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  1. #1651
    Crumb Begging Baghead Avatar von Shambles
    Ort: Albionarks/Arcadia
    Zitat Zitat von Mr. Gordo Beitrag anzeigen
    Ich kann dir nicht folgen, worum geht es jetzt?

    Als Frau auf dem Männerklo

    (Ausser auf den Wiesen :grusel: Und Frauenurinale etwa auf Openairs funzen bei mir null. Da schlich auch bislang keine verdächtige Person umher.... Erotisch ist ja eh was anderes )
    Geändert von Shambles (11-05-2024 um 19:22 Uhr)
    Why should I wait until tomorrow/It's already been, I've already seen all the sorrow that's in store
    I will beg or steal or borrow/Hold on tighter to all that sorrow tries to choir

  2. #1652
    Alternative User Avatar von Foxx
    Ort: Stuttgart
    Zitat Zitat von NewMorning Beitrag anzeigen
    Hier sind es 11% medizinische Gründe. Wie die Unterschiede zustande kommen, weiß ich nicht. Beide Statistiken sind wohl von 2023. Aber auch hier sind es weit überwiegend andere Gründe.
    Und wenn man sich diese gründe so anschaut: Überlastung, "falscher zeitpunkt", Probleme um Partnerschaft/beziehung...
    sind das Gründe, um ein werdendes leben zu töten?
    Gerade bei diesen Fällen sehe ich die besondere Notwendigkeit einer Beratung. Was für Möglichkeiten gibt es, diesseits einer Abtreibung? Welche HIlfen kann eine Mutter bekommen, welche Unterstützung gibt es?
    Ich bin d'accord, dass eine Abtreibung nicht leichtfertig geschehen sollte.

    Und gleichzeitig - als Vater - möchte ich eine zweite Frage ergänzen: Wenn Eltern aus diesen Gründen einen Schwangerschaftsabbruch erwägen, ist es dann sinnvoll, das allein zu verurteilen, so nach dem Motto: "Stellt Euch nicht so an"? Oder ist nicht genau dann auch zu erwägen: Was für eine Hypothek kriegt ein Kind mit, dass geboren wird, wenn diese Fragen im Raum standen? Was für ein Leben darf es erwarten?

    Geht es wirklich immer "Pro Life" oder einfach nur ums Prinzip?
    Geändert von Foxx (13-05-2024 um 21:43 Uhr)

  3. #1653
    Der Deutsche Ärztetag fordert in einer Resolution scharfe Grenzen der Behandlung von so genannten „Trans“-Kindern mit Hormonen und Pubertätsblockern. Die umstrittene Behandlungsleitlinie müsse überarbeitet, das Selbstbestimmungsgesetz angepasst werden.
    https://www.welt.de/politik/deutschl...n-Kindern.html

  4. #1654
    Zitat Zitat von Foxx Beitrag anzeigen
    Ich bin d'accord, dass eine Abtreibung nicht leichtfertig geschehen sollte.

    Und gleichzeitig - als Vater - möchte ich eine zweite Frage ergänzen: Wenn Eltern aus diesen Gründen einen Schwangerschaftsabbruch erwägen, ist es dann sinnvoll, das allein zu verurteilen, so nach dem Motto: "Stellt Euch nicht so an"? Oder ist nicht genau dann auch zu erwägen: Was für eine Hypothek kriegt ein Kind mit, dass geboren wird, wenn diese Fragen im Raum standen? Was für ein Leben darf es erwarten?

    Geht es wirklich immer "Pro Life" oder einfach nur ums Prinzip?
    Was ist mit einer Adoption? Es gibt genügend Paare, die keine Kinder kriegen können.

  5. #1655
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Sungawakan Beitrag anzeigen
    Was ist mit einer Adoption? Es gibt genügend Paare, die keine Kinder kriegen können.
    Deswege finde ich die Beratungspflicht vor einem Schwangerschaftsabbruch auch gut.
    Frau (oder Paar) erfährt dadurch idealerweise besser (als durch Selbstrecherche), welche Alternativen und vor allem Hilfsangebote es gibt.

