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  1. #436
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Marauder Beitrag anzeigen
    Kein Mensch muss Bulle sein. Polizisten sind keine gesellschaftliche Minorität. Mehr muss ich dazu wohl echt nicht sagen. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, sind echt absurd.
    Polizisten sind keine gesellschaftliche Minderheit? Wieviele Polizisten gibt es, gemessen an der Gesamtbevölkerung?

    Boh, du klingst so Achtziger. Anti-AKW-Pershing-mäßig. Wie ich damals. "Haut die Bullen - platt wie Stullen". Mordandrohung gilt ja für die nicht. Sind ja keine Menschen. Oder doch. Mit Freundinnen, Frauen, Söhnen, Töchtern?
    Frau, Meinhoff?

    Polizisten sind die Typen, die für DICH den Dreck erledigen. Solltest du Nachts einen Einbrecher hören, der auch ein Vergewaltiger sein könnte, rufst du nicht die TAZ-Redaktion an...
    Geändert von spector (30-06-2020 um 01:16 Uhr)
    Surprise me with the plausible!

  2. #437
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Polizisten sind keine gesellschaftliche Minderheit? Wieviele Polizisten gibt es, gemessen an der Gesamtbevölkerung?
    Wow, ja, eine Gruppe Beamter, die mit Schlagstock und Knarre die ihr vom Staate verliehene Gewalt (in jeglichem Sinne) ausüben darf, ist eine Minderheit, mindestens so diskriminiert wie Geflüchtete, Menschen anderer Hautfarbe oder die LGBTQ-Community. Das ist so unfassbar absurd, mir sind die Augen in den Hinterkopf gerollt.
    Bild:
    ausgeblendet
    He thrusts his fists against the post and still insists he sees the ghost.
    Bild:
    ausgeblendet

  3. #438
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Boh, jetzt wendeln wir uns hoch. Ich habe auf einer Demo von "Zimmermanns Eingreiftruppe" in Brockdorf mit einem Gummiknüppel derart einen über den Schädel gezogen bekommen, das ich immer noch nicht richtig sehen kann.
    Macht mich das zu einem Polizeihasser. Nein. Ich habe als Autor für eine Polizeiserie einen Berater gehabt, der mich in Kontakt mit den ansonsten verschlossenen Beamten brachte.

  4. #439
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Ich merkte in den Interviews, dass ich von diesem Knüppelschlag immer noch geblendet war in meinen Vorurteilen.

  5. #440
    Zitat Zitat von Marauder Beitrag anzeigen

    Wow, ja, eine Gruppe Beamter, die mit Schlagstock und Knarre die ihr vom Staate verliehene Gewalt (in jeglichem Sinne) ausüben darf, ist eine Minderheit, mindestens so diskriminiert wie Geflüchtete, Menschen anderer Hautfarbe oder die LGBTQ-Community. Das ist so unfassbar absurd,

    mir sind die Augen in den Hinterkopf gerollt.
    Das verändert manchmal die Sichtweise.

  6. #441
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    ...
    Dass die TAZ-Autorin in einem m.E. mit plakativer Ungelenkigkeit geschriebenen Artikel ALLE Polizeibeamte, vulgo Bullen, auf einen Abfallhaufen fantasiert, um im Realen einige davon wieder quasi von der Müllhalde zu ihrem Schutz zurückzuverlangen, ist in der Tat das einzig Satirische an der Angelegenheit.
    Und was ist, wenn das alles nicht real ist. Der Focus schrammt mal wieder schräg an der Wahrheit vorbei. Was andere Zeitungsredaktionen ungeprüft übernahmen und als Quelle Focus nennen.
    Die Journalistin Yaghoobifarah hat nicht persönlich noch die taz-Redaktion gebeten mit der Polizei Kontakt aufzunehmen.

    Focus dichtete: "Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können."
    Der Focus-Artikel lässt uns wissen: "Dies erfuhr FOCUS am Sonntag aus Berliner Polizeikreisen."
    Was sind Berliner Polizeikreise? Was ist Dienstgeheimnis und die Verschwiegenheitspflicht?
    Was ist das für ein Polizist der verantwortungslos und ungesetzlich Interna ausplaudert. Wieder einer der dafür verantwortlich ist, wenn die Bürger der Polizei misstrauen. Einer, für den sich die Kollegen schämen müssen.
    Tragischer Beweis für die Notwendigkeit des umstrittenen Text von Frau Yaghoobifarah.

    Die Quellengabe von Focus ist aktuell. Falls sie morgen was anderes schreiben ohne das zu anzumerken, bitte nicht mir anlasten.

