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Ergebnis 16 bis 30 von 39
  1. #16
    was china betrifft, gibt es vor allem eine grosse richtlinie:

    die westlichen darstellungen der letzten 50 jahre waren absichtlich grundfalsch.
    also hauptsächlich die herleitungen, dass china wirtschaftlich nicht aufschliessen könne, weil sie alles nur nachahmen, und weil ihre philosophie und hierarchie nicht für eine wissenschaftlich-technische gesellschaft geeignet erschienen.
    es durfte nicht sein, dass die überhaupt was anderes als krass unterlegen und rückständig sein konnten.
    dies wurde in berichte der erlebnisse westlicher firmen und geschäftsleute in china eingeflochten.
    wie sich die mentalitätsunterschiede und stark anderen prinzipien der kultur und des benehmens auf diese wahrnehmungen auswirken müssen, davon war nicht die rede, und hatte niemand eine ahnung, nicht mal viele der direkt dort tätigen.

    das interessante an hongkong ist also diese schnittstelle der kulturen und wirtschaftsformen. das hätte ein integratives und informatives potenzial haben sollen.
    die berechnung, mit der beijing in hongkong agiert, ist demnach auch sehr schwer zu durchschauen.

    wenn wir das thema schon mal haben, es kommt nix raus, wenn man westliche dialektik oder gar schwarzweissmalerei versucht, um die dinge zu erklären.
    in china herrschen geometrische sprachgrammatik, und geometrische logik. in trivialen worten, yin und yang haben variable plätze, es gibt nicht gut und böse mit absoluten platzierungen.
    wichtig ist dass etwas funktioniert, und dass es gewinn gibt. und das gilt auch für hongkong.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  2. #17
    homo novus Avatar von caesar
    Ort: milchstrasse
    Die behauptung, mit kapitalismus und wohlstand kommt demokrate ist bisher von china glänzend widerlegt worden.

    bisher konnte es ohne allzu offenen stalinistischen methoden vollzogen worden.

    solange nur die "verwestlichten" hong konger, bzw. eine radikale minderheit demonstriert und nicht auch festlandchinesen, können die randalierer gar nichts ereichen.

    wieso dem westen grund für heuchelei liefern, während man immer noch "gute" diktaroren hofiert?

    jeder tag mit einem grösseren china ist ein schlag ins gesicht der ehemaligen kolonialherren.
    das melken eines leeren euters bewirkt nur,
    das man vom melkstuhl gestossen wird.

    rise and rise again until the lambs become to lions.

  3. #18
    Dost
    unregistriert
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    was china betrifft, gibt es vor allem eine grosse richtlinie:

    die westlichen darstellungen der letzten 50 jahre waren absichtlich grundfalsch.
    also hauptsächlich die herleitungen, dass china wirtschaftlich nicht aufschliessen könne, weil sie alles nur nachahmen, und weil ihre philosophie und hierarchie nicht für eine wissenschaftlich-technische gesellschaft geeignet erschienen.
    es durfte nicht sein, dass die überhaupt was anderes als krass unterlegen und rückständig sein konnten.
    dies wurde in berichte der erlebnisse westlicher firmen und geschäftsleute in china eingeflochten.
    Das ist falsch. Du gibst eine Minderheitenmeinung wieder und stellst sie als Mehrheitsmeinung dar. Dass der Aufstieg Chinas kommen würde, sobald das dortige politische System es zulassen würde, war jedem auch nur ansatzweise Interessiertem bekannt. Und selbst wenn jemand kulturell-rassistische Dünkel gehabt hätte, wäre dieser allerspätestens ab Mitte der 70er mit dem Aufstieg Japans und Innovationen von Sony, Toyota, Kawasaki und Co eines Besseren belehrt worden.



    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    das interessante an hongkong ist also diese schnittstelle der kulturen und wirtschaftsformen. das hätte ein integratives und informatives potenzial haben sollen. die berechnung, mit der beijing in hongkong agiert, ist demnach auch sehr schwer zu durchschauen.
    Das ist falsch. Was ist daran schwer zu durchschauen? Da ist nichts schwer dran. HongKong gehört zu China und die Parteidiktatur Chinas wird langfristig nie einen Sonderstatus akzeptieren. Aber man schlachtet auch nicht die Kuh, die so viel Milch gibt. HongKong ist ein gewaltiges Finanzzentrum und eine zu schnelle, zu offensichtliche Assimilation würde zu einer massiven Kapitalflucht und damit auch Schäden in der chinesischen Wirtschaft verursachen. Warum also die Sache übers Knie brechen. China hat alle Zeit der Welt und die Assimilation wird scheibchenweise fortgeführt.