    Sollte Frau sich am Ende dennoch für eine Abtreibung entscheiden, dann seis drum.
    Aber zumindest ist dann die Gefahr minimiert, dass sie sich später Vorwürfe macht von wegen:
    "Hätte ich damals nur gewusst, dass es dieses oer jenes Hilfsangebot (oder diese oder jene Möglichkeit) gibt, dann hätte damals ich nicht abgetrieben"

    Selbst wenn es "nur" 1% der Abtreibungen sind, wo Frau/Paar sich nach der Beratung gegen eine Abtreibung entscheidet, sind es eben doch 1% an Leben die ohne die Beratung nie geboren worden wären
    Geändert von Proteus (15-05-2024 um 18:28 Uhr)
    "We have just folded space from Ix...Many machines on Ix. New machines"

  6. #1656
    Ich hab bis jetzt auf den Fingern gesessen, aber... finde es langsam mehr als befremdlich, wie anderen Menschen Dinge vorgeschrieben werden sollen. Was zumutbar für mich ist, nach reiflicher Abwägung, das entscheide ich alleine, und niemand sonst. Und Frauen sind nicht blöd. Als ob sie noch nie von anonymer Geburt, Adoptionsmöglichkeiten und vielem mehr gehört hätten.
    Wenn der Glaube oder die persönliche Einstellung jemanden anders urteilen lassen, ist das ok. Für sie persönlich, und für niemand anderen sonst. Gerade Glaube, Religion usw.... also, dass Fass lass ich mal zu. Jeder mag für sich entscheiden, niemand hat das Recht, andere zu etwas zu zwingen. Im Rahmen des Zulässigen, wohlgemerkt, und ich bin auch entschieden dafür, das Recht auf Abtreibung bis zur 12. Woche festzuschreiben (für mich ein akzeptabler Kompromiss).

    Allein der Gedanke, jemand würde mich zwingen, ein Kind in meinem Leib auszutragen...
    Ein Recht auf Beratung, ja, aber keine Pflicht. Was mich auch stört, das ist die gesellschaftliche Ächtung. Die immer weniger werdenden Möglichkeiten für Frauen, überhaupt legal abzutreiben. Vor allem arme Frauen, die nicht sonstwohin fahren können, um einen Arzt aufzusuchen, diskret Urlaub nehmen.... Ach, es ist ein weiteres Feld. Ich bin es so unendlich leid, dass über Frauen, ihr Leben, ihren Körper von anderen entschieden wird. Oder "unerwünschte" Entscheidungen beliebig verkompliziert, geächtet, verhindert werden sollen.

  7. #1657
    Zitat Zitat von Proteus Beitrag anzeigen
    Selbst wenn es "nur" 1% der Abtreibungen sind, wo Frau/Paar sich nach der Beratung gegen eine Abtreibung entscheidet, sind es eben doch 1% an Leben die ohne die Beratung nie geboren worden wären
    Und wegen des 1 % von Frauen, die sich - warum auch immer - dann für das Austragen des Fötus entscheiden, willst Du die anderen 99 % gängeln?

  8. #1658
    eher lesend Avatar von FrauSchatz
    Ort: mal hier, mal da
    Zitat Zitat von tantes Beitrag anzeigen
    Ich hab bis jetzt auf den Fingern gesessen, aber... finde es langsam mehr als befremdlich, wie anderen Menschen Dinge vorgeschrieben werden sollen. Was zumutbar für mich ist, nach reiflicher Abwägung, das entscheide ich alleine, und niemand sonst. Und Frauen sind nicht blöd. Als ob sie noch nie von anonymer Geburt, Adoptionsmöglichkeiten und vielem mehr gehört hätten.
    Wenn der Glaube oder die persönliche Einstellung jemanden anders urteilen lassen, ist das ok. Für sie persönlich, und für niemand anderen sonst. Gerade Glaube, Religion usw.... also, dass Fass lass ich mal zu. Jeder mag für sich entscheiden, niemand hat das Recht, andere zu etwas zu zwingen. Im Rahmen des Zulässigen, wohlgemerkt, und ich bin auch entschieden dafür, das Recht auf Abtreibung bis zur 12. Woche festzuschreiben (für mich ein akzeptabler Kompromiss).