    Die ersten Medien haben inzwischen eine Richtigstellung veröffentlicht.
    Beispiel: rbb24 - "taz" wendet sich wegen bedrohter Kolumnistin an Polizei
    Die Autorin der umstrittenen "taz"-Kolumne "All cops are berufsunfähig" wird laut einem "Focus"-Bericht massiv bedroht. Die Chefredaktion der "taz" bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Sonntag in Berlin, dass Justiziariat und Redaktionsleitung Kontakt zur Berliner Polizei aufgenommen haben. Dies sei aber nicht wie in dem Magazinartikel dargestellt, im Auftrag von Hengameh Yaghoobifarah geschehen, betonte die Chefredaktion der "taz".
    ....
    Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Autorin habe selbst um ein Beratungsgespräch bei der Polizei gebeten. Das ist falsch, Kontakt zur Polizei nahmen das Justiziariat und die Redaktionsleitung der "taz" auf. Wir haben den Artikel entsprechend korrigiert.
    Die Häme die hier im IOFF über eine bedrohte Journalistin ausgeschüttet wurde war schon vor der Richtigstellung des Focus-Artikel unangebracht.

  7. #442
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Mein Gott, es ist doch alles nachlesbar!
    Geändert von spector (30-06-2020 um 02:46 Uhr)
    Surprise me with the plausible!

  8. #443
    spector, ach ja ..
    Wann redigierst du deinen Beitrag und ergänzt ihn mit einer Richtigstellung.
    https://www.ioff.de/showthread.php?4...1#post48995972

  9. #444
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Richtigstellung, warum? Ich habe "Bullen" nur in dem von der Vorposterin gebrauchten Gebrauch thematisiert. Jetzt wird es albern, Zinga. Oder was meintest du?
    Geändert von spector (30-06-2020 um 03:12 Uhr)

  10. #445
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von Marauder Beitrag anzeigen
    Kein Mensch muss Bulle sein.
    Dünnes Eis.
    Wenig hilfreich, platte Demagogie.

    Steilvorlage für: "Keiner muss uns Bullenfreunde in Deutschland mit Multikulti und Diversität beglücken!"
    "Exitus in dubio est." Herbert Corona der Dritte

  11. #446
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von Zinga Beitrag anzeigen
    Früher gab es Tratsch und Stammtischparolen. Heute haben wir Social-Media-Kanäle zum Brüllen und Empören.

    Ich will mich auch mal so richtig empören.

    Die Diskussion um die taz-Kolumne von Hengameh Yaghoobifarah "Abschaffung der Polizei - All cops are berufsunfähig" wird hier im IOFF noch immer geführt. Warum, frage ich mich. Der Text ist jetzt nicht wirklich gut und unterhaltsam. Ohne die Empörungswelle auf allen Medienkanälen hätte ich von dem Text nie Kenntnis bekommen. Im allgemeinen wird der Text auch nur verkürzt zitiert. Eben die Zeilen, die aus dem Kontext gerissen, landauf und landab, quer auf allen Medienkanälen für die Empörten viel Futter liefert.

    Dann entblößt sich der Verfassungsminister Seehofer irgendwie von Recht und Verfassung nicht so viel Ahnung zu haben, als er mit Klage droht. Seehofers sinnfreie Klageandrohungen haben einen langen Bart. Spätestens wenn man liest, Seehofer will klagen. Darf man gewiss sein, die Klage entbehrt jeder Grundlage.

    Im Kontext gelesen steht da nichts was justiziabel ist.
    Ergo kein Prozess, kein Urteil. Den Strafanträgen fehlt jede Grundlage.
    Am Ende nur die Peinlichkeit das selbst Polizeigewerkschafter einen Mangel an Rechtsverständnis haben. Da schließt sich dann auch der Kreis, was Frau Yaghoobifarahs zu ihrer Glosse Anlass gab.

    Im übrigen unterstelle ich den "Empörten" hier, ihr habt die Kolumne nicht vollständig gelesen.
    Falls doch, dann nicht verstanden.

    Der Verlockung mit aus dem Kontext heraus gerissenen Zitaten Clickbaiting zu generieren machen selbst seriöse Medien.

    Zur Erinnerung, das Anliegen des Threaderöffners war:

    Frau Esken wurde auch ein Opfer des verkürzten Zitats. Besonders schwerwiegend, da ihre Aussagen im Interview genau dem widersprechen, was ihr unterstellt wurde.
    Zum Nachlesen empfohlen: „Auch in Deutschland gibt es latenten Rassismus bei Sicherheitskräften“
    Die "Empörten" haben folgenden Satz unterschlagen: "Dabei stehe die große Mehrheit der Polizeibediensteten solchen Tendenzen sehr kritisch gegenüber und leide unter dem potenziellen Vertrauensverlust, der sich daraus ergebe."

    Der Empörungshysteriker hat kein Interessen an Fakten. Verfangen im Lagerdenken ist die Verkürzung und Vereinfachung die erste Wahl. Statt Auseinandersetzung mit einem unliebsamen Thema wird in der Manier der Populisten schlicht der Überbringer der Botschaft dämonisiert.

    Der ganze Threadverlauf ist eine weitläufige Umfahrung des Threadthemas.

