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Ergebnis 61 bis 75 von 137
  1. #61
    sorry, ich meinte, du meinst mich

  2. #62
    unwissend und langweilig Avatar von killefitz
    Ort: hier bei mir
    Zu laufenden Motoren in Bonn kann ich nichts sagen, in Hannover wurden sie abgestellt, zumindest wurde es mir so berichtet, ich war nicht dabei. Aber anders hätte man von den Reden der entsprechenden Politiker ja auch nix gehört.
    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert

    Bild:
    ausgeblendet

  3. #63
    *321* Avatar von suboptimal
    Ort: Ein Schritt vor Belgien
    Zitat Zitat von amazone96 Beitrag anzeigen
    sorry, ich meinte, du meinst mich
    Nein, wirklich nicht.
    *Jeder Jeck es anders* *Et es, wie et es* *Et kütt, wie et kütt* *Et hätt noch emmer jot jejange* *Wat fott es, es fott* *Et bliev nix, wie et woor* *Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett* *Wat wellste mache?* *Mach et joot, ävver nit ze off* *Wat soll de Quatsch?* *Drinkste eene met?*

  4. #64
    Zitat Zitat von killefitz Beitrag anzeigen
    Zu laufenden Motoren in Bonn kann ich nichts sagen, in Hannover wurden sie abgestellt, zumindest wurde es mir so berichtet, ich war nicht dabei. Aber anders hätte man von den Reden der entsprechenden Politiker ja auch nix gehört.

    die Kundgebung war auf einem platz in der Innenstadt. den wollten die zuerst mit Treckern zusetzen. wurde nicht erlaubt, weil darunter eine Tiefgarage ist, das hätte die decke nicht ausgehalten. ich kann mir auch vorstellen, dass die riesen dinger ordentlich was wiegen.
    auf dem platz waren dann nur Personen und ich glaub ein trecker mit Anhänger, die haben äpfel verteilt.

    mein mann sagte das mit den laufenden Motoren.

    Zitat Zitat von suboptimal Beitrag anzeigen
    Nein, wirklich nicht.

  5. #65
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    Zitat Zitat von killefitz Beitrag anzeigen
    Zu laufenden Motoren in Bonn kann ich nichts sagen, in Hannover wurden sie abgestellt, zumindest wurde es mir so berichtet, ich war nicht dabei. Aber anders hätte man von den Reden der entsprechenden Politiker ja auch nix gehört.

    bei uns wurde nur ein Kreisverkehr ziemlich lang von den Traktoren umrundet - mit lautem gehupe.

    alle anderen Traktoren standen einfach geparkt gefühlt mehrer km innenstadtstraßen voll und die Bauern waren von da zu der Kundgebung gelaufen.

    gestunkten hat es kaum. - auch nicht in dem kreisverkehr.
    aber das gehupe war höllischlaut -
    die hatten so extra-tröten-hupen oder was weiss ich.
    das hat schon machtig rabatz gemacht

    Denk ich an Europa in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (in Anlehnung an H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  6. #66
    Fußballpythia Avatar von Jaspis I.O.F.F. Team
    Ort: Doatmund
    Zitat Zitat von killefitz Beitrag anzeigen
    Ach, und nur weil es das gibt, nutzen wir das auch alle?

    Dann erklär mir mal, warum ich regelmäßig im Jahr unseren AdBlue-Container auf dem Hof gegen einen vollen tauschen lassen muss.

    @ Amazone, wie hättest Du Dir denn eine Demo gewünscht? Wenn wir Aufsehen erregen wollen, und das war das gestrige Ziel, dann muss man auch mal zu unbequemen Maßnahmen greifen. Ein Protestzug zu Fuß bringt nun einmal lange nicht so viel Aufmerksamkeit, als wenn man mal den Verkehr lahmlegt.

    Es ist ja nicht so, dass die Städte regelmäßig lahmgelegt werden. Ausserdem waren die Demos angekündigt mit Vorlauf. Es wusste also jeder, dass es etwas passieren wird, der mal Nachrichten verfolgt. Unser Konvoi beispielsweise ist von Anfang an absichernd von der Polizei begleitet worden. Die Bildung einer Rettungsgasse, um den RTW im Einsatz durchzulassen, hat besser und schneller funktioniert als auf Autobahnen.
    kille,
    nach dem, was ich in den Nachrichten gesehen habe, dachte ich, dass mir viel Information über das Alltagsleben kleiner und mittelständischer Bauern fehlt. Ganz offensichtlich wird die große Agrarpolitik von den Lobbyisten der Agrar-Industrie mitbestimmt und Frau Klöckner macht auf mich nicht den Eindruck allzu großer Kompetenz.