    Allein der Gedanke, jemand würde mich zwingen, ein Kind in meinem Leib auszutragen...
    Ein Recht auf Beratung, ja, aber keine Pflicht. Was mich auch stört, das ist die gesellschaftliche Ächtung. Die immer weniger werdenden Möglichkeiten für Frauen, überhaupt legal abzutreiben. Vor allem arme Frauen, die nicht sonstwohin fahren können, um einen Arzt aufzusuchen, diskret Urlaub nehmen.... Ach, es ist ein weiteres Feld. Ich bin es so unendlich leid, dass über Frauen, ihr Leben, ihren Körper von anderen entschieden wird. Oder "unerwünschte" Entscheidungen beliebig verkompliziert, geächtet, verhindert werden sollen.
    Ich behaupte mal, daß es durchaus eine Menge Mädchen/Frauen gibt, die davon nichts wissen. Darum und auch aus weiteren Gründen finde ich eine Beratungspflicht nicht verkehrt. Allerdings nur, wenn dann auch sichergestellt ist, daß diese Beratung nur mit der betroffenen Frau stattfindet und nicht erlaubt ist, daß da dann Partner/Eltern/werauchimmer dabei sitzen darf.

  9. #1659
    @ tantes: Ich glaube, du vermischst da zwei Sachen, die nicht zusammengehören.
    ZUm einen die Frage der Beratung, bei der es für ich gute Gründe gibt, sie verpflichtend zu machen.
    Und daneben die Frage, in wieweit es ein Recht auf eine straffreie Abtreibung gibt. Du schreibst
    "Allein der Gedanke, jemand würde mich zwingen, ein Kind in meinem Leib auszutragen.."
    Diesen Zwang gibt es in Deutschland doch sowieso nicht.

    Ich glaube, so ein Zwang ließe sich in keiner Gesellschaft wirklich konsequent durchsetzen. Es wurde hier schon geschrieben: eine Frau, die abtreiben will, wird immer einen Weg finden. Stichwort "Engelmacherinnen", mehr möchte ich dazu nicht schreiben.

    Insofern bleibt die Entscheidung doch eh immer bei deer Frau.
    Durch eine verpflichtende Beratung wird nur sichergestellt, dass eine Frau möglichst alle Informationen hat, betreffend Hilfe, andere Möglichkeiten wie Freigabe zur Adoption usw., bevor sie so eine fundamentale Entscheidung für sich und das in ihr wachsende Leben trifft.

    Ich empfinde es als Tragödie, dass jährlich über hunderttausend Abtreibungen in Deutschland vorgenommen werden, über 300 tagein, tagaus. Dass über hunderttausend Frauen keinen anderen Weg für sich sehen, als so eine Entscheidung zu treffen.
    Und ich glaube, dass eine Gesellschaft wie die unsrige schon versuchen sollte, diese Zahl wenn irgend möglich zu senken.
    Und eine Beratung kann da ein Baustein sein.

  10. #1660
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von tantes Beitrag anzeigen
    Und wegen des 1 % von Frauen, die sich - warum auch immer - dann für das Austragen des Fötus entscheiden, willst Du die anderen 99 % gängeln?
    Es ist meinnes Wissens nach ein Beratungstermin ... einmal für wie lange? eine Stunde? zur Beratungsstelle fahren um sich anzuhören was die Person dort dazu sagen hat.
    Ja, ich denke mir, die Möglichkeit dass Frau/Paar sich eventuell nach der Beratung anders entscheidet ist diese Zeit wert. Das halte ich isofern nicht für Gängelung.

    Ob Frau die Abtreibung vornehmen lässt ist auch weiterhin ihre ureigenste Entscheidung ... aber ich halte es für wichtig, sicherzustellen dass jede Frau vorher über alle Möglichkeiten aufgeklärt wird (und in der Beratungsstelle auch entsprechende Adressen und/oder Webseiten bekommt bei denen sie sich melden kan wenn sie Hilfsangebote wahrnehmen will etc.)

    Du denkst, jede Frau (ausser jenen die "blöd" sind) hat die Fähigkeit, die Recherchen durchzuführen, um wirklich alle Hilfsagebote etc. zu entdecken die ihr zur Verfügung stehen. Ich denke das nicht. Und ich denke auch nicht, dass jene abtreibungswilligen Frauen die eben nicht alle Möglichkeiten/Ansprechpartner durch Eigenrecherche aufgedeckt haben, ohne Beratungspflicht automatisch den Gang zu einer Beratungsstelle machen würden.