    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    wenn wir das thema schon mal haben, es kommt nix raus, wenn man westliche dialektik oder gar schwarzweissmalerei versucht, um die dinge zu erklären. in china herrschen geometrische sprachgrammatik, und geometrische logik. in trivialen worten, yin und yang haben variable plätze, es gibt nicht gut und böse mit absoluten platzierungen.
    wichtig ist dass etwas funktioniert, und dass es gewinn gibt. und das gilt auch für hongkong.
    Das ist falsch und auch Aussagen wie, es herrscht in China

    gilt dies auch für Taiwan und HongKong?

    geometrische Logik sind schlichtweg rassistisch. Für China ist auch nicht wichtig, dass etwas funktioniert oder Gewinn erbringt. Das ist zweitrangig. Erstrangig ist, dass die Herrschaft der Partei gesichert ist und von niemandem angezweifelt wird. Erst danach dürfen Individuen Profit machen, aber auch nur so lange, wie die Partei nichts anderes anordnet.


    Interessanter als HongKong ist Taiwan. China wird ungeduldig. Taiwan soll heim ins Reich. China wird den Druck immer weiter erhöhen und ich bin mir sicher, dass sie auch gegen alle Widerstände bis 2050 die Wiedervereinigung erzwingen werden. Bei Taiwan wird China keine Kompromisse kennen.
    Geändert von Dost (23-09-2019 um 08:45 Uhr)

  4. #19
    Pepe's Hongkong adventures:

    https://www.nytimes.com/2019/08/19/w...pepe-frog.html

    https://www.wired.com/story/pepe-the...eme-hong-kong/


    es ist auf beiden seiten nicht so simpel und klar, wie es hin gestellt wird.

    * auch im westen begann pepe als ironisches symbol tiefer enttäuschung und systemkritik.

    * durch die westliche einmischung und die historische rolle hongkongs als zentrum westlicher finanzwelt und kolonisation, ist es nicht so simpel, dass pepe dort ausschliesslich für positive werte stehen soll.
    der westen will die kontinuität ""seines" hingkong unterstützen.
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    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  5. #20
    dost predigt das übliche. war klar, dass von reaktionärer haltung her sowas konstruiert würde.
    intensität proportional dem angetriggert sein.
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  6. #21
    ich möchte mir garnicht ausmalen wie man hierzulande bürger titulieren würde, wenn sie ständig in nicht genehmigten demonstrationen den flughafen FFM lahmlegen würden..."demokratiebewegung"?
    Warnung! Bei diesem Beitrag könnte es sich um Satire handeln.

  7. #22
    Ich meine, dass die meisten der Demos in Hongkong genehmigt wurden, nicht genehmigt waren dabei dann die Demonstrationszüge durch bestimmte Straßen.

  8. #23
    Dost
    unregistriert
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    der westen will die kontinuität ""seines" hingkong unterstützen.
    Auch das ist falsch. Der Westen wird ,,sein" HongKong genauso stark unterstützen, wie es sich für Tibet oder den Dalai Lama oder die Uiguren einsetzen wird. Nahezu geräuschlos, kaum wahrnehmbar, exakt so, dass es den chinesischen Machthabern nicht ernsthaft weh tut und sie zu sehr vor den Kopf stößt. Warum? Weil der Fleischtopf China viel viel viel größer als der Fleischtopf HongKong ist. Eine spürbare Unterstützung des Westens für die Kontinuität ,,seines" HongKong wird es deswegen nicht geben.

    Und um Missverständnissen vorzubeugen. Die Unruhen in HongKong wurden nicht vom Westen aus initiiert. Dem Westen kommt das sehr ungelegen. Man weiß, wie hoffnungslos die Lage HongKongs ist. Jedes Wort zu viel gefährdet Geschäfte mit China. Die Unruhen entstammen ganz allein aus der tiefen Angst und Wut der dortigen Bevölkerung um ihre persönliche Freiheit. Denn noch wichtiger als kulturelle Traditionen ist das Streben nach persönlichem Glück, in dem sich alle homo sapiens, gleich ob Chinese, Deutscher oder Nigerianer gleichen.

  9. #24
    der westen ist nicht stakeholder für tibet oder xinjang. für hongkong schon. da läuft ein relevanter prozentsatz des weltweiten finanztransfers.

    polemik was denn alles schlecht ist, macht keinen sinn.
    sondern das ziel ist, allgemein intellektuell "aufzurüsten", um die herausforderungen parieren zu können, denn grade die manager und mehrheitsaktienbesitzer im westen werden den gürtel in einem ausmass enger schnallen müssen, wenn das kommt, als die normalen arbeiter und angestellten.
    es herrscht ja nicht die erpressbare notlage wie in afrika. sondern teils unsachliches, ideologisiertes und auf depperte weise globalisiertes (von regionaler verantwortung abgehobenes, "reisendes") management. dessen taktiken sind nun hackbar geworden.
    eine chinesische managerin hat das im dt. TV ziemlich einleuchtend erklärt, wenn auch nur kurz gefasst.

    ein update, um fit zu sein. nicht ein moralisch begründeter kampf um die chinesische gerechtigkeit und deren negation. und das ohne was lernen zu wollen.
    china erpresst das system der warmduscher und schneeflocken mit der linken hand.
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  10. #25
    In Hongkong geht es um die Freiheit und das bewegt die Menschen. Die Bewohner von Hongkong waren bis 1997 Bürger eines freien westlichen Staates und sind somit die Freiheit gewohnt. Und sie fürchten, dass man ihnen ihre zugesicherten Sonderrecht nach und nach wegnimmt. Bisher zeigen sich die chinesischen Behören aber durchaus einigermaßen zurückhaltend im Umgang mit den Demonstranten. Im Festlandschina würde man meiner Ansicht nach ganz anders mit solchen Demonstrationen umgehen.