    Wie seid Ihr organisiert? Im Grunde müsstet Ihr intensive Informationspolitik in den Großstädten und Ballungsräumen machen, denn dort leben die meisten Verbraucher und auch Kritiker. Da klafft eine große Lücke.
    Es ist so gruselig zu sehen, wie wenig wertgeschätzt mittelständisch bäuerlich produzierte Lebensmittel werden, wie viel weggeworfen wird, ohne Not. Das führt auch zu unserer ungesunden Billigbillig-Mentalität.
    Mir ist auch klar, dass der "normale" Bauer gar keine Zeit hat, sich um diese Info-Lücke zu kümmern.

  7. #67
    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    aber das gehupe war höllischlaut -
    die hatten so extra-tröten-hupen oder was weiss ich.
    das hat schon machtig rabatz gemacht
    Ich find's super. Wenn Protest keiner mitbekommt, ist er sinnlos!

  8. #68
    Member Avatar von Claudia
    Ort: Hoch im Norden
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    Es ist so gruselig zu sehen, wie wenig wertgeschätzt mittelständisch bäuerlich produzierte Lebensmittel werden, wie viel weggeworfen wird, ohne Not. Das führt auch zu unserer ungesunden Billigbillig-Mentalität.
    Mir ist auch klar, dass der "normale" Bauer gar keine Zeit hat, sich um diese Info-Lücke zu kümmern.

    Wobei es da bei einigen Verbrauchern schon ein Umdenken gibt. Dass nach der regionalen Herkunft von Lebensmitteln gefragt wird und beim Einkauf drauf geachtet wird, nicht mehr zu kaufen, als verbraucht werden kann.

    Und daher auch Supermärkte "regionales" Obst und Gemüse anpreisen (das dann durchaus mal aus 200 km Entfernung kommt).
    .

  9. #69
    Zitat Zitat von Claudia Beitrag anzeigen
    Und daher auch Supermärkte "regionales" Obst und Gemüse anpreisen (das dann durchaus mal aus 200 km Entfernung kommt).
    Bei meinem "Stamm-Supermarkt" (Hit) werden solche Produkte mit diesem Bildchen beworben:

    Bild:
    ausgeblendet


    Finde ich ganz gut, ist dann auch am Regal neben dem Preis zu finden. Nicht nur neben Obst und Gemüse sondern neben/an allen regionalen Produkten, auch an sämtlichen Kölsch-Sorten

  10. #70
    weißwurscht is Avatar von Angie07
    Ort: Baijan
    Persönlich frag ich mich ja immer, warum man das Bienensterben medial mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft in Verbindung bringt?!
    Klar... Glyphosat.... ganz ungutes Thema...

    ABER: So lange Mähroboter dafür sorgen, dass nicht mal mehr ein Gänseblümchen das Licht der Welt erblicken kann, muss ich über die Landwirte nicht unken.....

    Mein einziger Wunsch: Nicht den letzten cm mittels GPS bewirtschaften, sondern - wie früher - schön breite Streifen lassen, auf denen i.d.R. alles wächst und blüht.


    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    ich kenn einfach zuviele leute, die TOTAL für Umweltschutz sind und in deren Vorgärten nur Kieselsteine liegen.
    sonst haben sie 3mm Rasen im Garten -
    DANKE!



    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    es tangiert sie.

    es sind genau die leute, die auf die bösen Bauern schimpfen, die so gar nix für die Umwelt tun.
    aber das 3,99€/kg Hack wird gern gekauft.

    mich kotzt diese Doppelmoral an.

    Jeder - und damit mein ich JEDEN - der im letzten Jahr auch nur einmal Fleisch für unter 10€/kg oder ein Billig-Ei gekauft hat - sollte sich gut überlegen, auf wen er schimpft.
    und sich mal fragen, warum Bauern Dinge tun, die nicht ok sind. und ja, das tun sie. und es gibt schwarze schafe, keine frage.

    aber der Preisdruck ist so gigantisch.



    der bauernverband hat auch viel falsch gemacht.
    ich war nie ein großer Bauernfan.
    aber ich kenn familienbetriebe - so was, was es kaum noch gibt. und die kämpfen jeden tag. jeden einzelnen tag.
    und sie tun mir leid.
    Noch mal DANKE, denn das ist das, wo ich auch einen dicken Hals bekomme.

    Die Leute schlafen vorm Apple-Laden, um 1.000 Euro für so ein dämliches Handy äh, sorry SMARTPHONE auszugeben, fahren anschl. zum Flughafen und ersteigern sich für 180 Euro aufwärts einen Koffer, der i.d.R. dreckige Wäsche enthält, und dann zum Discounter, um möglichst billig Fleisch zu kaufen....

    Auf fiesere Art kann ich nicht zeigen, wie wenig Wert ein Lebewesen ist, das für unseren Genuss sterben muss....

    Zitat Zitat von killefitz Beitrag anzeigen
    Ach, und nur weil es das gibt, nutzen wir das auch alle?

