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  1. #3961
    Der israelischen Armee ist es gelungen, zwei Geiseln zu befreien. Geschah bei einem nächtlichen Einsatz in Rafah, es handelt sich um einen 60- und einen 70jährigen Mann, die am 7. Oktober verschleppt wurden. Beide seien gesundheitlich in gutem Zustand.

    https://www.tagesschau.de/ausland/eu...ahost-100.html

  2. #3962
    Zitat Zitat von tantes Beitrag anzeigen
    Der israelischen Armee ist es gelungen, zwei Geiseln zu befreien. Geschah bei einem nächtlichen Einsatz in Rafah, es handelt sich um einen 60- und einen 70jährigen Mann, die am 7. Oktober verschleppt wurden. Beide seien gesundheitlich in gutem Zustand.

    https://www.tagesschau.de/ausland/eu...ahost-100.html
    Für diese 2 Geiseln ist eine unbekannte Anzahl an Menschen gestorben, wie immer ist die genaue Anzahl wegen der Propaganda kaum zu beziffern
    Die Nachrichtenagentur dpa beruft sich auf die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa: Demnach sind mehr als 100 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder und Frauen.
    https://www.tagesschau.de/ausland/eu...ahost-100.html

    Dazu passend
    Ein Gericht in Den Haag hat die niederländische Regierung angewiesen, die Ausfuhr von Teilen des Kampfjets F-35 nach Israel zu stoppen. Es bestehe eindeutig die Gefahr von Verstößen gegen das Völkerrecht.
    https://www.tagesschau.de/newsticker...ontag-108.html

  3. #3963
    Zitat Zitat von sirius42 Beitrag anzeigen
    Für diese 2 Geiseln ist eine unbekannte Anzahl an Menschen gestorben, wie immer ist die genaue Anzahl wegen der Propaganda kaum zu beziffern
    Das ist ein letztendlich nicht aufzulösendes Dilemma. Wieviel ist ein Menschenleben wert? Wieviel ist es wert im Vergleich mit einem anderen Menschenleben?
    Hätten die israelischen Streitkräfte auf die Befreiung der Geiseln verzichten sollen (egal, wie die jetzt konkret ablief), wenn Gefahr besteht, dass andere Menschen dabei getötet werden?
    Ziel der MIlitäraktion ist es ja unter anderem, möglichst alle Geiseln zu befreien. Diesem Ziel werden Schäden an Leib und Leben anderer offensichtlich untergeordnet.

    Und man darf nicht vergessen, wie und warum diese zwei Geiseln überhaupt in den Gazastreifen gelangt sind.

  4. #3964
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von NewMorning Beitrag anzeigen
    Das ist ein letztendlich nicht aufzulösendes Dilemma. Wieviel ist ein Menschenleben wert? Wieviel ist es wert im Vergleich mit einem anderen Menschenleben?
    Hätten die israelischen Streitkräfte auf die Befreiung der Geiseln verzichten sollen (egal, wie die jetzt konkret ablief), wenn Gefahr besteht, dass andere Menschen dabei getötet werden?
    Ziel der MIlitäraktion ist es ja unter anderem, möglichst alle Geiseln zu befreien. Diesem Ziel werden Schäden an Leib und Leben anderer offensichtlich untergeordnet.

    Und man darf nicht vergessen, wie und warum diese zwei Geiseln überhaupt in den Gazastreifen gelangt sind.


    Für mich ist die Kampagne der israelischen Armee im Gazastreifen auch weniger eine Geiselbefreiung, sondern vielmehr eine Strafexpedition mit dem Ziel, die Hamas zu schwächen oder (idealerweise) im Gazastreifen ganz zu zerschlagen. So dass sie (mindestens so schnell) keine weiteren Aktionen wie jene vom 7. Oktober gegen Israel mehr durchführen kann
    Die Befreiung von Geiseln ist IMHO demgegenüber mehr ein Sekundärziel bei dem Ganzen
    "We have just folded space from Ix...Many machines on Ix. New machines"

  5. #3965
    100-stündige Hannah-Arendt-Lesung in Berlin abgebrochen

    Im "Hamburger Bahnhof" sollte eine 100-stündige Lese-Performance eines Arendt-Textes enden. Doch die Veranstaltung in Berlin wurde von propalästinensischen Protesten und Hasstiraden gestört - bis die Künstlerin abbrach.
    https://www.tagesschau.de/inland/reg...ochen-100.html

    https://www.smb.museum/ausstellungen...ania-bruguera/

    Hamburger Bahnhof ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Bei Arendts Werk für die Performance handelt es sich um Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft => https://de.wikipedia.org/wiki/Elemen...ler_Herrschaft