  11. #26
    es ist ein sehr wichtiger anlass, um über faktoren der freiheit nachzudenken, aber auch über das spektrum, wo scheitert die freiheit am missbrauch und der unverantwortlichkeit.
    beijing reagiert bisher eher klug, man weiss nicht, was raus kommt.

    aber für europa ist es entscheidend, den anlass auch zum überdenken der eigenen politiken herzunehmen.
    grad in news und nachbarthreads wieder die uploadfilter und vorratsdatenspeicherung, und die unberechenbare thinktankherrschaft über die meinungsäusserung auf sozialen medien.
    *game of chicken*
    da sieht china für sich einstiegspunkte.
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  12. #27
    hierzuland endet "die freiheit" ja schon vor der eigenen haustür in alimentierten EU-nachbarstaaten.
    Warnung! Bei diesem Beitrag könnte es sich um Satire handeln.

  13. #28
    Es wird kritisch:

    ... Bei Protesten in Hongkong ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Laut übereinstimmenden Medienberichten gaben Einsatzkräfte der Polizei mehrfach Schüsse ab. Im Stadtteil Tsuen Wan wurde nach Angaben der "South China Morning Post" ein Mann von einer Kugel an der Brust verletzt. ...
    Quelle
    Wir seh'n mit Grausen ringsherum:
    Die Leute werden alt und dumm.
    Nur wir allein im weiten Kreise,
    Wir bleiben jung und werden weise.

    Eugen Roth

  14. #29
    https://worldaffairs.blog/2019/07/05...ot-being-told/

    https://www.youtube.com/user/MrGhanaBaby/videos https://www.youtube.com/watch?v=zgG_Y8Y8ut0
    ... https://www.youtube.com/watch?v=CKh6b1vS0r8
    -----------------------

    ich schlage vor, sich kreativ und kritisch mit diesen zwei positionen zu befassen, die gegensätzlicher gar nicht sein könnten, innerlich und äusserlich, und sich heute bereits eng begegnen.

    also einstieg mit a) xinjiang und b) dem afrikanischen abenteuer in china, und dann fortsetzung über die bandbreite der publikationen.
    das eine ist politische agitation, das andere ist politische comedy, die sich sehr schlau verbirgt. und das ist sache, es ist teil des status quo.
    besonders die chinesisch dominierte publikation ist inhaltlich in ganz eurasien bekannt, und diese bekanntheit kann von niemand zurück genommen werden, bloss konkurriert.

    die relevanz westlicher gescheitheiten scheint mir einfach nicht gegeben, wenn man stets alles in zweifel zieht, was den kern nichtweisser gesellschaften in sachen aktueller trends, sichten, ziele usw einfach darstellt, und den grösseren teil der menschheit umfasst.
    besonderer hinweis auf die integrativen bemühungen in eurasien, um sich zu emanzipieren, und selbst so mächtig wie möglich zu werden, angesichts der vorteile die die weltmacht augenscheinlich besitzt.


    es geht nicht darum, "verräterisch positionen des feindes nachzuplappern", sondern darum, dass demokratie nur möglich ist, wenn jeder möglichst viel vom gesamtbild versteht.
    verstehen heisst nicht alles zu billigen, sondern diese vertauschung bezüglich der vokabel "verstehen" ist einer der hässlichsten faschistischen anschläge auf unser freies denken.

    beide links enthalten auch positionen, die ich nicht unterstütze, aber präsentieren will, um kritisch reagieren zu können.

    es geht darum zu verstehen, was die situation, die wahrnehmung, und die einstellung ist.
    und zwar im ORIGINALTON.
    nicht durch eine "priesterschaft" (MSM) vermittelt und durch soldaten eingeprügelt (strafmassnahmen zb durch geheimdienste, character assassination gegen geistige abweichler etc.)
    sondern volle kritik am "soldiers and friars" system, auch dort wo es sich heute getarnt und umgekleidet hat, und nicht vermutet wird.


    das ist die methode, die sich gegen übergriffe und informelle unterwanderungen eines nicht-westlichen imperialismus wehren kann.
    indem sich die masse der menschen ein bild macht, aus originalen, ungeschminkten äusserungen, und diese nach eigenem gutdünken verwertet.
    gegen diese macht hat der zentralismus wenig chancen - man muss sie nur erkennen und zulassen.

    denn es ist eben nicht immer klar, was konkret passiert ist, oder was jemand beabsichtigt, aber man kann sich die verschiedenen stimmen anhören, und lernt dabei das kritische zuhören, statt das mitjohlen.
    Geändert von hans (05-10-2019 um 21:41 Uhr)
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
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  15. #30
    interview: der neue kalte krieg mit china
    https://www.youtube.com/watch?v=HD6C...ature=youtu.be

    während aktuell in hongkong
    https://www.compuserve.com/news/stor...05/KBN1WK012_6
    Geändert von hans (05-10-2019 um 22:16 Uhr)
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