    Dann erklär mir mal, warum ich regelmäßig im Jahr unseren AdBlue-Container auf dem Hof gegen einen vollen tauschen lassen muss.

    @ Amazone, wie hättest Du Dir denn eine Demo gewünscht? Wenn wir Aufsehen erregen wollen, und das war das gestrige Ziel, dann muss man auch mal zu unbequemen Maßnahmen greifen. Ein Protestzug zu Fuß bringt nun einmal lange nicht so viel Aufmerksamkeit, als wenn man mal den Verkehr lahmlegt.

    Es ist ja nicht so, dass die Städte regelmäßig lahmgelegt werden. Ausserdem waren die Demos angekündigt mit Vorlauf. Es wusste also jeder, dass es etwas passieren wird, der mal Nachrichten verfolgt. Unser Konvoi beispielsweise ist von Anfang an absichernd von der Polizei begleitet worden. Die Bildung einer Rettungsgasse, um den RTW im Einsatz durchzulassen, hat besser und schneller funktioniert als auf Autobahnen.
    Meine Unterstützung hat jeder Landwirt.
    Schlimm genug, dass sich meist die Leute über die Traktor-Demo aufregen, die täglich ihre verzogenen Würmchen mit dem SUV zur Schule bringen.



    Noch übler wird dann die Diskussion über die grusligen E-Autos. Schon schön, wie man auf gruslige Art gewonnene "Zutaten" den Gebrauch dann vollen Ernstes als klimaneutral verkauft... wuah....



    Fleisch muss (wie Flüge auch ) deutlich teurer werden. Die Landwirte (also die "echten", nicht die "vollautomatischen", die Massentierhaltung zwecks höheren Subventionen auf unangenehme Art praktizieren) haben meine absolute Unterstützung!

    Soll doch erst mal die "Steinhecke" verboten werden, in der nicht mal mehr ein Vogel ein Nest bauen kann...




    Endloses Thema, dass gleichermaßen wichtig ist und die Aufklärung ehrlicher sein müsste....
    Geändert von Angie07 (23-10-2019 um 15:46 Uhr) Grund: Tippfehler

  11. #71
    Zitat Zitat von Angie07 Beitrag anzeigen
    Die Leute schlafen vorm Apple-Laden, um 1.000 Euro für so ein dämliches Handy äh, sorry SMARTPHONE auszugeben, fahren anschl. zum Flughafen und ersteigern sich für 180 Euro aufwärts einen Koffer, der i.d.R. dreckige Wäsche enthält, und dann zum Discounter, um möglichst billig Fleisch zu kaufen....

    Auf fiesere Art kann ich nicht zeigen, wie wenig Wert ein Lebewesen ist, dass für unseren Genuss sterben muss....
    Naja, wer billiges Fleisch konsumiert zeigt in erster Linie, wie wenig wert er sich selbst ist.

  12. #72
    weißwurscht is Avatar von Angie07
    Ort: Baijan
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Naja, wer billiges Fleisch konsumiert zeigt in erster Linie, wie wenig wert er sich selbst ist.
    Auch
    Aber die Wertschätzung eines Tieres seh ich da schon an erster Stelle.


    Edit: Bzw. die "eben nicht Wertschätzung"...
    Geändert von Angie07 (23-10-2019 um 15:11 Uhr)
    Möge Dein Leben eines Tages so sein, wie Du es auf Facebook darstellst...
    Bild:
    ausgeblendet

    Nico Semsrott

  13. #73
    adventlich gestimmt Avatar von ganzblau
    Ort: im Dörfli
    Zitat Zitat von Angie07 Beitrag anzeigen
    Persönlich frag ich mich ja immer, warum man das Bienensterben medial mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft in Verbindung bringt?!
    Klar... Glyphosat.... ganz ungutes Thema...
    Weil es zum Thema passt:

    In der Schweiz ist ein an sich zugelassenes, aber kontaminiertes Pflanzenschutzmittel schuld am Sterben von Hunderttausend Bienen. Da frage ich mich echt, wie man solche Katastrophen verhindern kann. Bzw. WER das kann.

    Quelle: Schweizer Bauer

  14. #74
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen
    Naja, wer billiges Fleisch konsumiert zeigt in erster Linie, wie wenig wert er sich selbst ist.
    Wie teuer war denn das Fleisch in den Convenience Produkten?
    Im Restaurant?
    Du kannst die ganze Kette gar nicht für dich kontrollieren.
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  15. #75
    unwissend und langweilig Avatar von killefitz
    Ort: hier bei mir
    Nur mal so zur Info: Glyphsat ist ein Herbizid, kein Insektizid. Es wird vor der Aussaat gezielt eingesetzt, um die Fläche, die neu eingesät werden soll, von bisher aufgelaufenen dort unerwünschten Pflanzen zu säubern.

