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  1. #2836
    Zitat Zitat von Cat-lin Beitrag anzeigen
    ... und Gülle gibt's auch - die man hinterher sogar noch zum Felder-Düngen verwenden kann, in höherwertiger Form:

    Aus Gülle, Mist und Essensresten gewinnt Dänemark Biomethan, um Gasturbinen zu betreiben. Güllerest geht noch nährstoffreicher als Dünger zurück und ohne klimaschädliches CO² zurück an Landwirte. In wenigen Jahren will Dänemark völlig unabhängig von Energieimporten sein:

    Gülle bedeutet Massentierhaltung, ich dachte die ist unerwünscht?
    Ist Dir eigentlich bewusst was aus Deinen Pflanzen ohne "klimaschädliches" Co² wird?
    Im Moment sind wir bei etwa 440 PPM. Zu Zeiten als die Erde ein riesiges, grünes Treibhaus war, hatten wir 7000PPM. bei 220PPM sterben nahezu alle Pflanzen ab.


    Sowas wie Methan kann man auch mit Windkraftanlagen erzeugen. PTG nennt man das VErfahren. Ich weiß aber nicht onb das dann "Biomethan" ist.
    Man könnte das machen, tun wir aber nicht. Obwohl es ohne Massentierhaltung ginge.

  2. #2837
    chemisch gereinigt Avatar von nightmare
    Ort: hier
    Gerade bei Lanz.

    Auszug aus einer Reportage "Arabiens Traum von der Zukunft" der Journalistin Golineh Atai.

    Der Energieminister Saudi Arabiens sagte: "Wir setzen nicht nur auf fossile Brennstoffe. Wir werden auch Wasserstoff produzieren und als grünen Wasserstoff nach Europa exportieren."

    (lachend dann) "Der ist natürlich nicht umsonst und ihr werdet bezahlen, und zwar teuer bezahlen. Ihr werdet von einer Abhängigkeit in die nächste Abhängigkeit rutschen und teuer bezahlen, richtig teuer bezahlen."
    Oculus Exercitus - Argonnenkaserne adieu

  3. #2838
    Zitat Zitat von nightmare Beitrag anzeigen
    Gerade bei Lanz.

    Auszug aus einer Reportage "Arabiens Traum von der Zukunft" der Journalistin Golineh Atai.

    Der Energieminister Saudi Arabiens sagte: "Wir setzen nicht nur auf fossile Brennstoffe. Wir werden auch Wasserstoff produzieren und als grünen Wasserstoff nach Europa exportieren."

    (lachend dann) "Der ist natürlich nicht umsonst und ihr werdet bezahlen, und zwar teuer bezahlen. Ihr werdet von einer Abhängigkeit in die nächste Abhängigkeit rutschen und teuer bezahlen, richtig teuer bezahlen."
    Ich hab nur so etwa 10 Minuten der Sendung gesehen, die waren aber ziemlich interessant.
    Ja, die Golfstaaten investieren in alternative Energien, was durchaus weitsichtig ist. Sie sprechen von Entwicklungen (sie nennen es Visionen), die sie machen. Und dass sie dadurch den Europäern bald überlegen sein werden.
    Röttgen hatte aber Recht damit, dass die Araber es nicht selber sind, die etwas entwickeln, dafür haben sie nicht die richtigen Leute.
    Und mein persönlicher Zusatz: Entwicklung ist ja nie ein abgeschlossener Prozess. Man kann auf einem gewissen Stand erst mal hervorragend leben, doch wenn man sich darauf ausruht, hängt man sich damit ab. Das geht heutzutage schneller als früher. Und wer soll die immerwährenden Entwicklungen denn vorantreiben, wenn es die Araber selbst nicht können/wollen?
    Der Energieminister glaubt offensichtlich, dass Formen von Energie nicht in Europa produziert werden könnten, man weiterhin von den Golfstaaten abhängig wäre in der Zukunft. Gut möglich, dass es mit dem krummen Welt-/Menschenbild zusammenhängt, welches in dieser Region herrscht. An seiner Stelle würde ich lieber vorantreiben das eigene Volk besser zu bilden, um die ganzen schönen Entwicklungen selbst gestalten zu können. Dieses Denken scheint dort aber immer noch nicht zu herrschen.

  4. #2839
    Aber diesen "grünen Wasserstoff" kann man doch letztendlich überall produzieren, wo es genügend Sonne und/oder Wind gibt. Das muss doch nicht in Saudi-Arabien sein. Viel Sonnenschein gibts auch woanders. Wie sollte da eine Abhängigkeit von diesen Scheichs entstehen?
    Im gegenteil: durch den grünen wasserstoff wird auch unsere Abhängigkeit vom Öl abnehmen, die Abhängigkeit wird also nochmal kleiner.
    Diese Sprüche von dem Energieminister sind nur Pfeifen im Wald. Und eignen sichnatürlich gut für Schlagzeilen.

