassendes Netz an Kindertagesstätten.
    Auch nicht zu unterschätzen in Sachen Glücksgefühl sei das soziale Sicherheitsgefühl: Der Durchschnittsdäne gehört zur breiten Mittelschicht und muss sich wenig Sorgen machen. Wird er krank oder arbeitslos, fängt ihn der (durch hohe Steuern finanzierte) Wohlfahrtsstaat auf. Dänemark steht für eine ambitionierte Sozialpolitik, einen hohen Lebensstandard und geringe Einkommensunterschiede.
    Auch was die Familienorganisation angeht, sind sie entspannt: Früher nach Hause gehen, um das Kind aus der Kita abzuholen? Was bei manchem Arbeitgeber in Deutschland nicht gut ankommt, ist bei den Nachbarn im Norden ganz normal. Familie und Freizeit sind wichtig, wissen dänische Chefs schon seit Generationen. Ein Umgang, geprägt von Respekt, gehört zu den Traditionen im Verhältnis Arbeitnehmer mit Arbeitgeber."

    Vorhin bei Hart aber Fair war eine deutsche Ärztin, die in Dänemark arbeitet, die konnte nur lachen über die Zustände in Deutschland, die will auch nicht wieder zurück, verdient mehr und arbeitet weniger. Weniger Lobbyismus. weniger Profitorientierung. 1 Krankenkasse ! wie in der DDR. Krankenhäuser alle staatlich und das sehr gut organisiert. Da kommt eine Krankenschwester auf einen Patienten. hehe
    Sie verdienen wohl auch so viel, das sie glücklich Steuern und hohe Stromkosten zahlen. Man merkte der Dame richtig an, wie glücklich sie in Dänemark ist.
    Von daher ist es nicht überraschend, das die Dänen da weiter sind und auch die Akzeptanz für den Klimaschutz höher scheint, weil es ihnen scheinbar in der Mehrheit sehr gut geht und die Ängste vor Veränderungen, vor Abstieg, vor abgehängt sein, weniger sind. Und man der Politik wohl auch mehr traut und diese transparenter ist als bei uns. So geht sozialdemokratische Politik. So kommt Sozialpolitik und Klimaschutzpolitik zusammen.
    Geändert von Manitu (19-11-2019 um 03:57 Uhr)


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