  6. #3966
    Zitat Zitat von Descartes Beitrag anzeigen
    https://www.tagesschau.de/inland/reg...ochen-100.html

    https://www.smb.museum/ausstellungen...ania-bruguera/

    Hamburger Bahnhof ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Bei Arendts Werk für die Performance handelt es sich um Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft => https://de.wikipedia.org/wiki/Elemen...ler_Herrschaft
    Deutschland 2024. Nicht 1933. Und es sind zunehmend nicht mehr in der Mehrzahl muslimisch gelesene Menschen, sondern es sind bei dieser Aktion aber auch zuletzt den Vorfällen an diversen Universitäten Deutsche.

    "In Medienberichten über den Abbruch einer Lesung von Texten der jüdischen Denkerin Hannah Arendt im Hamburger Bahnhof in Berlin hieß es zunächst, eine Gruppe „propalästinensischer Aktivisten“ sei dafür verantwortlich. Eine grobe Verharmlosung, wie sich inzwischen herausstellte."

    https://www.welt.de/kultur/medien/article250039908/Abbruch-bei-Lesung-von-Hannah-Arendt-Eine-offene-Proklamation-von-Antisemitismus.html?source=puerto-reco-2_ABC-V37.1.B_test
    Geändert von SonneimMai (12-02-2024 um 21:10 Uhr)

  7. #3967
    Zitat Zitat von Proteus Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht ob es die immergleiche Ecke ist.
    In Sachen Antisemitismus tun sich Rechte, aber auch stark linksgerichtete Gruppierungen hervor.

    Gerade bei Störungen an einer Uni würde ich auch eher von linken Gruppierungen als von rechten ausgehen.
    (ausser eventuell an Traditions-Unis mit stark vertretenen Burschenschaften)
    Damit hast du recht. Ich kann beide Extreme nur aufs Schärfste verurteilen.
    Allerdings kann ich auch das israelische Volk verstehen, dass die den kompletten Gaza-Streifen freiräumen. Das haben sie von Beginn an gesagt und zu deren eigener Sicherheit ist das wohl auch notwendig. Ich denke sogar, dass es im Anschluss gegen die Hisbollah geht. Gegen Terror ist wichtig, auch wenn die Begleitumstände bitter und traurig sind. Aus israelischer Sicht ein fast unumgänglicher Schritt.

  8. #3968
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Kryptomaniac Beitrag anzeigen
    Damit hast du recht. Ich kann beide Extreme nur aufs Schärfste verurteilen.
    Allerdings kann ich auch das israelische Volk verstehen, dass die den kompletten Gaza-Streifen freiräumen. Das haben sie von Beginn an gesagt und zu deren eigener Sicherheit ist das wohl auch notwendig. Ich denke sogar, dass es im Anschluss gegen die Hisbollah geht. Gegen Terror ist wichtig, auch wenn die Begleitumstände bitter und traurig sind. Aus israelischer Sicht ein fast unumgänglicher Schritt.
    Dem kann ich leider nur beipflichten.
    Während ich mich dagegen verwehre, das palästinensische Volk (oder mindestens die Bewohner des Gazastreifens) in einer Kollektivschuld zu sehen (im Sinne von: Selbst Schuld, ihr habt nix gegen die Hamas getan), sehe ich leider, trotz der Opfer an den Bewohnern des Gazastreifens, auch keine Alternative dazu dass die IDF die Hamas im Gazastreifen ausräuchert ... und eventuell sogar selbst das Gebiet temporär besetzt (oder an eine internationale Besatzungstruppe übergibt).
    Das könnte auch zum Vorteil der palästinensischen Bewohner des Gazastreifens selbst werden.
    Jedenfalls wenn als Nachfolger auf die Hamas im Gazastreifen eine Regierung folgt, welche tatsächlich ein Interesse daran hat, Hilfsgüter an die Bewohner zu verteilen und nicht Gelder für Terrorwaffen und Tunnelbauten anzuhäufen
    "We have just folded space from Ix...Many machines on Ix. New machines"