  5. #2840
    Zitat Zitat von NewMorning Beitrag anzeigen
    Aber diesen "grünen Wasserstoff" kann man doch letztendlich überall produzieren, wo es genügend Sonne und/oder Wind gibt. Das muss doch nicht in Saudi-Arabien sein. Viel Sonnenschein gibts auch woanders. Wie sollte da eine Abhängigkeit von diesen Scheichs entstehen?
    Es müssen schon einige Voraussetzungen erfüllt sein: Viel Sonne, freie Flächen, Infrastruktur zur Erzeugung und Verschiffung des Wasserstoffs (alternativ: Pipelineanbindung), politisch stabile Verhältnisse, geringe Entfernung
    Natürlich gibt es da nicht nur Saudi-Arabien. Aber auch nicht beliebig viele Alternativen.

  6. #2841
    Zitat Zitat von nightmare Beitrag anzeigen
    "... grünen Wasserstoff nach Europa exportieren."
    Per Pipeline? Aus Saudi-Arabien? Oder gar mit dem Schiff?!?

    Per Schiff macht das bei der geringen volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff ökonomisch keinen Sinn. Gilt übrigens auch für Wasserstoff aus Kanada oder sonstwo, wo keine Pipelines möglich sind.
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  7. #2842
    Zitat Zitat von NewMorning Beitrag anzeigen
    Aber diesen "grünen Wasserstoff" kann man doch letztendlich überall produzieren, wo es genügend Sonne und/oder Wind gibt. Das muss doch nicht in Saudi-Arabien sein. Viel Sonnenschein gibts auch woanders. Wie sollte da eine Abhängigkeit von diesen Scheichs entstehen?
    Im gegenteil: durch den grünen wasserstoff wird auch unsere Abhängigkeit vom Öl abnehmen, die Abhängigkeit wird also nochmal kleiner.
    Diese Sprüche von dem Energieminister sind nur Pfeifen im Wald. Und eignen sichnatürlich gut für Schlagzeilen.
    Eher Hybris. Falsche Einschätzung bestenfalls.

  8. #2843
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Per Pipeline? Aus Saudi-Arabien? Oder gar mit dem Schiff?!?

    Per Schiff macht das bei der geringen volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff ökonomisch keinen Sinn. Gilt übrigens auch für Wasserstoff aus Kanada oder sonstwo, wo keine Pipelines möglich sind.
    Wissen das die Grünen? Also speziell der Bundeswirtschaftsminister?

  9. #2844
    „Wir müssen jetzt mehr denn je den Hochlauf von Wasserstoff voranbringen“, sagte Habeck, der zusammen mit dem Industrieminister der Emirate, Sultan Al Jaber, und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zu Aurubis gekommen war. In Deutschland werde eine eigene Produktion von „grünem“ Wasserstoff aufgebaut. „Aber natürlich brauchen wir vor allem auch Wasserstoff aus Importen.“ Mit Ökostrom hergestellter „grüner“ Wasserstoff soll künftig helfen, auf fossile Brennstoffe in der industriellen Produktion zu verzichten.
    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...n-Empfang.html

    Es scheint, dass Deutschland schon wieder sehenden Auges in eine Sackgasse rennt!

  10. #2845
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen
    Wissen das die Grünen? Also speziell der Bundeswirtschaftsminister?
    Um Wasserstoff aus fernen Ländern wird von allen Parteien ein Hype gemacht, siehe z.B. Scholz und Trudeaus Absichtserklärung für Wasserstoff per Schiff aus Kanada. Realistisch ist das (in großen Mengen) aber nicht.

    Ich denke mal, der Hype kommt letztlich von Seiten der Fossilindustrie. Die stellt nämlich momentan 99% des Wasserstoffs vorwiegend aus Erdgas und teilweise noch aus Kohle her. Und würde das natürlich gerne weiter machen oder zumindest die Elektrifizierung diverser Bereiche verhindern, indem sie grünen Wasserstoff propagieren. Strom stellen diese Konzerne nämlich nicht oder kaum her.

    Ähnlich sieht es auf der Verbraucherseite für Wasserstoff aus: das sind vor allem Raffinerien für die Entschwefelung und Chemiekonzerne, die Ammoniak (vor allem für Düngemittel) herstellen. Also wieder die Fossilindustrie und ihr Umkreis.

    Und Wasserstoff klingt in vielen Ohren "modern", da stellen sich Politiker:innen natürlich gerne mit dazu und erzählen was von "Zukunft!".
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  11. #2846
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Um Wasserstoff aus fernen Ländern wird von allen Parteien ein Hype gemacht, siehe z.B. Scholz und Trudeaus Absichtserklärung für Wasserstoff per Schiff aus Kanada. Realistisch ist das (in großen Mengen) aber nicht.

    Ich denke mal, der Hype kommt letztlich von Seiten der Fossilindustrie. Die stellt nämlich momentan 99% des Wasserstoffs vorwiegend aus Erdgas und teilweise noch aus Kohle her. Und würde das natürlich gerne weiter machen oder zumindest die Elektrifizierung diverser Bereiche verhindern, indem sie grünen Wasserstoff propagieren. Strom stellen diese Konzerne nämlich nicht oder kaum her.