    Es wirkt nicht direkt auf die Insekten. Wenn wir Insektizide, die nicht bienenfreundlich sind (ja, es gibt bienenfreundliche Insektizide) ausbringen, dann machen wir das nachts, da schlafen Bienen nämlich. Ohne Insektizide geht es aber nicht, weil der Großteil eben schädlich für Nutzpflanzen ist. Und unser Ziel sind gesunde Pflanzen.

    Landwirte müssen einen Sachkundenachweis ablegen, um Pflanzenschutzmittel einsetzen zu dürfen. Das geschieht mit der Gesellenprüfung und dann muss man jährlich an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen, um den Sachkundenachweis regelmäßig zu erneuern. Pflanzenschutzmittel sind teuer und da rechnet sich jeder schon selber aus, ob und welches Mittel er einsetzt.

    Interessanterweise ist Glyphosat für den Hausgarten freiverkäuflich im Baumarkt. Und da fragt NIEMAND, ob das Mittel sachkundig eingesetzt wird. Hauptsache im Pflaster des Gartenweges oder im Hofbereich vor der Garage wächst kein Kräutchen in den Fugen.

    Tierhaltende Betriebe stehen unter Kontrolle des Veterinäramtes. Wieviel Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen, Hunde und Vögel werden in kleinen Etagenwohnungen gehalten und leben die wirklich artgerecht?

    Ich will nicht verneinen, dass es auch unter Landwirten schwarze Schafe gibt, die nicht alles richtig machen. Aber das ist ein kleiner Teil und an dem ziehen sich dann die Leute hoch und verallgemeinern.

    Und noch mal zur Massentierhaltung. Wo fängt diese an? Das Wort sagt lediglich aus, dass eine Masse an Tieren gehalten wird. Es gibt weder Klarheit über die Haltungsform, noch über den Zustand der Tiere.

    Wir waren der kleinbäuerliche Tierbetrieb mit 20 Kühen, jede davon mit Kuschelfaktor und Namen... aber: im recht alten Stall mit wenig Kuhkomfort, dafür mit sehr sehr viel mechanischer Arbeit verbunden. Ist tiergerecht auch immer menschengerecht? Unser Arbeitsaufwand stand in keinen Verhältnis zum einzelnen Kuhplatz.

    Ein moderner Stall bietet Kuhkomfort mit Platz und guter Luft, aber er kostet auch! Und damit diese Investition auch wieder wirtschaftlich ist, braucht es eine gewisse Größe.

    Ja, wir haben große Maschinen und sehr sehr viel gebundenes Kapital. Aber ohne große kräftige Schlepper und moderne Maschinen können wir nicht wirtschaften. Industriebetriebe setzen in der Fertigung auch moderne gesteuerte Produktionsanlagen ein. Welcher Arbeiter soll sich denn noch hinstellen und Autos oder Maschinen "von Hand" mit Sprühpistole lackieren, wenn ein Roboter dieses wesentlich effizienter erledigen kann und dazu noch gesundheits schonender als ein Mensch?

    Aber die Bauern, die sollen bitte nach Bilderbuchidylle prodzieren. Nun, wir heißen nicht Jesus und wir können die Bevölkerung nicht mit 5 Broten und ein paar Fischen ernähren. Wir müssen dafür effizient arbeiten und dazu brauchen wir die entsprechende Ausrüstung.

    Und dazu gehört auch Spezialisierung in der Tierhaltung.

    Als ich vor 30 Jahren hier her kam, haben wir 50 ha bewirtschaftet und konnten knapp von den Erlösen leben. Deshalb haben wir ein ausserlandwirtschaftliches Standbein aufgebaut. Damals war ein Betrieb mit 100 ha ein guter mittelständischer Großbetrieb. Heute werden diese 100 ha von den Landwirten im Nebenerwerb bewirtschaftet, weil sie von den Erlösen nicht mehr leben können. Aber die Auflagen, nach denen wir wirtschaften müssen, haben sich vervielfacht.

    Von einem Angestellten oder Arbeiter verlangt heute auch keiner mehr, zu einem Lohnniveau von vor 30 Jahren zu arbeiten.

    Wenn ein Industriebetrieb in Kurzarbeit gehen muss, um eine drohende Insolvenz abzuwehren, dann freut sich jeder Angestellte über die Sozialleistung "Kurzarbeitergeld". Das ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Allgemeinheit da einspringt. Ebenso Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen, die wir alle erwirtschaften müssen, damit die Solidargemeinschaft funktioniert.
    Aber wenn wir Bauern 3 schlechte Jahre haben, weil die Witterung, von der wir nun einmal abhängig sind, uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, dann schimpft die Solidargemeinschaft, wenn es um Unterstützung geht? Das passt doch alles nicht zusammen.
    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert

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