  9. #3969
    Einige Nachrichten zum heutigen Tage, Schwerpunkt UN:

    Israels Regierung hat die in der Region aktiven UN-Organisationen gebeten, bei der Evakuierung von Zivilisten aus Rafah zu helfen. Dazu ablehnend UN-Sprecher Stephane Dujarric: Man werde sich nicht an Vertreibung beteiligen. Er bezweifelte, dass es in anderen Gebieten des Gazastreifens sicher sein. Blindgänger stellten bestimmt eine Gefahr dar, und es mangele an Unterkünften. Zuvor ein israelischer Regierungssprecher, Zitat: "Wir drängen die UN-Behörden zur Kooperation. Sagen Sie nicht, dass das nicht geht. Finden Sie gemeinsam mit uns einen Weg."

    Israel will Francesca Albanese, der UN-Sonderberichtserstatterin für die Palästinensischen Gebiete, die Einreise verweigern. Die Dame hatte am Wochenende auf X geschrieben, dass die Hamas am 7. Oktober Israelis nicht getötet habe, weil sie Juden gewesen seien, sondern "als Reaktion auf die Unterdrückung durch Israel". Albaneses Post sorgte in Israels Regierung für einen Aufschrei, auch Deutschlands und Frankreichs zeigten sich empört. Das Auswärtige Amt: "Die schrecklichen Terroranschläge vom 7. Oktober zu rechtfertigen und ihren antisemitischen Charakter zu leugnen, ist entsetzlich". Frau Albanese: Damit wolle Israel nur von den Gräueltaten im Gazastreifen ablenken. Was mir zur UN-Sonderberichtserstatterin einfällt, ist nicht zitierbar.

    Nachdem das UNRWA-Hilfswerk massiv in die Kritik geraten ist: Lazzarini, der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks für Palästinenser, hat nach eigenen Angaben keine Rücktrittspläne. Er war heute in Brüssel, um über die Vorwürfe gegen seine Einrichtung und deren Bedarf zu informieren.

    Die USA zu den Berichten über den Hamas-Kommandoposten, der unter dem Hauptquartier der UNRWA betrieben worden sei: Man habe weitere Informationen bei Israel und der UNRWA angefragt. Gestern waren bereits internationale Journalisten, darunter ein ARD-Team, durch die Anlage geführt worden.

    Die Hamas hat den Tod von drei weiteren Geiseln bekanntgegeben, sie seien bei israelischen Luftangriffen gestorben. Insgesamt seien 8 Israelis verletzt worden, die Namen wurden nicht bekanntgegeben.


    https://www.tagesschau.de/ausland/as...unnel-100.html


    https://www.tagesschau.de/newsticker...ontag-108.html
    Geändert von tantes (12-02-2024 um 23:20 Uhr)

  10. #3970
    Derweil im Schweizer Urlaubsort Davos - jüdische Gäste sind in Ferienwohnungen unerwünscht und es wird keine Sportausrüstung mehr an sie verliehen.
    Angeblich haben sich jüdische Gäste so daneben benommen, dass die Ferienwohnungen nach der Abreise nicht mehr vermietbar waren (Details und Fotos werden natürlich nicht veröffentlicht):

    https://www.juedische-allgemeine.de/...-unerwuenscht/


    https://www.spiegel.de/panorama/skig...a-94dcb3fbe1c7

  11. #3971
    Ein, wie ich finde, sehr interessantes Interview mit dem Pressesprecher der israelischen Armee, Arye Shalicar, gestern in der Nachrichtensendung des ORF , ZiB2.
    Der Moderator (der von mir sehr geschätzte ARmin Wolf) setzt ihn ganz schön unter DRuck, besonders was die Zahl der zivilen Opfer in Gaza angeht. Er stellt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Shalicar windet sich, kann aber mMn nicht überzeugen.