    Ähnlich sieht es auf der Verbraucherseite für Wasserstoff aus: das sind vor allem Raffinerien für die Entschwefelung und Chemiekonzerne, die Ammoniak (vor allem für Düngemittel) herstellen. Also wieder die Fossilindustrie und ihr Umkreis.

    Und Wasserstoff klingt in vielen Ohren "modern", da stellen sich Politiker:innen natürlich gerne mit dazu und erzählen was von "Zukunft!".
    Ja, die alten Feindbilder sind immer noch nützlich.

    Ich sehe es etwas anders:

    Ich denke, dass die Hoffnung auf Wasserstoffimporte der letzte Rettungsanker ist, um die Vision einer vollständig regenerativen Energieversorgung für das Industrieland Deutschland aufrechtzuerhalten. Nur so lässt es sich rechtfertigen, dass Deutschland sowohl auf die Nutzung der Kernenergie als auch der eigenen Gasvorkommen verzichtet, und stattdessen gigantische Investitionen in LNG-Terminals, Tanker und Kooperationen tätigt: Das alles seien bereits Investitionen in eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft.

    Das ist die Argumentation von Herrn Dr. Habeck, und so hat erst gestern bei Lanz Min.-Präsident Weil argumentiert, und damit den Vorschlag, die unter seinem Bundesland liegenden Gasvorkommen zu nutzen, abgeschmettert.

  12. #2847
    Den Wasserstoff-Hype gibt es nicht nur in Deutschland. Die britische Regierung z.B. macht die gleichen Fehler und glaubt, man könne Gasheizungen auf Wasserstoff umstellen.

    Feindbilder sehe ich eher bei Dir: die Grünen im Allgemeinen und Habeck im Besonderen.
    Du sihst / wohin du sihst, nur eitelkeit auff erden.

  13. #2848
    Wasserstoff zu importieren ist so ziemlich das Bizarrste was sich dumme Leute ausdenken können.

    Wasserstoff kann überall da produziert werden wo es Strom und Wasser gibt.
    Ausserdem kann er mittels Co² Zugabe in eine Art Methan umgewandelt werden, welches sofort ins normale Erdgasnetz eingespeist werden könnte.
    Für Windräder und Photovoltaik bietet sich das so sehr an, dass es einem ins Gesicht springt. Das wäre der Speicher nach dem alle so verzweifelt schreien.

    Machen wir nicht.

    Denke andere werden es machen.


    Nachtrag:
    Bei uns entsteht gerade eine 50 Hektar große Photovoltaikanlage.
    Und tatsächlich haben die eine Gasleitung hingelegt!!!
    Mal sehen ob ich da was rausbekommen kann.

  14. #2849
    Zitat Zitat von hotblack Beitrag anzeigen
    Den Wasserstoff-Hype gibt es nicht nur in Deutschland. Die britische Regierung z.B. macht die gleichen Fehler und glaubt, man könne Gasheizungen auf Wasserstoff umstellen.

    Feindbilder sehe ich eher bei Dir: die Grünen im Allgemeinen und Habeck im Besonderen.
    Hast du irgendwelche Zweifel daran, dass Herr Dr. Habeck zur Zeit ein Geschäftsmodell bewirbt, und immense Steuergelder dafür ausgibt, das - deiner Einschätzung nach - "ökonomisch keine Sinn" macht?
    Ich kann das gern belegen anhand aktueller Presseveröffentlichungen, aber ich denke, das ist dir wohl bewusst. Aber wenn man sich dessen bewusst ist, kann man auf die Erklärung mit dem Feindbild auch verzichten.

    Zum "Feindbild" Fossilindustrie: Dass Industrieunternehmen gern auf einen Zug aufsteigen, auf dem sie legal Geld verdienen können, auch dann, wenn der Zug volkswirtschaftlich unökonomisch ist, glaube ich gern.
    Aber dass die Fossilindustrie der Treiber sein soll, und Herr Dr. Habeck und die Regierung (und übrigens auch schon die Vorgängerregierung) nur Mitfahrer. Das wäre eine abenteuerlich These, die mich ohne Beleg nicht überzeugt.
    Abgesehen davon ließe sie Herrn Dr. Habeck alles andere als gut aussehen, und sollte ihn eigentlich auch für dich zum "Feindbild" machen.

  15. #2850
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Wasserstoff zu importieren ist so ziemlich das Bizarrste was sich dumme Leute ausdenken können.

    Wasserstoff kann überall da produziert werden wo es Strom und Wasser gibt.
    Ausserdem kann er mittels Co² Zugabe in eine Art Methan umgewandelt werden, welches sofort ins normale Erdgasnetz eingespeist werden könnte.
    Für Windräder und Photovoltaik bietet sich das so sehr an, dass es einem ins Gesicht springt. Das wäre der Speicher nach dem alle so verzweifelt schreien.
    Das Problem ist doch (so wie ich es verstehe), dass auch mit ausreichend Speichermöglichkeiten in Deutschland nicht genügend Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden kann, um damit all das zu machen, was in Zukunft mit Strom gemacht werden soll.


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