    Den Fragen die gestellt sind, weicht man großflächig aus.
    Gibt es Rassismus in der deutschen Polizei?
    Ist Racial Profiling rechtswidrig?
    Warum das Berliner Antidiskrimi
    Besonders interessant finde ich diese Empfindlichkeit bei dem Thema Rassismus.
    Also hat die Person Hengameh recht, Seehofer ist doof? Und alle irgendwie Empörten sind Rassisten?
    Das ist eine Ansage, mit der man arbeiten kann.

    Ich bin allerdings nicht so glücklich mit der These, dass Frau Esken irgendwie Recht hätte.
    "Exitus in dubio est." Herbert Corona der Dritte

  12. #447
    Zitat Zitat von Marauder Beitrag anzeigen
    Kein Mensch muss Bulle sein. Polizisten sind keine gesellschaftliche Minorität. Mehr muss ich dazu wohl echt nicht sagen. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, sind echt absurd.
    Es ist halt witzig, dass die eigene bewusst Abwertung verteidigt wird, sich über andere aber empört wird. Ich seh es wie Spector: das nimmt sich nichts. Sowas kann ich nicht mehr ernst nehmen und damit hat man moralische Glaubwürdigkeit verspielt. So verschieden sind die Menschen gar nicht.

  13. #448
    just looking Avatar von Dom Basaluzzo
    Ort: Berlin, Queeropa
    Zitat Zitat von Marauder Beitrag anzeigen
    Kein Mensch muss Bulle sein. Polizisten sind keine gesellschaftliche Minorität. Mehr muss ich dazu wohl echt nicht sagen. Die Vergleiche, die hier gezogen werden, sind echt absurd.


    Allerdings, ein Klassiker der Rassisten in den USA: nicht austauschbare Eigenschaften von Menschen mit denen auf eine Stufe zu stellen, deren Beruf oft nur das Ergebnis einer wenig glanzvollen Schulkarriere ist. Aber das hatten wir schon auf den ersten Seiten - ebenso wie die dauernde Ablenkung vom Thema Rassimusproblem bei der Polizei. Nun offenbar vom 'taz'-Artikel zum Begriff "Bulle".

    Daraus werden Gründe konstruiert, warum die Polizei so ist, wie sie ist und das ist abstoßend. Erst vor etwas über 20 Jahren begann man Polizisten mit Migrationshintergrund einzustellen. Fast jeder vierte Deutsche hat einen Migrationshintergrund, aber bis vor zehn Jahren betrug ihr Anteil bei der Polizei gerade mal 6 Prozent (inzwischen das Doppelte). Statt der so genannten Parallelgesellschaft mit sprachlich entsprechend vertrautem Personal entgegen zu wirken, ließ man die willigen Kandidaten durch Aufnahmetests in Rechtschreibung rasseln: "Das betrifft vor allem junge Menschen, die noch nicht allzu lange in Deutschland leben" und weil das so ist, dachte man sich sogar für die anderen, die hier geboren sind neue Hürden aus, die nicht für deutsche Bewerber gelten:

    Polizeiwissenschaftlerin Daniela Hunold forscht an der deutschen Hochschule der Polizei in Münster über Migranten in der Polizei. Dabei kam heraus, dass Menschen mit Migrationshintergrund in den Bewerbungsgesprächen andere Fragen gestellt werden, als den deutschen Bewerbern. "Es kann zum Beispiel vorkommen, dass Menschen mit türkischen Wurzeln nach der türkischen Geschichte befragt werden", sagt Hunold. Wenn der Bewerber keinen Bezug mehr zu seinen Wurzeln hat, dann katapultieren ihn solche Fragen schnell ins Aus.

  14. #449
    Zitat Zitat von Elaine Beitrag anzeigen
    Es ist halt witzig, dass die eigene bewusst Abwertung verteidigt wird, sich über andere aber empört wird. Ich seh es wie Spector: das nimmt sich nichts. Sowas kann ich nicht mehr ernst nehmen und damit hat man moralische Glaubwürdigkeit verspielt. So verschieden sind die Menschen gar nicht.
    Wenn hier beständig so getan wird, als wäre Kritik und Abwertung der Institution Polizei das Gleiche wie die Abwertung und Diskriminierung gesellschaftlicher Minderheiten, kann ICH das nicht ernst nehmen, tut mir leid. "Kein Mensch muss Bulle sein" ist eine flapsige Aussage, zugegeben, die es aber auf den Punkt bringt: Es ist eine Wahl, die Menschen treffen. Das ist bei der Hautfarbe oder der sozialen Klasse eben nicht der Fall. Das ist ein massiver Unterschied. MIR dann mit fehlender moralischer Glaubwürdigkeit kommen, wenn man selbst nicht in der Lage ist, wesentliche Unterscheidungen zu treffen, sondern ein "RECHTS UND LINKS SIND EH ALLE DAS GLEICHE!" zu brüllen, ist anmaßend und - damit meine ich keine Personen, sondern die Aussage als solche - dumm.

  15. #450
    so haben wir jeder unsere Sicht.


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