    Ist übrigens, da das Thema vor ein paar Seiten aufkam, genauso wie bei Transgendern ...
    die haben (oder hatten zumindest) AFAIK auch die Pflicht, vor einer Hormontherapie/Operation einen Psychologen/Psychiater zu konsultieren (der eine Geschelchtsdysphorie feststellt) und 1 Jahr als Frau/Mann zu leben.
    Nach deinen Worten wäre das auch eine reine Gängelung, weil die Leute ja sicher schon vor einer Entscheidung für eine OP genug Zeit reingesteckt haben um für sich selbst zu entscheiden, dass sie im falschen Körper/Geschlecht leben.
    Ich für meinen Teil halte das (genauso wie das Beratungsgespräch vor einer Abtreibung) aber auch für eine sinnvolle Sache, weil es eben sein kann dass die Leute eben vor einer Umwandlungs-OP (die permanente Folgen hat (etwa de Verlust der Fruchtbarkeit)) doch feststellen daß das Leben als das andere Geschlecht nichts für sie ist.
    "We have just folded space from Ix...Many machines on Ix. New machines"

  11. #1661
    Wir kommen hier nicht zusammen. Ich setzt mich nun wieder auf die Finger.
    Geändert von tantes (15-05-2024 um 19:25 Uhr)

  12. #1662
    Nordlicht Avatar von Claudia I.O.F.F. Team
    Ort: Hoch im Norden
    Gibt es denn für Transgender immer noch eine Beratungspflicht?

    Da wurde doch kürzlich etwas geändert.
    .

  13. #1663
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Claudia Beitrag anzeigen
    Gibt es denn für Transgender immer noch eine Beratungspflicht?

    Da wurde doch kürzlich etwas geändert.
    Bin mir nicht sicher.
    Meines Wissens nach kann man zwar nun das Geschlecht im Ausweis problemlos ändern lassen ...
    aber wenn man eine von der Krankenkasse finanzierte Hormontherapie und geschlechtsangleichende Operation haben will,
    dürfte man vermutlich immer noch den Standardweg gehen müssen (i.e. PSychiater, 1 Jahr als das andere Geschlecht leben etc. )
    "We have just folded space from Ix...Many machines on Ix. New machines"

  14. #1664
    Speechless, not clueless Avatar von ganzblau
    Ort: im Dörfli
    Zitat Zitat von tantes Beitrag anzeigen
    Wir kommen hier nicht zusammen. Ich setzt mich nun wieder auf die Finger.
    ... Du bist nicht die einzige, tantes

    Ich zitiere mal aus dem Buch "The 8th list of shit that made me a feminist" von Farida D.
    (... sehr lesenswert; den Tipp habe ich aus dem Buch "Ejaculate Responsibly" von Gabrielle Blair, das hier schon Thema war):


    The patriarchy holds men with the accountability of boys,
    and holds girls with the accountability of women.

    The patriarchy prepares little boys to be men,
    but treats women as little girls.

    Often what's problematic is not only the double standards,
    but also the disproportionate standards.

    If we don't succeed in leaving patriarchy behind, this planet is toast.

  15. #1665
    Fire and Blood Avatar von manial fly
    Ort: Nashville
    Aber was ist denn mit Sterbehilfe? Die ist in Deutschland verboten, d.h. hier darf man wirklich nicht über seinen eigenen Körper entscheiden - obwohl es hier wirklich nur den eigenen Körper bzw. das eigene Leben betrifft. Bei einer Abtreibung hat eine Frau doch die freie Entscheidung und auch das letzte Wort. Deshalb weiß ich nicht was an einem Gespräch so schlimm sein soll?

    Noch einmal was zum Thema Adoption. Grundsätzlich bin ich auch eher für Adoption als für Abtreibung. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass so eine Schwangerschaft schon sehr anstrengend und beinträchtigend ist und auch die Geburt ist ggf. sehr schmerzhaft und auch nicht ungefährlich. Der Körper wird schon sehr in Mitleidenschaft gezogen, insofern kann ich das schon nachvollziehen, wenn eine Frau das nicht möchte. Bei einer geplanten Schwangerschaft weiß man wenigstens wofür man das auf sich nimmt.
    Hinzu kommt, dass ich mir vorstellen kann, dass so eine Adoption psychisch für die Mutter auch nicht ohne ist. Man macht sich ggf. Vorwürfe das Kind weggeben zu haben, oder fragt sich die ganze Zeit wie es dem Kind wohl geht.


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