    https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211 Ca. ab Minute 4:00

  12. #3972
    Bericht über den sexualisierten Terror gegen Israelinnen durch die Hamas(derzeit ohne Bezahlschranke, kann sich aber ändern):

    https://www.tagesspiegel.de/internat...-11187430.html

  13. #3973
    Zitat Zitat von SchwarzerKater Beitrag anzeigen
    Derweil im Schweizer Urlaubsort Davos - jüdische Gäste sind in Ferienwohnungen unerwünscht und es wird keine Sportausrüstung mehr an sie verliehen.
    Angeblich haben sich jüdische Gäste so daneben benommen, dass die Ferienwohnungen nach der Abreise nicht mehr vermietbar waren (Details und Fotos werden natürlich nicht veröffentlicht):

    https://www.juedische-allgemeine.de/...-unerwuenscht/


    https://www.spiegel.de/panorama/skig...a-94dcb3fbe1c7
    Wie sagte Broder kürzlich sehr zutreffend. Antisemitismus ist nicht wirklich greifbar. Andere Vorurteile kann man widerlegen, Antisemitismus aber ist in gewisser Weise nicht erklärbar. Das größere Massaker, der größte Judenmord seit Auschwitz löst die größte Progromstimmung, nicht nur in Deutschland, nicht nur in Europa sondern weltweit aus. Das ist nicht mehr erklärbar.

  14. #3974
    Zitat Zitat von SonneimMai Beitrag anzeigen
    Deutschland 2024. Nicht 1933. Und es sind zunehmend nicht mehr in der Mehrzahl muslimisch gelesene Menschen, sondern es sind bei dieser Aktion aber auch zuletzt den Vorfällen an diversen Universitäten Deutsche.

    "In Medienberichten über den Abbruch einer Lesung von Texten der jüdischen Denkerin Hannah Arendt im Hamburger Bahnhof in Berlin hieß es zunächst, eine Gruppe „propalästinensischer Aktivisten“ sei dafür verantwortlich. Eine grobe Verharmlosung, wie sich inzwischen herausstellte."

    https://www.welt.de/kultur/medien/ar...C-V37.1.B_test
    Ich weiß, es ist schwer vom Palästinakonflikt zu trennen. Aber ich würde es trotzdem gerne trennen.

    Wenn hierzulande (oder in anderen Ländern, wie Schweiz, Österreich, USA, Großbritannien, ...) Jüdinnen und Juden angegriffen werden, weil sie sich als Menschen jüdischen Glaubens zu erkennen geben, dann ist das Antisemitismus und man kann sich dann nicht auf den aktuellen Konflikt herausreden.

    Im aktuellen Konflikt, kämpft Israel gegen die Hamas und umgekehrt (und ja, es gibt zivile Opfer, übrigens auf beiden Seiten). Und da kann man sich positionieren. Und solange man nicht das Existenzrecht Israels abspricht, kann man auch gerne Entscheidungen der israelischen Regierung kritisieren. Das tun Israelis übrigens auch.

    Aber wenn Leute wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft angegangen werden, dann hat das nichts mit Kritik an der Kriegsführung oder mit Parteinahme für eine Seite zu tun. Das ist einfach nur Antisemitismus und Rassismus.

  15. #3975
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Ich weiß, es ist schwer vom Palästinakonflikt zu trennen. Aber ich würde es trotzdem gerne trennen.

    Wenn hierzulande (oder in anderen Ländern, wie Schweiz, Österreich, USA, Großbritannien, ...) Jüdinnen und Juden angegriffen werden, weil sie sich als Menschen jüdischen Glaubens zu erkennen geben, dann ist das Antisemitismus und man kann sich dann nicht auf den aktuellen Konflikt herausreden.

    Im aktuellen Konflikt, kämpft Israel gegen die Hamas und umgekehrt (und ja, es gibt zivile Opfer, übrigens auf beiden Seiten). Und da kann man sich positionieren. Und solange man nicht das Existenzrecht Israels abspricht, kann man auch gerne Entscheidungen der israelischen Regierung kritisieren. Das tun Israelis übrigens auch.

    Aber wenn Leute wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft angegangen werden, dann hat das nichts mit Kritik an der Kriegsführung oder mit Parteinahme für eine Seite zu tun. Das ist einfach nur Antisemitismus und Rassismus.
    Eine richtige Analyse.
    Allerdings zeigt sich bei vielen vermeintlich israelregierungskritischen Kommentaren sehr schnell, worum es den Absendern wirklich geht, nämlich dann, wenn die Kritik an der Regierung in antisemitische Narative kippt.

    Kritiker*Innen der israelischen Regierung haben jedenfalls keinen Grund eine Jüdin in einem Bahnhof in Deutschland oder in Universitätsräumen in SA manier niederzubrüllen und zu bedrohen. Da fällt es schwer noch einen Zusammenhang zur israelischen Regierung zu ziehen.


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