11. November 1938: Todestag von "Typhoid-Mary" Mallon
Millionen Menschen erkranken jährlich an Typhus. Rund fünf Prozent von ihnen
werden danach zu sogenannten Dauerausscheidern - äußerlich kerngesund,
übertragen sie die Typhus-Erreger ein Leben lang. So auch Mary Mallon. Als
Typhoid-Mary, als Typhus-Todesengel, beherrschte sie Anfang des 20. Jahrhunderts die
Schlagzeilen der amerikanischen Presse. Denn insgesamt 47
Typhus-Erkrankungen und drei Todesfälle sollen auf ihr Konto gegangen sein. Man verbannte sie
auf eine kleine Insel im New Yorker East River - dort starb sie vor 65 Jahren.
Übrigens nicht an Typhus, sondern an den Folgen eines Schlaganfalls.

Autorin: Andrea Kath
Basierend auf diesen Fakten hat Jürg Federspiel seine Ballade von der Typhoid Mary geschrieben. Durchaus zwinkernd erzählt er die makabre Geschichte des Mädchens, welches sich gegen Ausbeutung zur Wehr setzt/setzen kann, da es scheinbar die Natur beherrscht, um die Krankheit zielgerichtet weiterzugeben.